Stadler Hansruedi · Ständerat · Uri · Fraktion CVP/EVP/glp · 2009-05-27
Wortprotokoll
Ich bin ganz offen: Ich gehöre zu den wenigen, die in dieser Frage bis heute eigentlich nicht fixiert sind. Ich hatte und habe durchaus grosses Verständnis für Ziffer 2 der Motion der WAK-NR. Ich darf auch sagen: Wenn der Rückweisungsantrag nicht zustande gekommen wäre, hätte ich dieser Ziffer 2 zugestimmt.
Natürlich verstehe ich die Wut - die Etikettierung der Parlamentsmitglieder als Laien! -, aber ich sage Ihnen auch ganz offen: Das kann man beiseitewischen. Mir sind Laien, die professionell handeln, eigentlich lieber als vermeintliche Profis, die laienhaft handeln, ein Grossunternehmen ins Verderben reiten und damit auch den schweizerischen Staat in eine unmögliche Situation manövrieren.
Damit auch dies klar ist: Ich finde es richtig, dass wir beim Vergütungssystem Schranken errichten, aber ich bin mir nicht sicher - und darin unterscheide ich mich zum Teil von Ihnen -, wie diese Schranken aussehen sollen. Herr Kollege Luginbühl, ich habe etwas Mühe damit, wie die ganze Angelegenheit eskaliert. Auch wenn ich für Schranken bin, so bin ich doch nicht bereit, jeder Motion zuzustimmen. Ich bin nicht bereit, eine Motion nur als Ventil zu benutzen, um meinen Unmut kundzutun. Ein tauglicher Ansatz ist für mich nach wie vor, das bitte ich zur Kenntnis zu nehmen, die Motion 09.3020 des Nationalrates für ein gerechtes Vergütungssystem mit umsichtigem Risikomanagement. Diese Motion haben wir eben angenommen.
Noch eines: Auch wenn ich grundsätzlich für ein Vergütungssystem mit Schranken bin, so bin ich doch auch der Überzeugung, dass es in bestimmten Bereichen und bei bestimmten Leuten einen Kulturwandel braucht. Ich werde der vorliegenden Motion aber nicht zustimmen.