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Forster-Vannini Erika · Ständerat · 2005-12-15

Forster-Vannini Erika · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2005-12-15

Wortprotokoll

Ich möchte auch nicht verlängern, aber es sind doch auch einige Voten gefallen, die mich erstaunen. Transparenz zu schaffen ist wichtig, auch möchte ich niemandem, der sich jetzt hier dagegen wendet, mangelnde Transparenz vorwerfen.

Aber ich habe schon Probleme, wenn man ausführt, dass die Atmosphäre und der Stil dieses Rates davon abhängen, ob die Gesamt- oder Schlussabstimmungen öffentlich gemacht werden. Ich habe auch Probleme, wenn man sagt, dass wir unser Abstimmungsverhalten ändern würden im Wissen darum, dass es ein Rating gibt und dass man uns dann auf einer bestimmten Skala auflisten kann. Wenn wir uns von diesem Rating beeinflussen lassen, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Ob ich jetzt ganz aussen rechts oder ganz aussen links oder irgendwo in der Mitte aufgelistet bin - ich stimme so ab, wie ich es für richtig halte, und ich stehe für dieses Abstimmungsverhalten auch gerade. Diese Argumente machen mir etwas Mühe.

Ich kann verstehen, wenn man sagt, man könne dann allenfalls geneigt sein, den Kanton anders zu vertreten. Dies immer mit Blick auf ein Rating.

Aus meiner Sicht schwingt aber irgendwie die Angst mit, dass das "Stöckli" nicht mehr das "Stöckli" wäre. Ich bin jetzt seit zehn Jahren hier, und ich muss Ihnen sagen, dass das "Stöckli" bleibt, wie es ist, auch wenn wir diesen Abstimmungsknopf haben. Auch da denke ich, hängt das nicht von diesen Knöpfen ab. Ich bin überzeugt, dass wir bis in vier, fünf oder zehn Jahren auch hier drin per Knopfdruck abstimmen werden; und kein Mensch dem nachtrauern wird, dass wir nicht mehr mit Handerheben unsere Stimmabgabe bekannt geben.