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Glanzmann-Hunkeler Ida · Nationalrat · 2007-03-22

Glanzmann-Hunkeler Ida · Nationalrat · Luzern · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-03-22

Wortprotokoll

Seit unser Sohn letztes Jahr die RS absolviert hat, haben wir zuhause wieder eine Ordonnanzwaffe gelagert. Darüber bin ich nicht gerade erfreut. Und dieses seltsame Gefühl teile ich mit vielen Frauen in der ganzen Schweiz.

Der Antrag der Minderheit Banga, die Waffen nicht nach Hause nehmen zu lassen, geht für mich in die richtige Richtung. Mit der Petition der "Anabelle" haben ja sehr viele Mitbürgerinnen dieses Begehren unterstützt. Ich sehe aber auch die Anliegen der unzähligen Schützenvereine in der ganzen Schweiz, die - ich denke zum Teil berechtigt - Mühe haben mit diesem Antrag, weil sie ihre Vereinstätigkeit gefährdet sehen.

Ich bin froh, dass der Ständerat seine Sicherheitspolitische Kommission mit der Prüfung der Frage beauftragt hat, keine Munition mehr nach Hause zu geben. Dies wäre ein erster Schritt, um Affekthandlungen mit der Ordonnanzwaffe zu unterbinden. Um Affekthandlungen geht es ja auch, wenn wir von den Gefahren dieser Waffen sprechen.

Ich würde es aber auch begrüssen, wenn für die Ordonnanzwaffen eine andere Lösung gefunden würde und die Lagerung zentral oder auf jeden Fall nicht mehr in den Privathaushalten erfolgen könnte. Allerdings müssten dann Ausnahmen oder spezielle Regelungen für die aktiven Schützen erarbeitet werden.

Ich werde den Antrag der Minderheit Banga unterstützen, auch um ein Zeichen zu setzen, dass hier eine vernünftige Lösung erarbeitet werden soll.