Jenny This · Ständerat · 2004-09-27
Jenny This · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2004-09-27
Wortprotokoll
Ich will ja den Frieden nicht stören, und ich hoffe auch, dass ich mich nicht "ungehörig" benehme, aber grundsätzlich bin ich aus finanzpolitischen Überlegungen eher gegen solche Übungen. Aber weil ja das nächste Mal Glarus an der Reihe sein dürfte, bin ich natürlich ebenfalls dafür. Glarus ist ja bekanntlich neben Herisau der einzige Hauptort, der nicht am Nationalstrassennetz angeschlossen ist. (Unruhe) Sie sehen, an plausiblen Begründungen würde es auch hier - Protest nicht von der linken, eher von der rechten Seite - (Heiterkeit) nicht fehlen.
Überhaupt staune ich immer wieder, welche Kreativität, vor allem wenn es um Mehr- und Minderkosten geht, hier an den Tag gelegt wird. Auch hier spricht man davon, dass durch den Verzicht auf eine Etappierung der Bauarbeiten rund 1 Million Franken eingespart werden könnte, sodass die effektiven Mehrkosten nur 0,7 Millionen Franken betragen würden. Das ist natürlich Augenwischerei und dient bestenfalls der Beruhigung des eigenen Gewissens, sofern man eines hat. Aber zu viel mehr dient das natürlich nicht. Tatsache ist, wenn man einen solchen Unterbruch respektive eine Etappierung in die Planung mit einbezieht - frühzeitig mit einbezieht -, dann kostet das keinen Franken mehr. Diese Übung kostet uns 1,7 Millionen Franken - basta! Bei Vollkostenrechnung kostet sie vielleicht sogar 2 bis 3 Millionen Franken. Aber dazu kann man ja stehen. Man kann ja trotzdem für eine Verlegung der Session sein, aber man sollte bei solchen Berechnungen die Fakten jeweils klar sehen. Das wollte ich noch anmerken. Aber grundsätzlich kann man ja - ich habe damals auch unterschrieben - nicht gegen diese Verlegung sein, ohne Schaden zu erleiden.