Kunz Josef · Nationalrat · 2005-06-08
Kunz Josef · Nationalrat · Luzern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2005-06-08
Wortprotokoll
Die SVP-Fraktion wird die Mehrheit unterstützen.
Mit Artikel 5 Absatz 3 geben wir dem Bundesrat den Auftrag, die Deklaration von Nahrungsmitteln aus tierischer Produktion zu regeln. Unsere Landwirtschaft ist zunehmend den freien Märkten ausgesetzt. Die importierten Produkte würden in Bezug auf Tierschutz gegenüber unseren Produkten einem Vergleich nie standhalten. In den meisten EU-Staaten kommt Menge vor Preis und vor Tierschutz. Dass unsere Konsumenten mit klar deklarierten Produkten umgehen können, haben sie längst bewiesen. Unsere Eierproduzenten haben es vorgemacht und frühzeitig durch eine klare Deklaration auf unsere tierfreundlichen Haltungsformen in der Eierproduktion aufmerksam gemacht.
Wer von uns Bauern zusätzlich kostentreibende Auflagen verlangt, muss auch für höhere Preise im Vergleich zu den Billigimporten Verständnis haben. Der Konsument hat das Recht, die Wahl zu treffen. Dies bedingt aber eine klare Deklaration der Produkte. Der heute gesetzlich geforderte Hinweis auf verbotene Produktionsmethoden bei importierten Produkten vermag dem Anliegen der Landwirtschaft, aber auch des Konsumenten nicht standzuhalten.
Aus diesen Gründen empfehle ich Ihnen namens der SVP-Fraktion, der Mehrheit zuzustimmen.