Baumann J. Alexander · Nationalrat · 2005-03-02
Baumann J. Alexander · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2005-03-02
Wortprotokoll
Wenn ich jetzt die Argumente der Debatte nebeneinander lege, dann ist das das Spiegelbild der Auseinandersetzung in der Kommission. Man kann es zusammenfassend auch etwas reduzieren auf eine ideologische Polarität: Es gibt einige Leute, die der Auffassung sind, dass alles, was wirtschaftlich ist, als Handlungsweise von "crooks", von Betrügern, von Halsabschneidern und Ausbeutern zu definieren ist. Dann gibt es eine andere Betrachtungsweise der Wirtschaft: Das sind die Leute, die redliche Arbeit leisten auf allen Stufen, die schauen, dass es vorwärts geht in diesem Lande, dass es allen oder möglichst vielen gut geht. Dazu gehört Vertrauen. Wollen Sie jetzt diese Aufzählungen im Gesetz noch ausweiten und Verbote erlassen - bis hin zum Blumenstrauss, den jemand bekommt, der während zweier Wochen die Buchhaltung eines Gartencenters revidiert hat? Wenn man ihm am letzten Tag einen Blumenstrauss für seine Gattin mitgibt, dann wäre das ein Geschenk, und wahrscheinlich kein wertvolles. Es sollte doch möglich sein, dass dieser Mann diesen Blumenstrauss nach Hause bringt. Wenn wir die Gesetze aber so eng machen, dann schaffen wir nur Fallen, in die die Leute dann hineinzutrampeln gezwungen sind. Eine Fettnäpfchenansammlung möchte ich aber nicht ausbreiten.
Das ist ein Gesetz für die Wirtschaft, mit dem die Wirtschaft leben muss. Ich bitte Sie hier deshalb, dem wirtschaftlichen Gedanken den Vorzug zu geben und nicht das Misstrauen in den Vordergrund zu stellen.
Stimmen Sie mit der Mehrheit.
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