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Müller Geri · Nationalrat · 2005-06-15

Müller Geri · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion · 2005-06-15

Wortprotokoll

Ich selber biete Programme für Jugendliche an, die keine Lehrstelle gefunden haben. Meine erste Frage ist jeweils die: Bei welchem Provider ist euer Natel angemeldet, und welcher Provider bildet Lehrlinge aus, und wie gross ist die Differenz zwischen Provider A, B und C bei den Kosten pro Minute im Vergleich zur Zahl von Lehrstellen, die angeboten werden?

Es ist eine gute Frage, ob man Betriebe, die Lehrstellen anbieten, unterstützen möchte. Diese Frage, die hier von Chantal Galladé gestellt wird, hat eine ganz wichtige Dimension. Wenn wir schon davon ausgehen, dass wir Betriebe, die verschiedenen Bedingungen und Kriterien entsprechen, fördern möchten, muss diese Frage unbedingt mit einbezogen werden, und zwar genau aus den Gründen, die der Bundesrat hier nennt. Er sagt, Ziel der Norm für Vergabungen des Bundes sei z. B. die Sicherung sozialer Errungenschaften. Genau darum geht es eigentlich: Die Schweiz hat eine vorbildliche Geschichte in Bezug auf Lehrlingsausbildung. Der Bundesrat sagt z. B., es gehe um die Wahrung des Arbeitsfriedens: Genau das gab es einmal in der Geschichte. Er sagt auch, es gehe um die Verhinderung von unerwünschten sozialen Auswirkungen: Genau so war es einmal in der Geschichte.

Es sind also diese Zustände, die wieder herbeigeführt werden müssten. Es sollten eigentlich jene Betriebe begünstigt werden, die sich dieser Themen annehmen, die dafür sorgen wollen, dass auf dem Arbeitsmarkt auch in Zukunft gute Lehrstellen angeboten und damit auch Anreize für eine erfolgreiche Arbeitssituation gesetzt werden können. In dem Sinne ist es eigentlich nicht verständlich, dass der Bundesrat dann sagt, wir müssten die Motion ablehnen.

Zur zweiten Motion, der Motion Vollmer: Ein Stück weit hat der Bundesrat Recht, wenn er sagt, es würden offene Türen eingerannt. Es ist richtig, die Bundesverwaltung hat in den letzten Jahren Lehrstellen geschaffen, aber sie darf durchaus noch mehr machen, dieser Bereich dürfte durchaus noch weiter ausgebaut werden.

Genau aus diesem Grund ist es nicht sinnvoll, hier Nein zu sagen; es wäre ein falsches Signal, es wäre auch nicht das, was der Bund machen möchte, wie in der Begründung steht. Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Lehrstellen zu schaffen. Es ist klar, und beide Motionäre haben es gesagt: Es ist nicht das Heil aller Geschichten, aber es ist ein wichtiger Bestandteil.

Wir bitten Sie also sehr - im Sinne auch der Zeichensetzung im Lande, im Sinne der Motivation der Betriebe, aber auch, um den Jugendlichen zu zeigen, dass wir die Lehrstellensituation ernst nehmen wollen -, diese beiden Motionen anzunehmen.