Kaufmann Hans · Nationalrat · 2007-09-26
Kaufmann Hans · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2007-09-26
Wortprotokoll
Auch unsere Fraktionsvertreter in der WAK haben sich grossmehrheitlich für Festhalten am nationalrätlichen Beschluss, d. h. für 186 Millionen Franken, ausgesprochen. Der Rahmenkredit ist ja erst vor zwei Jahren erhöht worden. Wie die jüngsten Tourismuszahlen zeigen, reicht dieses Geld sehr wohl aus, der Tourismus floriert, wir haben bis Juli 3,6 Prozent mehr Übernachtungen gehabt.
Auch für uns ist die Frage der Kompensation natürlich von einiger Bedeutung. Bekanntlich ist ja die Landwirtschaft immer ein Puffer für solche Übungen, und ich möchte nicht, dass die Landwirtschaft dann wieder um 9 Millionen Franken zu kurz kommt.
Die Minderheit hat als Begründung für die höheren Beiträge die Inflation ins Feld geführt. Ich habe das rasch überprüft: Wenn ich auf die 10 wichtigsten Länder schaue, die immerhin 78 Prozent der Übernachtungen stellen - die Schweizer selbstverständlich inbegriffen -, dann stelle ich fest, dass die Inflation in diesen Ländern im Durchschnitt eher bei 1 Prozent als bei diesen 10 Prozent liegt, wie es beispielsweise vom Ständerat in die Welt gesetzt wurde. Viel wichtiger wäre, die Währung zu nennen. Hier gibt es eine Verteuerung, aber gerade die Währung bringt es ja, der starke Euro führt dazu, dass wir vor allem auch von Touristen aus diesen Ländern einen starken Zuwachs haben.
Zum Schluss noch eine Bemerkung, die ich mir nicht verkneifen kann. Manchmal frage ich mich wirklich: Warum sollen wir eigentlich ständig mehr Geld für den Tourismus ausgeben, wenn wir die Touristen gleichzeitig wieder mit höheren Visumgebühren, mit höheren Flughafengebühren, mit teureren Autobahnvignetten abstrafen? Wir sollten uns eigentlich einmal entscheiden, ob wir Touristen wollen oder nicht.
Ich bitte Sie also, der Mehrheit Ihrer WAK zuzustimmen, d. h., 186 Millionen Franken für die Tourismusförderung zu sprechen.