Loepfe Arthur · Nationalrat · 2005-12-06
Loepfe Arthur · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2005-12-06
Wortprotokoll
Im Zusammenhang mit dem neuen Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen wurde vereinbart und entschieden, dass ab 2008 das Beratungswesen an die Kantone übergehen wird. Es macht wenig Sinn, kurz vorher die Beiträge an die Kantone, die das jetzt noch vorzunehmen haben, zu kürzen.
Die Gründe sind die folgenden: Es geht vor allem um die intensive Beratung, die in der Landwirtschaft nötig ist. Es geht um die neue Agrarpolitik, die natürlich auch erklärungsbedürftig ist und für die die Landwirte Hilfe und Unterstützung im Sinne der Beratung brauchen, um diese Umstellung erfolgreich anzugehen. Mit der Umstellung auf mehr Markt, vielleicht aber auch auf mehr Ökologie kommt viel Neues auf die Landwirte zu. Deshalb ist Beratung notwendig. Es geht also auch darum, den Bauern den Weg in die Zukunft zu zeigen, ihnen zu helfen, diesen zu finden.
Dazu kommt heute auch die Sozialberatung. Wenn Sie die Sozialberatung in der Landwirtschaft nicht auf diesem Weg machen, wird es über die normale Sozialberatung laufen müssen, und das wird nicht billiger sein.
Wie erwähnt geht diese Beratungstätigkeit 2008 sowieso an die Kantone über, und es wäre deshalb nicht richtig, diese Abmachung zwei Jahre vorher zu brechen.
Ich bitte Sie, dem Bundesrat, dem Ständerat und der Minderheit zuzustimmen.