Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2007-12-17
Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2007-12-17
Wortprotokoll
Zwischen 1997 und 2006 hat sich die Qualität der geschützten Moore in der Schweiz deutlich verschlechtert: Über ein Viertel der Moore ist [PAGE 1921] trockener geworden, in einem Viertel der Moore hat die Nährstoffversorgung zugenommen, und fast ein Drittel ist von Verbuschung und Einwaldung betroffen.
Um dem entgegenzuwirken, müssen die Moore dringend regeneriert werden. Heute fördern vielfach Gräben und Drainageröhren die Entwässerung der Moore und stören den natürlichen Wasserhaushalt. Um die Lebensbedingungen in den Mooren zu verbessern, hat das Bundesamt für Umwelt in den Programmvereinbarungen mit den Kantonen für die erste NFA-Periode, die Periode 2008-2011, den Schwerpunkt auf Regenerationsmassnahmen gelegt. Entlang der Moore sollen ausreichend breite Pufferzonen eingerichtet werden, um den übermässigen Nährstoffeintrag - beispielsweise aus angrenzenden Wiesen und Weiden - zu stoppen. Die entsprechenden Flächen werden in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft ausgeschieden. Das Bundesamt für Landwirtschaft und das Bundesamt für Umwelt prüfen, ob und - wenn ja - mit welchen finanziellen Anreizen, zum Beispiel bei den Direktzahlungen, die Einrichtung solcher Pufferzonen gefördert werden kann.