Lexipedia

Maissen Theo · Ständerat · 2005-12-05

Maissen Theo · Ständerat · Graubünden · Christlichdemokratische Fraktion · 2005-12-05

Wortprotokoll

Wenn ich auf alles Antwort geben möchte, müsste ich jetzt natürlich alles wiederholen, was ich einleitend bereits gesagt habe. Ich verzichte darauf.

Ich möchte beim Schluss beginnen, bei Kollege Jenny, betreffend die Typenwahl. Ich habe Ihnen dargelegt, dass es letztlich ein konzeptioneller Entscheid war. Es wurden beide Fluggeräte grundsätzlich als taugliche, als mögliche Varianten angesehen, und dann hat die Bestellerin - die Armee - eine Präferenz in Bezug auf die Gleichartigkeit des Cockpits gesetzt. Wir haben uns eingehend damit auseinander gesetzt, und ich muss sagen: Angesichts der Komplexität, die die Fluggeräte heute haben, leuchtet es mir ein, dass es erstens von der Sicherheit her besser ist, wenn die Piloten mit gleichartigen Flugzeugen ausgebildet werden und dann auch fliegen, und dass zweitens bei der Schulung Einsparungen gemacht werden können. Es wurde uns glaubhaft vorgerechnet, dass wir bei der Schulung jährlich einen Betrag im Bereich von 4,3 Millionen Franken sparen, wenn wegen der Gleichartigkeit der Cockpits weniger Flugstunden auf den Super Puma respektive Cougar geflogen werden müssen. Wir können einen Teil der Flugstunden mit dem neuen EC 635 durchführen, weil mit der Gleichartigkeit der Cockpits eine ähnliche Art des Fliegens gegeben ist.

Dann gibt es natürlich Diskussionspunkte, auf die ich überhaupt nicht eingegangen bin, weil ich dachte: Wenn man die Rechnungen sieht, leuchtet es jedem Mann und jeder Frau ein, dass man so nicht rechnen kann.

Kollege Jenny hat das Schreiben von einem Herrn Gartmann, das alle erhalten haben, erwähnt. Darin wurde die Rechnung gemacht, dass die Ausbildung der Helikopterpiloten, so, wie es die Luftwaffe heute macht, 6,7 Millionen Franken koste. Wenn man eine Variante mit einer zivilen Flugschule nehme, koste sie nur 220 000 Franken. Wenn man diese Zahlen sieht, muss man sich ja überlegen, ob da etwas nicht stimmt. Die wenigen Zahlen, die man hat, [PAGE 1008] zeigen, dass das nicht stimmen kann. Die Absender des Schreibens rechnen hinten in der Beilage einfach die gesamten Abschreibungskosten und die Folgekosten auf, das sind 33,4 Millionen Franken, und dann teilen sie das durch fünf oder sechs Helikopterpiloten, die auszubilden sind. Sie übersehen dabei, dass diese Helikopter auch noch für anderes als die Schulung gebraucht werden. Das sind Transporthelikopter; die Schulung ist nur ein Teil. Man kann aber nicht alles einer Nutzung anrechnen. Andere sagen, die Transporte seien viel zu teuer. Herr Jenny, Sie als Unternehmer wissen, dass man so nicht rechnen darf. Ich habe diese Rechnung gar nicht erwähnt, weil ich davon ausging, dass diese so durchsichtig sei, dass es sich nicht lohne, sich damit auseinander zu setzen.

Nun noch kurz zum Antrag der Minderheit II (Béguelin): Er hat in Bezug auf das Management der Helikopterflotte generell ein anderes Konzept vor Augen. Man kann sich überlegen, ob man das einmal so angehen will. Aber ich denke nicht, dass jetzt, beim Ersatz der Alouette III, der Zeitpunkt dafür da ist. Das heutige System hat sich an und für sich, auch von der Ausbildung her, bewährt; es hat sich aufgrund der Abklärungen gezeigt, dass das System so zweckmässig ist. Dazu kommt, dass der Simulator, der hier auch zur Diskussion steht, während rund 40 Wochen im Jahr für die Ausbildung benutzt wird.

Aufgrund der Sachverhalte, die hier gegeben sind, und aufgrund der gründlichen Abklärungen, die gemacht worden sind, ersuche ich Sie also nochmals, der Mehrheit der Kommission zuzustimmen.