von Siebenthal Erich · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2009-04-29
Wortprotokoll
Mit dem Postulat 08.3430 verlange ich, dass in der neu dreijährigen Berufsausbildung zum Landwirt nicht vom ersten Lehrjahr an alle drei Jahre vertraglich sichergestellt sein müssen. Warum?
Die Lernenden absolvieren jedes Lehrjahr auf einem anderen Betrieb und gehen dabei öfter über die Sprachgrenzen hinaus. Unter diesen Umständen kann es sein, dass es nicht möglich ist, alle drei Jahre so früh unter Vertrag zu stellen. Obschon der Bundesrat das Postulat ablehnt, hat man mit einigen Kantonen eine Lösung gefunden, die diesem Anliegen entgegenkommt: Kantonale landwirtschaftliche Organisationen, zum Teil Schulen, übernehmen die Verantwortung und helfen mit, wenn bei Beginn des ersten Lehrjahres nicht alle drei Lehrverträge abgeschlossen sind, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt abgeschlossen werden können. So hat man die Gewähr, dass alle drei Lehrjahre vertraglich geregelt werden. Ich möchte den Zuständigen in den Kantonen beliebt machen, für den Lehrvertragsabschluss für das zweite Lehrjahr mindestens bis Dezember des ersten Lehrjahrs Zeit zu geben. Das Ziel muss sein, dass die Berufsausbildung zum Landwirt auch in Zukunft für den Lernenden wie für den Ausbildner praxisnah und unkompliziert erfolgen kann.
Weil es in den Kantonen sichtbare Anzeichen dafür gibt, dass sie das Anliegen des Postulates umsetzen wollen, ziehe ich mein Postulat zurück.