Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2004-06-14
Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2004-06-14
Wortprotokoll
In der Schweiz sind alle Ortszentralen, an denen Haushalte und Unternehmen angeschlossen sind, mit ADSL-Breitbandinfrastruktur ausgerüstet. Sämtliche Randregionen sind erschlossen. Es kann heute bei 95 Prozent der Telefonanschlüsse ein Breitbandzugang über die ADSL-Technologie aufgeschaltet werden. Damit liegt unser Land im internationalen Vergleich sehr hoch, aber 100 Prozent können schon aus technischen Gründen nicht erreicht werden. Einerseits sind Anschlüsse von mehr als 4 bis 6 Kilometer Länge aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Kupferkabels nicht für ADSL nutzbar. Andererseits gibt es auch einige Anschlüsse, bei denen diesbezüglich untaugliche Zusatzausrüstungen den Einsatz für ADSL ausschliessen. In diesen Fällen muss die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen über andere Technologien befriedigt werden, z. B. über ein Rundfunkverteilnetz, über Funk oder über Satellit. Teilweise stehen solche Angebote schon heute zur Verfügung, teilweise werden sie erst technisch erprobt.
Nun wird der Bundesrat mit Blick auf die nächste Grundversorgungsperiode prüfen, ob - wie der Fragesteller anregt - der Breitbandzugang in das Set der Grundversorgungsdienste aufzunehmen ist.