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Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2009-06-08

Wortprotokoll

Wir erachten eine gute Anbindung der Schweiz an das französische TGV-Netz und insbesondere an Paris als sehr wichtig. Mit den Infrastrukturinvestitionen im Rahmen der HGV-Anschlüsse hat die Schweiz die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen. Die Investitionen in die Hochgeschwindigkeitsanschlüsse im Jurabogen dienen ebenfalls einer Beschleunigung auf der Verbindung Lausanne-Paris; daraus resultiert eine Fahrzeiteinsparung von mehr als 15 Minuten. Die betroffenen Schweizer Kantone Neuenburg und Bern und die französische Region Franche-Comté setzen sich für den Erhalt der Verbindung Bern-Dôle-Dijon-Paris ein. Für den Verkehr auf diesen Strecken sind jedoch die Bahnen zuständig. In diesem konkreten Fall geht es um die Betreibergesellschaft Lyria, die zu 74 Prozent der SNCF gehört; die übrigen 26 Prozent sind im Besitz der SBB. Gemäss den strategischen Zielen des Bundes für die SBB muss diese den Fernverkehr eigenwirtschaftlich betreiben. Die Verbindung Bern-Neuenburg-Paris weist eine geringere Auslastung aus als die anderen Verbindungen zwischen der Schweiz und Paris, zudem ist die Anzahl der Reisenden auf dieser Verbindung seit der Eröffnung des TGV-Est, also der Verbindung Basel-Strassburg-Paris, weiter zurückgegangen, im letzten Jahr um 5 Prozent. Daraus ergibt sich: Ab Bern kann man heute entweder direkt via Neuenburg nach Paris reisen oder via Basel. Und auf beiden Reiserouten dauert die Fahrt rund viereinhalb Stunden. Ab Basel gibt es immerhin täglich vier Verbindungen nach Paris.