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Studer Heiner · Nationalrat · 2007-06-21

Studer Heiner · Nationalrat · Aargau · EVP/EDU Fraktion · 2007-06-21

Wortprotokoll

Ich bringe die gegenteilige Position zum Ausdruck, zuerst mit einem ganz herzlichen Bun dì an unsere Ratspräsidentin und einem etwas zurückhaltenden Bun dì an unseren Herrn Bundesrat. Letzteres wäre ebenso herzlich wie jenes an die Ratspräsidentin, wenn er und der Bundesrat als Ganzes sich nicht einfach verweigert hätten. Nun hoffe ich trotzdem, dass Bundesrat Couchepin nicht einfach weiter in der Totalopposition verharren wird, sondern doch ein paar Schritte macht; als Vertreter einer Minderheit wäre das für ihn ja naheliegend.

Ich habe im Italienischunterricht, der nicht allzu lange dauerte, erlebt, dass man auf Italienisch oder Französisch das Gleiche, was man auf Deutsch so trocken sagt, mit viel mehr Emotion sagen kann. Deshalb möchte ich namens der drei EVP-Vertreter die Zustimmung zum Eintreten und zu diesem Gesetz in einem Satz auf Italienisch wie folgt geben:

I rappresentanti del Partito evangelico popolare salutano con entusiasmo questa legge sulle lingue nazionali e sulla comprensione tra le comunità linguistiche. Und ich möchte gerne Folgendes auf Französisch ergänzen:

J'ai avancé l'idée que chacune et chacun qui s'exprime dans cette salle le fasse dans une autre langue nationale que sa langue maternelle. Ce serait très intéressant si chacune et chacun essayait ici, avec l'aide de collègues qui parlent une autre langue, de dire quelque chose dans une langue qui n'est pas la sienne.

Aber weil ja der Nichteintretensantrag auch von Herrn Füglistaller kommt, der ein Mit-Aargauer ist, muss ich es ihm auf Deutsch sagen; sonst würde er zwar vermuten, was ich ihm sagen will, aber er versteht es besser auf Deutsch, weil wir so miteinander debattieren. Sie, Herr Füglistaller, haben gesagt, es sei ein "unnötiges Gesetz", und wir seien nicht glaubwürdig, wenn wir dem Gesetz zustimmen würden. Was die Glaubwürdigkeit betrifft, ist das immer so eine Sache: Es ist immer einfach, den anderen Unglaubwürdigkeit zu unterstellen. Nun weiss ich von Ihnen, dass Sie gegen jedes mögliche und unmögliche Gesetz kämpfen; wenn es unmögliche sind, dann bin ich einverstanden, aber Sie kämpfen auch gegen gute Gesetze. Für mich ist mit den Jahren der Eindruck entstanden, das sei eine neue Ideologie des prinzipiellen Neins, nur weil es ein Gesetz sei. Wir müssen uns hier nun fragen: Bringt dieses Gesetz konkrete Schritte zugunsten eines Anliegens, die notwendig sind, oder nicht? Wir, die Vertreter der EVP in diesem Rat, sind überzeugt, dass dieses Gesetz in der Formulierung der Mehrheit ein gutes und nötiges Gesetz ist.

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