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preparatory:AB 87773

Goll Christine · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-03-18

Wortprotokoll

Sie haben, Herr Borer, vorhin in Ihrem Votum in larmoyanter Art die Zahlen zitiert - und dies erst noch falsch. Ich zitiere sie Ihnen richtig: Im Jahre 2007 bezogen Männer eine durchschnittliche AHV-Rente von 1724 Franken, Frauen bezogen im Jahre 2007 eine durchschnittliche AHV-Rente von 1776 Franken.

Ich gebe zu, Herr Borer, Sie waren nicht der Einzige, der sich hier für eine falsch verstandene Gleichstellung ins Zeug gelegt hat. Es waren in der ganzen Eintretensdebatte auch verschiedene andere Votanten und Votantinnen, die mit diesem Vergleich, mit den Zahlen des letzten Jahres zu den durchschnittlichen AHV-Renten, eine weitere Erhöhung des Frauenrentenalters gerechtfertigt haben. Sie wissen ganz genau: Es war das erste Mal, dass die AHV-Renten der Frauen leicht höher lagen als diejenigen der Männer. Aber wenn Sie den Durchschnitt anschauen, dann sehen Sie, dass immer noch ein Grossteil der Leute keine Maximalrente erreicht.

Zur Erinnerung jetzt nochmals zur Geschichte: Bei der 10. AHV-Revision, die in diesem Hause 15 Jahre lang debattiert wurde, wurde immer wieder versprochen: Wir erhöhen jetzt zwar das Frauenrentenalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre, werden dafür aber nachher, bei der 11. AHV-Revision, sofort eine Flexibilisierung für alle einführen. Das ist bis heute nicht geschehen, Herr Borer; das hat dieses Parlament heute einmal mehr unter den Tisch fallen gelassen. Deshalb sage ich Ihnen heute noch einmal deutlich: keine weitere Frauenrentenalter-Erhöhung ohne soziale Flexibilisierung für alle - auch für Sie, Herr Borer.