Bieri Peter · Ständerat · 2006-12-20
Bieri Peter · Ständerat · Zug · Christlichdemokratische Fraktion · 2006-12-20
Wortprotokoll
Ich bitte Sie noch um einen Moment Ihrer Anwesenheit. Es geht um die Verabschiedung geschätzter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdienste.
Zuerst darf ich Herrn Michel Chassot verabschieden. Am Ende der 38. Legislatur, im Herbst 1970, ist Michel Chassot in die Parlamentsdienste eingetreten. Er gehörte nicht zu den Mitarbeitern, die oft vor den Kulissen zu sehen waren. Auf die Ergebnisse seiner Arbeit waren wir aber bei jeder unserer Sitzungen angewiesen, war er doch als eigentlicher "Fahnenfachmann" zuständig für die Herstellung der für uns [PAGE 1268] so wichtigen synoptischen Tabellen, unserer "dépliants". Seinem geschärften Blick und seiner Aufmerksamkeit entging kaum eine Ungereimtheit.
Vor 36 Jahren waren die Parlamentsdienste noch eher mit einer Grossfamilie vergleichbar, was für die Mitarbeitenden keine Spezialisierung auf eine ganz bestimmte Aufgabe zuliess. So amtete Herr Chassot ab und zu als stellvertretender Sekretär der damaligen Militärkommission, begleitete die Kommission für öffentliche Bauten auf ihrem allerersten von fast unzähligen Besuchen im Schloss Prangins - der heutigen Filiale des Landesmuseums -, wirkte als Protokollführer in verschiedenen Kommissionen, übersetzte Medienmitteilungen und verlieh der Korrespondenz seiner deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen den nötigen eleganten französischen Schliff. Bei Bundesratswahlen hat er zudem mit viel politischem Gespür die Platzreservationen auf den Tribünen vorgenommen, was stets eine schwierige Aufgabe war.
Herr Chassot geht nach 36 Dienstjahren in den Parlamentsdiensten in Pension. Wir danken ihm herzlich für seinen langjährigen und kompetenten Arbeitseinsatz. Wir hoffen, dass er seine Freizeit vermehrt mit seinen Enkelkindern, mit Joggen und Zugfahren verbringen und seine bemerkenswerten geografischen Kenntnisse erweitern kann. Für die Zukunft, Herr Chassot, wünschen wir Ihnen von Herzen alles Gute, viel Glück und gute Gesundheit. (Beifall)
Ein weiterer Mitarbeiter der Parlamentsdienste wird uns im Februar 2007 verlassen, um in den Ruhestand zu treten: Herr Pierre Jeanneret, Sekretär der Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie. Herr Jeanneret ist im Jahr 1978 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in den damaligen Dokumentationsdienst eingetreten. Nach der Reorganisation der Parlamentsdienste im Jahr 1989 wurde er Sekretär der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. 1998 hat er seine heutige Funktion übernommen. Herr Jeanneret hat seine Tätigkeit begonnen, als die Unterlagen im Parlamentsgebäude noch mit mechanischen Hermes-Schreibmaschinen geschrieben wurden. Er hat sich stets dafür eingesetzt, den technologischen Fortschritt auch für die Kommissionen des Parlamentes nutzbar zu machen. Auch seine Sprachgewandtheit wird uns in bester Erinnerung bleiben. Wir danken Herrn Jeanneret für seinen langjährigen Einsatz für das Parlament. Wir kennen seine Liebe zu den Bergen und wünschen ihm, dass er vom nächsten März an noch häufiger als Tourenleiter des Schweizerischen Alpenclubs und auch als Privatmann an schönen Exkursionen teilnehmen kann. Herr Jeanneret, ganz herzlichen Dank für Ihre langjährige Mitarbeit bei uns im Parlament! (Beifall)
Frau Josy Bongard, Garderobiere im Ständerat und Begleiterin bei Bundeshausführungen, wird uns altershalber auf Ende dieser Session verlassen. Während rund zwölf Jahren hat Frau Bongard ihre Arbeit mit viel Freude und Engagement zur allseitigen Zufriedenheit erfüllt. Wir werden sie vermissen, vor allem die Westseite dieses Rates. Für ihre langjährige und wertvolle Mitarbeit danken wir Frau Bongard bestens. Wir wünschen ihr für den neuen Lebensabschnitt weiterhin gute Gesundheit und Wohlergehen. Herzlichen Dank, Frau Bongard! (Beifall)
