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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2005-06-13

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2005-06-13

Wortprotokoll

Die Sicherheit in Strassentunnels wird einerseits durch die Qualität der Infrastruktur und die Organisation des Betriebes, andererseits aber auch durch den Zustand der Fahrzeuge und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer beeinflusst. Gemäss einem Bericht der OECD ist das Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern die Hauptursache von 95 Prozent aller Unfälle.

Nach dem Unfall im Montblanc-Strassentunnel wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ihren Schlussbericht am 23. Mai 2000 veröffentlichte. Der Bericht schlägt zahlreiche Massnahmen zur Steigerung der Sicherheit in Strassentunnels vor. In der Schweiz wurden seither bereits mehrere Massnahmen umgesetzt, namentlich in den Bereichen Infrastruktur und Technik. Zur Verbesserung des richtigen Verhaltens der Verkehrsteilnehmer in Tunnels wurden Informationskampagnen durchgeführt. Zusätzlich wurden die Führerprüfungen mit Fragen über das korrekte Verhalten in Tunnels ergänzt. Im Bereich Fahrzeuge sind die jährliche Fahrzeugprüfung bei den LKW sowie die Ausstattung mit einem Feuerlöscher zu erwähnen. Im Bereich Infrastruktur wurden Massnahmen wie verbesserte Lüftungstechnik, Notbeleuchtung sowie Fluchtwegbeschilderung bereits in vielen Tunnels auf den neusten Stand der Technik gebracht. Die Bekämpfung von Tunnelbränden ist wegen der engen räumlichen Verhältnisse und der starken Rauchentwicklung besonders schwierig. Deshalb sind Verbesserungen bei der Organisation des Brandschutzes und der Effizienz der Einsatzkräfte notwendig.

Bis heute haben die 1700 Angehörigen der Feuerwehren entlang des Nationalstrassennetzes keine Möglichkeit, Lösch- und Rettungseinsätze in Tunnels zu üben. Das UVEK prüft seit einiger Zeit, wie diesem Anliegen Rechnung getragen werden kann. Ein entsprechendes Projekt ist in Arbeit.

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