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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2000-10-04

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2000-10-04

Wortprotokoll

Wenn der Endverbraucher aus der Steckdose Strom bezieht, kann er natürlich nicht wissen, was das jetzt für Strom ist; der berühmte "Astrosep" - das wäre der Atomstromseparator - wurde noch nicht erfunden. (Heiterkeit) Das Ganze ist eigentlich eine buchhalterische Angelegenheit. Der Verkäufer von Energie kann z. B. einfach sagen, er biete 10 Prozent Sonnenenergie, 20 Prozent Windenergie, die aus dem Neuenburger Jura stamme, und 60 Prozent Energie aus Wasserkraft an. Die Garantie, wohin dieser Strom geht und zu wieviel Prozent er aus welcher Steckdose herauskommt, gibt es nicht. Aber es wäre die Garantie, dass dieser Strom eingekauft und ins Netz eingespiesen worden ist. Darum geht es eigentlich. Wenn die Konsumentinnen und Konsumenten bereit sind, für Windenergie, Sonnenenergie, Kompostenergie, Erdenergie und was es sonst noch gibt einen höheren Preis zu bezahlen, kann es für sie langfristig schon von Interesse sein zu wissen und die Garantie zu haben, dass so und so viel Energie dann auch tatsächlich auf dem Netz ist, wenn sie dafür schon mehr bezahlen.