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Hess Hans · Ständerat · 2000-06-06

Hess Hans · Ständerat · Obwalden · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2000-06-06

Wortprotokoll

Diese Motion ist ein geeignetes Mittel, um den Handlungsbedarf in der Tourismuspolitik mit Massnahmen zu konkretisieren. Ich weise darauf hin, dass der Bundesrat am 16. Dezember 1998 meine Motion Risikokapital für Hotel- und Kurortserneuerung (98.3392) als Postulat entgegengenommen hat.

Im Rahmen der vorliegenden Motion kann das Problem der Hotelfinanzierung geprüft und können Lösungen gesucht werden.

Es ist allgemein bekannt, dass die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit heute praktisch handlungsunfähig ist, weil die Mittel durch den hohen Sanierungsbedarf im Nachgang zur Rezession absorbiert wurden. Die Banken haben laut ihren eigenen Aussagen etwa einen Drittel ihrer Engagements in der Hotellerie restrukturiert und sind in vielen Fällen vollständig aus den Betrieben ausgestiegen. Was der Hotellerie heute fehlt, ist Risikokapital, um sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu können. Das Eigenkapital hat in den letzten Jahren dramatisch abgenommen. Der Bund gewährt heute nachrangige Darlehen und Bürgschaften. Dies bedeutet, dass er bei Sanierungsfällen immer als erster einspringen muss, um die Verluste zu decken. Würde der Bund Risikokapital zur Verfügung stellen, könnte er dies als gleichberechtigter Partner der Banken oder auch der Kantone tun. Er würde nicht nur an den Verlusten beteiligt, sondern würde bei erfolgreichem Geschäftsgang auch für sein Engagement entschädigt.

Herr Wicki wies bereits auf die Aus- und die Weiterbildung hin. Hier scheint mir auch Handlungsbedarf gegeben zu sein. Ich bin der Meinung, dass im Bereich der Fachhochschulen etwas getan werden muss. Wir brauchen in den Tourismusregionen Angebote für höhere Ausbildungslehrgänge auf der Stufe der Fachhochschulen.

In diesem Sinne stimme ich der Überweisung der Motion zu.