Fehr Mario · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2009-03-19
Wortprotokoll
Ich glaube, es ist wichtig, bei diesem Artikel die Buchstaben a und b gemeinsam zu betrachten. Es geht hier um zwei wichtige Grundziele: Zum einen steht im Gesetz, dass wir Kulturgüter erhalten, d. h. sammeln und bewahren, sollen, und zum andern sollen wir diese Kulturgüter auch vermitteln.
Die Kommission hatte den Eindruck, dass sich die Formulierung von Herrn Kunz dahingehend auswirkt, dass die Museen und Sammlungen quasi zum Selbstzweck dargestellt werden. Es geht aber um die inhaltliche Vermittlung dessen, was in den Museen stattfindet. Was sehr wichtig ist und worauf Herr Mörgeli zu Recht hingewiesen hat: Es gibt in der Schweiz nicht nur eine Kultur, in der Formulierung von Artikel 2 Buchstabe b werden die Kulturen denn auch in der Mehrzahl erwähnt. In der Formulierung von Herrn Kunz würde diese Erwähnung der Kulturen wegfallen. Die Mehrzahlform "Kulturen" ist ein Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt und zu den verschiedenen Kulturen der Schweiz, wie sie Herr Mörgeli in seinem Eintretensreferat erwähnt hat.
Deshalb raten wir Ihnen, hier bei der Kommissionsmehrheit zu bleiben. Die Kommission hat sich mit 12 zu 7 Stimmen bei 1 Enthaltung für diese Fassung entschieden.