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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2008-03-19

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2008-03-19

Wortprotokoll

Ich sage das Folgende einfach, damit Herr Inderkum nicht denkt, wir würden vor lauter anderweitigen Problemen dieses an sich berechtigte Anliegen nicht sehen.

Die Schwierigkeiten, die wir in der Antwort auf die Interpellation geltend gemacht haben, sind eigentlich zweierlei Natur: Das eine ist das Finanzielle. Das ist eine Schwierigkeit - wir haben es in der Antwort ja schon gesagt -, weil der Autoverlad dann faktisch nur in den Stosszeiten zum Zug käme. Ausserhalb der Stosszeiten würden die Leute fröhlich unten durch fahren. Weil der Autoverlad auf die Stauzeiten - z. B. an Ostern - beschränkt wäre, wäre der Aufwand, der nötig ist, um ihn einzurichten und zu betreiben, unverhältnismässig gross. Das ist das eine Problem, das wir sehen. Das andere: Auch wenn man ihn jetzt für einen ständigen Betrieb einrichten würde, würden die Zufahrts- und Abfahrtsrampen das ohnehin enge Tal und seine Bewohner belasten.

Aber wir wollen das Problem in Zusammenhang mit der Sanierung des Tunnels angehen, und vielleicht ergibt sich dann ja eine Lösung, die in Spitzen- und Notzeiten wieder aufgegleist werden kann. Sie haben damals nach dem Unfall, als der Gotthardtunnel gesperrt wurde und man das einzurichten versuchte, gesehen, dass es eine relativ lange Anlaufzeit braucht, bis so was funktioniert. Die Bahn kann also nicht immer parat sein und den Autoverlad von einem Tag auf den andern auf die Beine stellen. Aber bei der Sanierung des Tunnels haben wir eine genügend lange Anlaufzeit. Und dann möchten wir in diesem Projekt auch Ihr Anliegen prüfen, nämlich die Frage, wie man den Autoverlad so einrichten kann, dass man ihn später zumindest in einzelnen Zeitabschnitten benutzen kann.

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