Wandfluh Hansruedi · Nationalrat · 2005-03-09
Wandfluh Hansruedi · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2005-03-09
Wortprotokoll
Kollegin Leutenegger Oberholzer hat gesagt, was ich jetzt hier sagen werde; ich weiss nicht, ob ich es noch sagen muss. Ich mache es trotzdem: Die WAK hat mit 11 zu 11 Stimmen mit Stichentscheid des Präsidenten entschieden, als Ergänzung in Artikel 22 aufzunehmen, dass der Bundesrat auf die angemessene Vertretung beider Geschlechter achten soll. Die von mir angeführte Minderheit ist der Meinung, dass es diese Ergänzung nicht braucht. Wir wollen keine Quotenmänner in den Organen der Serv, wir wollen auch keine Quotenfrauen in den Organen der Serv. Wir wollen kompetente, fähige Persönlichkeiten, die dank ihrer Qualifikation gewählt werden und nicht wegen ihres Geschlechtes. Mit dem verschärften Aktienrecht und den Grundsätzen der Corporate Governance kann es sich das Wahlgremium nicht leisten, infolge irgendwelcher Quoten nicht die besten Leute zu wählen, egal ob das geschlechterspezifische Quoten, regionalpolitische Quoten, sprachliche Quoten, altersmässige Quoten oder ausbildungsmässige Quoten sind. Selbstverständlich ist der Bundesrat gehalten, bei gleichwertigen Kandidatinnen und Kandidaten die entsprechenden Kriterien, und zwar nicht nur des Geschlechtes, sondern auch der Region oder der Sprache usw., in Betracht zu ziehen und darauf Rücksicht zu nehmen. Dies ist eine Selbstverständlichkeit. Ich fordere Sie auf: Verzichten Sie darauf, hier ein einzelnes Kriterium aufzunehmen und dieses speziell zu erwähnen.
Ich bitte Sie um Unterstützung meines Minderheitsantrages.