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Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · 2007-03-19

Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · Appenzell A.-Rh. · 2007-03-19

Wortprotokoll

Zur ersten Frage: Es ist natürlich so, dass die Zinsdifferenz zum Euro nach wie vor 1,5 Prozent nominal beträgt: 1,5 Prozent. Das ist der Stand von heute Mittag.

Zur zweiten Frage: Nicht wahr, die Schweiz hat unter anderem auch deshalb eine so gute Inflationssituation, weil sie einen sehr grossen Ertragsbilanzüberschuss von 16 Prozent des BIP hat. Das stellt unserer Volkswirtschaft ein sehr gutes Zeugnis aus. Es beweist auch, dass wir in unserem Land eine anhaltend hohe Sparneigung haben. Die Zinserhöhung der Nationalbank dient ja nicht dem Erreichen des Wachstums, sondern der Stabilisierung. Und im Augenblick können wir noch keine kurzfristigen Bremsspuren erkennen, sondern es ist nach wie vor eine Normalisierung.

Die Nationalbank hat schon bei der letzten Zinserhöhung angekündigt, dass sie sich auf dem Weg der Normalisierung befindet, dass sie die Preisstabilität garantieren will. Das kann sie unter anderem, indem sie eben mithilft, die Inflation tief zu halten. Das waren und sind die Wirkungen der neuerlichen Zinserhöhung. Daher kann man einige Tage nach diesem Entscheid noch keine Werturteile abgeben, insbesondere, was die von Ihnen erfragten Auswirkungen bezüglich des Wachstums betrifft.