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Zemp Markus · Nationalrat · 2007-03-14

Zemp Markus · Nationalrat · Aargau · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-03-14

Wortprotokoll

Ich muss Herrn Kollege Pelli korrigieren. Er hat unseren Antrag völlig falsch verstanden. Es geht nicht darum, dass wir der Tierzuchtbranche Geld geben, damit sie Forschung betreiben kann; das ist tatsächlich nicht unsere Aufgabe. Ich bitte Sie, auch wenn die Beratungen heute schon lange andauern, das doch noch zur Kenntnis zu nehmen.

Es geht um Folgendes: Die ETH Zürich hat den Bereich Grundlagenforschung Tierzucht fallenlassen. Es gibt derzeit nicht einmal mehr ordentliche Professuren, es gibt keine Doktoranden mehr usw. Im Pflanzenzuchtbereich gibt es das noch. Die eidgenössischen Forschungsanstalten machen im Bereich Tierzucht ebenfalls keine Forschung. Wir stehen in der Zucht vor grossen Innovationen, die weltweit gemacht werden, es geht um markergestützte Selektion. Bis jetzt ist die Tierzucht - die Rinderzucht und die Schweinezucht - in der Schweiz komplett in bäuerlichen Händen. Wir sind nicht abhängig von international tätigen Organisationen. Wir brauchen jetzt aber diese Genomforschung, die wir dann für die Selektion benützen. Das ist Grundlagenforschung. Hier haben wir derzeit keine Möglichkeiten, die Sache ist sehr teuer; und wir möchten mit dieser Ergänzung in Artikel 141, dass der Bund bei der Finanzierung von Projekten mithilft. Denn wenn wir das nicht an unseren Universitäten machen können, dann gibt es auch keine Mitfinanzierung des Staates. Wir werden Projekte ausschreiben und sie international vergeben müssen. Der Unterschied ist eben folgender: Wenn wir keine universitäre Forschung in diesem Bereich in der Schweiz haben, liegt die Finanzierung bei 100 Prozent und nicht wie sonst üblich vielfach nur bei 50 Prozent. Dass die angewandte Forschung durch die Branche selber finanziert wird, ist selbstverständlich, das haben wir schon immer so gemacht.

Wir bitten Sie also, hier der Mehrheit zu folgen.