Seit fünfzehn Jahren ist das Team der Firma Audio- und Videoservice Brantschen zuständig für die Beschallung. Im Ständerat waren dies namentlich die Herren Urs Balmer, Paul Schweizer, Robert Nüesch und Willy Weibel. Sie alle, ursprünglich Ingenieure und Techniker und jetzt pensioniert, haben ihre schwierige Aufgabe stets mit grosser Konzentration und dem nötigen Enthusiasmus erledigt. Mit dem altersbedingten Rückzug von Herrn Brantschen und seiner Mitarbeiter geht somit auch eine kleine Ära zu Ende. Im Namen dieses Rates und vor allem der Vizepräsidenten, die die Herren jeweils als Sitznachbarn hatten, und auch im Namen der Parlamentsdienste möchte ich mich für das Engagement und für ihre hervorragende Arbeit ganz herzlich bedanken. Für die Zukunft wünschen wir Ihnen allen viel Glück und eine gute Gesundheit! (Beifall)
Am Ende dieser Session wird Paul Saner aus Altersgründen aus dem Bundessicherheitsdienst austreten. Seit 1999 hat er an über vierzig Sessionen, inklusive der Sondersessionen, mitgewirkt. In diesen acht Jahren leitete er die Gruppe Session und leistete seinen Dienst jeweils zur vollsten Zufriedenheit aller. Auf den gleiche Zeitpunkt hin werden vier weitere Mitarbeiter aus dem Sicherheitsdienst verabschiedet. Es sind dies Herr Josef Kilchör, beim Bundessicherheitsdienst seit der Frühjahrssession 1999, Herr Karl von Gunten, dabei seit 1999, Herr Hansueli Bigler, ehemals Weibel, und Herr Ernst Gilgen, der seit der Wintersession 2001 mit dabei ist. Diesen Herren möchten wir ganz herzlich danken; wir waren froh, dass wir uns immer derart sicher fühlen konnten! (Beifall)
Etwas ungewohnt, am Mittwochnachmittag um 15 Uhr, spät im Advent und schon unmittelbar vor der Weihnachtszeit, geht unsere Session zu Ende. Nach unserem baulich bedingten, jedoch für das kulturelle und regionale Zusammengehörigkeitsgefühl besonders wichtigen Wechsel in den romanischsprechenden Landesteil haben wir uns entgegen vieler Prognosen im Bundeshaus wieder relativ schnell heimisch gefühlt, dank der grossartigen Leistungen der am Umbau des Bundeshauses beteiligten Personen. Unser Dank gilt an dieser Stelle all jenen Planern und Handwerkern, die dies ermöglicht haben. Wer noch kurz vor der Session die Baustelle besichtigen konnte, hat sich einen derart gut funktionierenden Ratsbetrieb kaum vorstellen können.
Wiederum ist es uns gelungen, ein reich befrachtetes Sessionsprogramm - wenn auch nicht vollständig, so doch in einem sehr grossen Umfang - erfolgreich zu Ende zu beraten. Einmalig in dieser Session ist sicher auch die Tatsache, dass es dem Parlament mit seinen beiden Kammern dank seriöser Arbeit und dem Willen der Räte zur persönlichen Zurücknahme gelungen ist, das Budget in der ersten Runde vollständig zu bereinigen. Das ist ein Kompliment an den Bundesrat, an seine Verwaltung und an die beiden Ratskammern. Wie auch Umfragen in der Bevölkerung bestätigen und wir an dieser Session zeigen konnten, funktioniert der Staat Schweiz so schlecht nun auch wieder nicht, ganz im Gegenteil.
Am Jahresende geht mein Dank auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdienste. Darf ich für einmal unsere Sekretärin erwähnen? Elisabeth Barben hat als Stellvertreterin und mit einem Neuling als Präsidenten für Sie alle und für mich beste Arbeit geleistet. (Beifall)
An dieser Stelle entbiete ich auch unserer Kollegin Christiane Brunner, die diese Woche nicht an unseren Sitzungen teilnehmen konnte, unsere besten Wünsche zu ihrer vollständigen Genesung.
Ich entlasse Sie aus dieser Session und verbinde dies mit meinem herzlichen Dank für Ihre Kollegialität und Loyalität, mit meinen besten Wünschen zum Weihnachtsfest und zum neuen Jahr, in dem Ihnen allen Glück und Segen beschieden seien. (Beifall)
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Schluss der Sitzung und der Session um 15.00 Uhr
Fin de la séance et de la session à 15 h 00
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