Reimann Maximilian · Ständerat · 2000-06-06
Reimann Maximilian · Ständerat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2000-06-06
Wortprotokoll
Herr Schiesser hat mir eine Frage gestellt; ich denke, ich darf sie wohl beantworten. Herr Schiesser fragte mich, ob ich an mein Alternativkonzept des Nachtragskredites glaube. Er kritisierte, ich hätte mich dazu nur kurz geäussert. Herr Schiesser, Letzteres liegt in meiner Art; ich halte mich kurz, wenn ich ein Votum abgebe - ich glaube, dies liegt im Interesse aller in diesem Plenum.
Ich bin überzeugt, dass das Mittel des Nachtragskredites - deshalb gibt es dieses - kein schlechter Weg ist. Es würde das Comité directeur nämlich wirklich dazu zwingen, mit den jetzt gesprochenen Mitteln auszukommen. Käme höhere Gewalt dazu, schlechtes Wetter z. B., dann könnte man immer noch sagen, mit diesem überschiessenden Bedarf gehe man jetzt den Weg des Nachtragkredites. Schon jetzt aber wieder 350 Millionen Franken auf Vorrat zu sprechen, dies ist ein denkbar schlechter Weg.
Deshalb wählte ich den aus meiner Sicht besseren Weg, jenen über den Nachtragskredit. Das zwingt die Expo-Verantwortlichen zu absoluter Kostenkontrolle, und es darf gehofft werden, dass nicht noch weitere Kosten auf uns zukommen werden. Sprechen Sie heute diese 350 Millionen Franken, dann dürfen Sie aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein grosser Teil davon auch wirklich gebraucht wird.