Lexipedia

Graf-Litscher Edith · Nationalrat · Thurgau · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-09-17

Wortprotokoll

Ein Miteinander von Schul- und Komplementärmedizin ist ein grosser Wunsch der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung, und diesen Wunsch und dieses Bedürfnis nimmt die SP ernst.

Erinnern wir uns: Die Initiative und der direkte Gegenvorschlag umfassen vier zentrale Punkte. Im ersten Punkt geht es darum, dass die fünf Methoden, die aus der Grundversicherung gestrichen wurden und welche - und das ist ganz wichtig - durch Ärztinnen und Ärzte mit entsprechender Zusatzausbildung angewendet werden, wieder in die Grundversicherung kommen. Der zweite Punkt ist, dass der Heilmittelvielfalt Sorge getragen wird. Der dritte Punkt, der bezüglich Sicherheit und Qualität der Behandlungen für Patientinnen und Patienten zentral ist, betrifft eine notwendige eidgenössische Berufsprüfung, damit die Leute die Spreu vom Weizen trennen können. Damit die Komplementärmedizin aber neben der Schulmedizin auch angemessen berücksichtigt werden kann, ist die Forschung und Lehre in diesem Bereich auszubauen. Dies und nichts mehr wollen die Initiative oder eben der direkte Gegenvorschlag.

Im Sinne der Patientinnen und Patienten und eines Miteinanders von Schul- und Komplementärmedizin bitte ich Sie im Namen der SP-Fraktion: Stimmen Sie dem Gegenvorschlag zu, damit Bund und Kantone zukünftig im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Komplementärmedizin berücksichtigen.