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Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2008-09-29

Wortprotokoll

Bei der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft geht man davon aus, dass drei Viertel der Energie aus regenerativen Energien stammen und maximal ein Viertel aus fossilen Energien, was noch einer Tonne CO2 entspricht. Der Anteil an Holzenergie bei den erneuerbaren Energien wird dabei auf 40 Prozent geschätzt. Die 2000-Watt-Gesellschaft weist, als eine generelle Vision, in das nächste Jahrhundert. Die erste Etappe des Szenario IV unserer Energieperspektiven - das wäre bis 2035 - beschreibt den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft konkreter. Bezüglich der Bedeutung von Holz beziffert dieses Szenario den Anteil am dannzumaligen Energieverbrauch auf rund 600 Petajoule. Das wäre eine Steigerung auf etwa das Doppelte des heutigen Holzenergieeinsatzes und würde einer vollständigen Ausschöpfung des heute geschätzten Holzenergiepotenziales entsprechen. Ungewiss ist dabei die Entwicklung der Nachfrage nach Bau- und Industrieholz; ebenso unsicher ist, für welche Anwendungen das Energieholz zum Einsatz kommen wird: Wärme, Strom oder Treibstoff? Die bereits heute deutlich zunehmende Konkurrenz zwischen all diesen Anwendungen wird sich noch akzentuieren. Eine wesentliche Rolle werden dabei die zukünftigen Marktpreise für Holz spielen.