Hofmann Hans · Ständerat · 2000-10-04
Hofmann Hans · Ständerat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2000-10-04
Wortprotokoll
Gestatten Sie, dass ich noch ganz kurz etwas erwidere: Ich habe hier kein Problem. Ich verstehe die Welt auch noch mit diesem Minderheitsantrag. Ich bin für die Marktöffnung, für den freien Markt. Ich habe gesagt: Wenn Sie den kleinen Unternehmen schneller günstigere Preise geben wollen, dann lassen Sie doch den Kunden den Strom dort kaufen, wo es ihm beliebt, und verlängern Sie nicht das Monopol des Endverteilers.
Ich gebe zu: Diese kleineren Marktöffnungsschritte sind am Anfang ein Schutz für die Stromproduzenten, weil die Stromproduzenten von Anfang an unter Druck geraten. Wenn wir grossen Stadtwerken die Möglichkeit geben, den Strom in einem grösseren Umfang auf dem freien Markt einzukaufen, dann leiden die Überlandwerke. Aber die Überlandwerke sind Besitzer von vielen Wasserkraftwerken und bleiben dann auf dem Strom sitzen, und am Schluss sind wir alle die Leidtragenden.
Die vom Bundesrat beschlossenen Marktöffnungsschritte, die einen Kompromiss darstellen, der ausgehandelt worden ist, sind der richtige, der pragmatische Weg; denn niemand in Europa will oder macht das, was jetzt die Mehrheit unserer UREK will.
Ich bitte Sie daher noch einmal, dem Antrag der Minderheit zuzustimmen.