Blocher Christoph · Nationalrat · 2000-06-07
Blocher Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2000-06-07
Wortprotokoll
Erstens, Herr Walker: Je globaler die Entwicklung ist, desto mehr Chancen birgt die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit der Länder, auch in Bezug auf den Wirtschaftsstandort.
Zweitens: Dass vieles auf der Welt gemeinsam gelöst wird, ist nicht neu. Das haben uns die Propheten, die uns gesagt haben, wenn der EWR-Vertrag abgelehnt werde, breche die Schweiz zusammen, schon 1992 gepredigt. Sie können die Schweiz jetzt ja anschauen, wie sie ist: Wir sind überall dabei! In der Wirtschaft sehe ich: Wir verhandeln, reden mit, sprechen mit. Dann gibt es Dinge, die man übernimmt oder nicht übernimmt. Ich bin nicht schuld, dass man in Bern alles nachvollziehen will, was man dort draussen tut. Gewisse Dinge können wir nachvollziehen, gewisse Dinge nicht, und bei den meisten gestalten wir mit. Der Unterschied ist, dass Sie nachher über das eigene Land nicht mehr bestimmen können, dafür können Sie als ganz Kleiner dort mitreden. Aber wenn Sie dafür sind, dass wir das tun, sagen Sie Ja zu dieser Initiative, bringen Sie sie vors Volk, dann reden wir in [PAGE 580] der "Volksversammlung" miteinander und halten dort Wirtschaft und Politik nicht auseinander.