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AB 98831

Gutzwiller Felix · Ständerat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2009-06-04

Wortprotokoll

Ich verdanke die Antwort. Sie genügt mir durchaus und zeigt auch die Richtung an.

Ich glaube, es ist ja klar, wenn man an die heisse Kontroverse um diese Ratings denkt und daran, wie sie damals in der Presse abgehandelt wurden, dass es bei einer solchen Anfrage nicht darum gehen kann, gegen eine eigentliche Evaluationskultur anzutreten. Es scheint mir sehr wichtig, dass wir eine weitentwickelte Evaluationskultur haben, aber es ist auch klar, dass solche Vergleiche und Analysen möglichst adäquat durchgeführt werden sollen. Deshalb bin ich froh, dass der Bundesrat klar festhält: Solche Analysen sind willkommen, allerdings muss man ihre Aussagekraft entsprechend relativieren beziehungsweise diese Analysen richtig würdigen. Das soll vor allem auch in Zukunft geschehen; das ist der zweite Punkt. Mit anderen Worten: Wir wollen eine Evaluationskultur; aber sie soll auf sauberen Analysen und einer entsprechenden Evaluationstechnik beruhen.

Ich bin sehr froh, dass der Bundesrat die Problematik sieht, dass solche Analysen nicht dazu führen dürfen, dass es verschiedene Flüsse von Studierenden gibt. Es darf beispielsweise nicht zu sozialen Phänomenen der Art kommen, dass bessergestellte Kinder sozusagen in die besseren Gymnasien gehen würden und sich dann eine soziale Abstufung [PAGE 527] bilden würde. Das kann sicher nicht das Ziel solcher Evaluationen und natürlich auch nicht des Bildungsauftrages sein.

In diesem Sinn: Besten Dank für die Antwort. Wir sind gespannt auf die nächsten Evaluationen, auf die verbesserte Auflage, die dann wohl vorgelegt wird.