Loepfe Arthur · Nationalrat · 2004-11-30
Loepfe Arthur · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2004-11-30
Wortprotokoll
Die Krankheitskosten sind, wenn Sie das Budget anschauen, einer der erschreckendsten Posten. Die Krankenversicherungsbeiträge des Bundes steigen gegenüber dem letzten Jahr um 10 Prozent. Das ist sicher ein Problem. Nur, Frau Genner, ich weiss nicht, ob wir jetzt einfach sagen können, wir müssen mehr Geld für Prävention ausgeben. Wir müssen mehr Prävention machen - die Frage ist, wer und wie. Wenn der Bund jetzt einfach ein paar Millionen Franken mehr ausgibt, heisst das nicht, dass wir geringere Krankheitskosten haben. Ich sage Ihnen, ich bin für Prävention, es ist aber eine Glaubensfrage.
Ich vertrete hier die Mehrheit der Kommission. Wir sind der Meinung, das man hier auch die Überlegungen des Entlastungsprogramms 2003 anwenden soll. In diesem Bereich muss sich eben auch das Bundesamt für Gesundheit nach der Decke strecken. Eine Lösung, Frau Genner, haben wir alle zusammen nicht. Schauen Sie mal auf den Bahnhöfen, wenn Sie sich mit der Bahn nach Bern begeben, wie die jungen Leute rauchen, insbesondere die jungen Frauen. Ich finde es schrecklich, aber schauen Sie mal: Denen sagt man es doch in der Schule, sie lesen es gross auf den Zigarettenpackungen, dass man stirbt, wenn man raucht. Ich finde das richtig, dass man das draufschreibt, aber scheinbar nützt es nichts. Wir müssen irgendetwas anders machen. Mit Geld allein geht es leider nicht.