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Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2008-09-15

Wortprotokoll

Herr Maissen, ich teile Ihre Auffassung. Es gab Interventionen meinerseits; dies weniger, weil Auslandeinsätze mit finanziellen Nachteilen verbunden gewesen wären - ich glaube, das war nicht das Problem -, sondern vielmehr, wobei das letztlich aufs Gleiche hinauskommt, weil die Leute ihre Karrieren unterbrechen und ins Ausland gehen mussten. Bei ihrer Rückkehr waren ihre früheren Stellen besetzt. Jetzt ist es unsere klare Absicht - ich kämpfe zusammen mit der Armeespitze seit Jahren dafür -, dass es, wenn der Dienst gut und erfolgreich geleistet wird, eher karrierefördernd als karrierehindernd sein soll. Es ist wie ein Auslandaufenthalt für einen Konzernmitarbeiter: Wenn ein Erfahrungsgewinn festgestellt werden kann, führt das nicht zu einer Behinderung der Karriere. Ich teile also Ihre Auffassung und nehme dieses Anliegen gerne nochmals auf.

Zu Herrn Kuprecht: Ich begreife sein Bemühen, das Gesetz letztlich optimiert durch die Schlussabstimmung zu bringen. Man sollte nicht davon ausgehen, dass permanent Leute dazu gezwungen werden müssen, ins Ausland zu gehen. Die Erfahrungs- und Erlebniswerte sind durchaus positiv. Allerdings haben wir in Spezialbereichen gelegentlich auch einen Personalnotstand, der dann überbrückt werden muss. Die Aufenthalte sind von relativ kurzer Dauer. Ein normales Auslandengagement dauert sechs Monate; für Spezialisten ist es wesentlich kürzer. Für Mechaniker und andere Spezialisten gibt es, Irrtum vorbehalten, dreiwöchige Aufenthalte. Sie kommen immer wieder an den gleichen Ort, aber für die Familien und das persönliche Umfeld ist es so [PAGE 547] wesentlich erträglicher, als wenn es für eine längere Zeit wäre.

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