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Bigger Elmar · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2009-04-28

Wortprotokoll

Ich spreche zum Antrag der Mehrheit zu Artikel 36a.

Die Minderheit will eine naturnahe Gestaltung und Bewirtschaftung der Gewässerräume. Das bedeutet für das von der Landwirtschaft genutzte Land, dass der Gewässerraum [PAGE 653] Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt bietet. Naturnah heisst, dass der Gewässerraum nicht nur aus Gras, sondern auch aus Büschen und Hecken bestehen soll. Das bringt für die Landwirtschaft aber einen grösseren Bewirtschaftungsaufwand, als wenn der Raum extensiv genutzt wird. Zudem wäre eine naturnahe Bewirtschaftung teurer als eine extensive Bewirtschaftung. Die SVP-Fraktion befürwortet deshalb den Antrag der Mehrheit.

Wir von der SVP sind der Meinung, dass die Fruchtfolgefläche berücksichtigt werden müsste, denn sie hat für uns eine grosse Bedeutung. Wir möchten eine Stärkung der Fruchtfolgefläche. Wenn wir sie nicht berücksichtigen, besteht die Gefahr, dass mit dem Land in diesem Gebiet sehr grosszügig umgegangen wird. Der zusätzliche Satz bietet die Sicherheit, dass nicht noch mehr Land verschwindet. Das Kulturland ist das einzige nichtgeschützte Gut; es ist höchste Zeit, ihm Schutz zu geben, denn in der Schweiz wird pro Sekunde ein Quadratmeter Kulturland verbraucht. Mit der Fruchtfolgefläche kann ein Beitrag zum Schutz des Kulturlandes geleistet werden.

Aus diesen Gründen bitte ich Sie, der Mehrheit zuzustimmen.