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Forster-Vannini Erika · Ständerat · 2006-09-20

Forster-Vannini Erika · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2006-09-20

Wortprotokoll

Ich bitte Sie, nochmals zuzuhören. Zum Ersten: Wir haben eben von den Kollegen Jenny und Kuprecht gehört, dass sie sich für die Frauen eingesetzt haben, die zu Hause ihre Verantwortung wahrnehmen. Ich möchte an dieser Stelle deutlich machen, dass es der Kommission nie darum ging, Frauen, die zu Hause ihre Verantwortung wahrnehmen, und Frauen, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen wollen, gegeneinander auszuspielen. Beiden Gruppen von Frauen - ob sie zu Hause sind und dort ihre Verantwortung wahrnehmen oder ob sie ihre Verantwortung im Beruf und zu Hause wahrnehmen - ist grosser Respekt entgegenzubringen. Ich möchte das hier nochmals klar festhalten. Ich habe beim Votum von Kollege Kuprecht auch nicht empfunden, dass er damit meinte, Frauen sollten zurück an den Herd, sondern er wollte eben auch den Frauen, die zu Hause bleiben, Respekt entgegenbringen.

Zum Zweiten: Es wurde von Herrn Kuprecht und Herrn Jenny gesagt, dieser Kredit sei nicht notwendig, weil bewiesen sei, dass diese Krippenplätze eigentlich nur geschaffen würden, weil Geld zur Verfügung gestellt werde. Zu Beginn des Programms wurde ja gewünscht, dass bei Halbzeit eine Evaluation durchzuführen sei. Ich habe bereits in meinem Eintretensvotum dargelegt, dass es dazu Berichte gibt. Diese bestätigen, dass die Finanzhilfen eine wichtige Funktion während der Phase des Aufbaus oder Ausbaus einer Krippe oder eines Hortes spielen.

Es ist erwiesen, dass zu Beginn eher weniger Projekte gemeldet wurden, weil es eben Zeit braucht, bis diese Projekte durchgeführt werden können - vor allem auch deshalb, weil es darum geht, dass diese Betriebe auch nach der Anfangsphase fortgeführt werden können. Dazu braucht es Zeit, damit die Finanzen auch für die Zeit danach gesichert werden können.

Ich möchte Sie aus diesen Gründen bitten, der Mehrheit zuzustimmen. Ich denke, damit verfolgen wir den richtigen Kurs. Es ist wichtig, dass wir auch ein Signal setzen, dass wir unsere Versprechen einhalten wollen. Deshalb bitte ich Sie, dem Betrag von 120 Millionen Franken zuzustimmen.