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Schwaller Urs · Ständerat · 2006-12-20

Schwaller Urs · Ständerat · Freiburg · Christlichdemokratische Fraktion · 2006-12-20

Wortprotokoll

Erlauben Sie mir ein letztes Mal heute, ganz kurz etwas zur Schafwolle zu sagen. Vor vielleicht fünf oder sechs Jahren habe ich einmal die Inlandwollzentrale in Niederönz besucht und mich vor Ort über Annahme, Sortierung und Verkauf von Inlandwolle informieren lassen. [PAGE 1240] Ich habe dabei festgestellt, dass ein Betrieb für das Sortieren, für das Lagern und für die Aufbereitung von Wolle in der Schweiz nur zu halten ist, wenn der Bund - das heisst wir - bereit ist, eine solche Organisation finanziell zu unterstützen. Es kann ja nicht sein, dass wir inskünftig die heute noch verarbeiteten hundert Tonnen Schafwolle in der Kehrichtverbrennungsanlage verbrennen.

Ich werde deshalb für den Minderheitsantrag stimmen und lade Sie ein, das Gleiche zu tun und damit einen Beitrag für eine sinnvolle Verwertung mindestens eines Teils der Schafwolle zu leisten. Wenn man weniger Schafe will und den abnehmenden Trend der letzten Jahre noch verstärken will, so ist nicht am Schluss, sondern am Anfang der Produktionskette anzusetzen, und zwar indem man die Direktzahlungsbeiträge überprüft. Wir bezahlen heute für die Schafhaltung ohne die Flächenbeiträge noch rund 38 Millionen Franken pro Jahr. Wenn man also weniger Schafe will, ist da anzusetzen. Man kann aber nicht diese Beiträge hochhalten und am Schluss das an sich wertvolle Produkt, nämlich die Schafwolle, ganz einfach verbrennen.