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Brändli Christoffel · Ständerat · 2005-06-02

Brändli Christoffel · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2005-06-02

Wortprotokoll

Wir haben ja vor rund einem Jahr über den Auftritt der Schweiz im Ausland diskutiert. Wir haben den Auftrag erteilt, hier innert dreier Jahre koordinierend zu wirken. Heute haben wir eine chaotische Situation mit ausserordentlich vielen Organisationen, mit einem nicht einheitlichen Auftritt. Man muss im Rahmen dieses Beschlusses auch jenen Beschluss sehen.

Ich erlebe das bei Schweiz Tourismus. Es scheint mir richtig zu sein, dass der Bund im Ausland eine Plattform anbietet, auf welcher dann z. B. die touristischen Organisationen auftreten können. Das gilt natürlich auch für das Standortmarketing im wirtschaftlichen Bereich: Die Schweiz nimmt an einer Messe teil und bietet den kantonalen Wirtschaftsförderungen eben die Möglichkeit, bei solchen Auftritten unter einem einheitlichen Auftritt mitzumachen. Das wird also ausdrücklich begrüsst. Es macht keinen Sinn, wenn jeder Kanton irgendeine Aktion im Ausland macht. Von daher meine ich also, dass diese Grundidee des Standortmarketings richtig ist und auch weitergeführt werden sollte - unabhängig davon, ob wir mit der anderen Frage jetzt schon weiter sind oder nicht. Ich finde es auch richtig, dass man das jetzt vorläufig für zwei Jahre verlängert.

Man muss allerdings festhalten, dass wir in diesem Bereich, also beim Auftritt der Schweiz im Ausland, nach wie vor allzu viele Organisationen haben: allzu viele Organisationen, die mit völlig unterschiedlichen Erscheinungsbildern auftreten. Es gibt also kein einheitliches Erscheinungsbild. Ich glaube, dass man hier - bei allen Auftritten, die vom Bund mitfinanziert werden - wie bei einem Markenprozess eine Marke Schweiz transportieren sollte. Diese Arbeit ist ja im Gang, und ich hoffe natürlich, dass sie recht rasch dem Parlament vorgelegt wird.

Nun kann man, Herr Kollege Schiesser, natürlich schon über die Höhe des Betrages diskutieren. Man kann sagen, den Österreichern gehe es besser, sie beschäftigten 900 Leute in diesem Bereich, und was weiss ich was alles. Aber wir beschäftigen sicher auch 900 Leute in diesem Bereich. Wenn Sie all die Organisationen, die heute ineffizient Auftritte organisieren, zusammenzählen, dann kommen Sie darauf, dass wir auch so viele Leute im Einsatz haben. Das Problem, das wir haben, ist eben, dass wir in diesem Bereich eine völlig ineffiziente Tätigkeit ausüben. Ich bin froh, wenn Herr Bundesrat Deiss doch etwas zur Frage sagt, wann dieses Gesamtkonzept kommt. Ich bin natürlich mit der Aussage einverstanden, dass man für diese zwei Jahre jetzt zweimal die 17 Millionen Franken sprechen muss, damit dieses Standortmarketing weitergeht, aber ich erwarte schon, dass man nachher die Mittel konzentriert, effizient einsetzt und für die Auslandauftritte dann auch einen entsprechenden Markenauftritt der Schweiz organisiert.