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Brändli Christoffel · Ständerat · 2005-06-02

Brändli Christoffel · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2005-06-02

Wortprotokoll

Es gilt hier, Gleiches zu sagen wie vorhin bei der Diskussion zum Exportförderungssystem: Wir laufen natürlich Gefahr - wenn wir diese Förderungsmassnahmen jetzt einfach wieder auf verschiedenen Schienen weiterführen, auch wenn wir sie nur für zwei Jahre verlängern -, dass wir hier Dinge präjudizieren und sie nachher nicht mehr zu dieser Gesamtschau oder zu diesem Gesamtpaket zusammenführen können. Ich bin froh, dass man den Termin jetzt einheitlich auf Ende 2007 festgelegt hat. Ich möchte einfach darauf aufmerksam machen, dass man diese Präjudizierungsfrage eben immer im Auge behalten muss.

Nun, das Ziel muss es ja sein, dass wir im ganzen Auftritt eine effizientere Organisation haben, auch effizientere Strukturen. Das heisst, ich würde mich dagegen wehren, wenn man jetzt einfach an allen bestehenden Instrumenten etwas herumschraubte und am Schluss beim Bisherigen bliebe. Was für mich ganz entscheidend ist: Wir müssen mit dieser Schweiz, mit den Produkten zu einem einheitlichen Auftritt kommen. Ich möchte hier schon darauf hindeuten. Es wird immer wieder gesagt - ich glaube, der Herr Bundesrat hat es gesagt -: Man kann nicht Maschinen, Käse, Tourismus und Wirtschaftsstandort mit dem Matterhorn verkaufen. Ich habe das nie gesagt und bin auch nicht dieser Meinung. Aber es geht um die Frage der Marke Schweiz. Ich meine: Es ist notwendig, dass wir diese Marke Schweiz definieren, dass wir die Inhalte definieren. Es ist notwendig, dass wir bei all diesen Auftritten die Marke Schweiz auch transportieren. Dazu braucht es endlich einen seriösen Markenprozess, und dieser Markenprozess ist bisher nicht entwickelt worden. Das ist eine Hausaufgabe, die eine Voraussetzung ist, wenn wir dann über Zusammenführen und Auftritte sprechen. Im Moment läuft es einfach so, dass x Agenturen - und jede Agentur will anders auftreten als eine andere Agentur - verschiedene Auftritte produzieren. Es liegt mir sehr am Herzen, das hier deutlich zu machen. Es ist keine Rede davon, hier jetzt die Marke Schweiz mit dem Matterhorn zu identifizieren, sondern es geht um einen seriösen Markenprozess.

Nun zu dieser Vorlage: Es ist für mich klar, das Standortmarketing hat eine grosse Bedeutung. Es ist wichtig, dass man diese Auftritte koordiniert, und es ist für uns im Moment natürlich auch ein bisschen ein Sachzwang, zu dieser Übergangslösung Ja zu sagen. Aber ich lege grossen Wert darauf, dass Ende dieses Jahres dann eine eingehende Diskussion darüber geführt wird, mit welchen Strukturen und mit welchen Auftritten wir diese Arbeiten in Zukunft bewältigen.