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Tschümperlin Andy · Nationalrat · 2007-09-25

Tschümperlin Andy · Nationalrat · Schwyz · Sozialdemokratische Fraktion · 2007-09-25

Wortprotokoll

Der Zusatzkredit "Umbau und Sanierung Parlamentsgebäude" erhält von der SP-Fraktion Zustimmung. Selbstkritisch müssen wir aber feststellen, dass Anpassungen und Projekterweiterungen, die in der Ausführung zurückgestellt werden mussten, jetzt ausgeführt werden. Die Innenausbauwünsche haben wir zum Teil selber zu verantworten; zusätzliche Leistungen erfordern eben auch entsprechende Mittel. Wichtig erscheint uns, dass die Projektkommission jeweils in Absprache mit der Verwaltungsdelegation aufgezeigt hat, wenn zusätzliche Bedürfnisse aufgetreten sind. Teilweise war dies der Fall in der Intensivbauphase, in der man im Stadium des Rohbaus schnell handeln musste.

Erkenntnisse aus den Planungen haben zu sinnvollen zusätzlichen Wünschen geführt. Diese wurden vor allem von den Benutzern geäussert, aber es kamen auch einige vonseiten der Denkmalpflege oder der Gebäudeversicherung hinzu. Bei der ganzen Diskussion darf nicht vergessen werden, dass dieses Parlamentsgebäude wahrscheinlich eines der komplexesten Gebäude ist, die der Bund je umgebaut hat. Die Lärm- und Staubbelastungen erfordern, dass der Kommissionsbetrieb bis zu den Sommerferien 2008 teilweise auswärts organisiert wird. Die SP-Fraktion unterstützt das Anliegen, dass diese Ausweichräume weiterhin in Bern zur Verfügung stehen.

Erfreut konnten wir an der Sitzung der KöB Anfang September feststellen, dass der Minergiestandard bei der Sanierung des Bundeshauses West annähernd erreicht wird und dass er bei der Gebäudesanierung Inselgasse 1 in Bern, bei der Gesamtsanierung des Hauptgebäudes der Hochschule des Bundesamtes für Sport in Magglingen, bei der Sanierung der vier Hauptgebäude der Forschungsanstalt Agroscope in Zürich-Affoltern und bei der Erweiterung, Sanierung und Nutzungsänderung des Gebäudes Fellerstrasse 21 in Bern vollständig erreicht wird. Dadurch können die Betriebskosten nachhaltig gesenkt und die CO2-Emissionen zusätzlich verringert werden. Aufgrund einer Motion der KöB aus dem Jahr 2000 gilt dieser Massstab für Bauten des Bundes.

So weit, so gut - heute sind wir aber im Jahr 2007. Jetzt müssen weitere Schritte folgen. Zur nachhaltigen Senkung der Emissionen muss in Zukunft der Minergie-P-Baustandard umgesetzt werden. Dieser bezeichnet und qualifiziert Güter, die einen noch tieferen Energieverbrauch haben. Analog zu Minergie stellt auch Minergie P hohe Anforderungen an das Komfortangebot und auch an die Wirtschaftlichkeit. Am Energiegipfel der SP im Eawag-Gebäude in Dübendorf am letzten Samstag haben wir eindrücklich erlebt, dass auch dieser Baustandard zum gleichen Preis wie bei normalen SIA-Bauten in die Praxis umgesetzt werden kann. Mit der parlamentarischen Initiative 07.432 haben wir die Gelegenheit, dem Bundesrat diese Zielsetzung zu erteilen.

Die SP-Fraktion stimmt sowohl dem Bundesbeschluss über Bauvorhaben und Grundstückserwerb der Sparte Zivil wie auch dem Bundesbeschluss über einen Zusatzkredit "IT-Investitionen Infrastruktur" für das neue Rechenzentrum der Bundesverwaltung zu.

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