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Leuthard Doris · Bundesrat · 2007-03-13

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2007-03-13

Wortprotokoll

Es ist so: Wenn Sie Strukturveränderungen haben, dann heisst das ja nicht, dass alles beim Alten bleibt, sondern dann heisst es eben, dass sich die Struktur verändert. Das heisst, ein Preisdruck besteht, Betriebe werden vom Markt verschwinden. Das ist so, und das ist ja genau das, was der Bundesrat sagt.

Wir haben jetzt seit fünfzehn Jahren eine Reduktion der Anzahl Betriebe entsprechend der Reduktion der Anzahl der Einkommen. Das ist der Strukturwandel, der unumgänglich ist. Man kann darauf reagieren, indem man sagt, man stelle sich dem nicht, man versuche nicht, kompetitiver zu werden; oder dann buttert man mehr Geld hinein. Wir hatten solche Strukturwandel z. B. im Bereich der Textilindustrie oder der Uhrenindustrie; diese Bereiche mussten gewaltige Strukturveränderungen mitmachen, das zum grössten Teil ohne staatliche Hilfe. Sie haben es geschafft, weil sie auf den Markt reagiert haben, weil sie mit ihrer Produktion umgestellt und den Kunden ins Zentrum ihrer Politik gestellt haben. Unsere Bäuerinnen und Bauern tun das; ich bin sehr überzeugt von ihrer Leistungsfähigkeit. Auf die Zahlen, die wir vorweisen können und die zeigen, was sie an Produktivität erreicht haben, auf die dürfen sie doch stolz sein.

Ich bin überzeugt, dass es ja auch kein Strukturwandel ist, der bis zum Tag null weitergeht, an dem es keine Betriebe mehr gibt. Es geht darum, das Gleichgewicht zu finden im Hinblick auf die Anzahl der Betriebe, die produktiv und kompetitiv auf dem Markt ihre Produkte anbieten und auch in einem internationalen Umfeld bestehen können. Dahin führen wir die Landwirtschaft mit dem bisherigen Tempo und ohne Verschärfung, aber auch ohne Bremse.