Baulinienplan Felbenmaadbüchel
Plan d'utilisaziun spezial · Oberriet (SG)
Document
- Numer
- 2019-2662
- Gener
- Plan d'utilisaziun spezial
- Vischnanca
- Oberriet (SG)
- Chantun
- St. Gallen
- Nivel
- Vischnanca
- Autoritad
- Gemeindeverwaltung
- Decidì
- 10-08-2015
- Approvà
- 12-11-2019
- Publitgà
- 09-09-2015
- En vigur dapi
- 12-11-2019
- Funtauna
- ÖREBlex, chantun St. Gallen
Karte
5 Planinhalte, aus den Nutzungsplandaten des Kantons (geodienste.ch).Ganze Karte öffnen
Datotecas
GenehmigungsverfügungIn neuem Tab öffnen
Text
Genehmigungsverfügung
Kanton St.Gallen
Baudepartement
Baudepartement, Amt f ilr Raumentwicklung und Geoinformation, LãmmlisbrunnenslGsse g, 9001 St.Gallen
A-Post
Gemeinderat Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
12. November 2019
Geschäft Nr. 15-7763 Gemeinde St.Gallen: Genehmigung von Gemeindeerlassen
Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte Sie haben uns in Nachachtung von Art. 31 des Baugesetzes vom 6. Juni 1972 (nGS B, 134; abgeküzt BauG) folgende Erlasse zur Genehmigung eingereicht: a
Ganzen Text zeigen
a
Deponieplan Felbenmaadbüchel (Deponieplan nach Art. 28bis BauG, Baubewilligung nach Art. 28quinqui"" BauG) Baulinienplan Felbenmaadbüchel
(Gewässerraumfestleg ung )
I Ausgangslage
Die Politische Gemeinde Oberriet plant im Gebiet Felbenmaadbüchel, im Bereich zwischen dem heutigen lndustriegebiet Felbenmaadbüchel und dem Naturschutzgebiet Hilpert, auf einer Fläche von rund 6.6 ha eine lnertstoffdeponie für ausschliesslich unverschmutztes Aushubmaterial zu realisieren. Das Volumen der gesamten Ablagerung beträgt rund 140'000 m3 (Festmass). Weil in diesem Bereich frtiher Lehm entnommen wurde, liegt das Gebiet heute rund 3.5 m tiefer als die angrenzende Umgebung. Die Endgestaltung der Deponie soll die Geländeform in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherstellen.
Als ökologische Ausgleichsmassnahmen sollen ca. 1.6 ha Landwirtschaftswiese in Magenrruiese umgestaltet werden und ca. 0.15 ha Hecken und ca. 120 Bäume gepflanzt werden. Der Tüflöchligraben wird zudem zwischen m 250 und m 660 revitalisiert. Bei m 660 reguliert ein Stauwehr den Wasserspiegel unter anderem für die Förderung der Entwicklung eines Bruchwaldes im Naturschutzgebiet Hilpert. Das vom Tiefbauamt am 2. März 2016 genehmigte Wasserbauprojekt liegt bei. Da diese Anlagen teilweise im Wald liegen, ist auch eine Zustimmung des Kantonsforstamtes erforderlich, die am 22. Dezember 2015 efolgte und ebenfalls beiliegt.
15 7763
114
Der Gemeinderat hat den Deponieplan und den Baulinienplan am 10. August 2015 erlassen und 9. September bis B. Oktober 2015 öffentlich aufgelegt. Einsprachen sind nicht eingegangen.
2 Enlrägungen
Gewässerraum a) Mit dem Baulinienplan Felbenmaadbüchel soll im betroffenen Gebiet der erforderliche Gewässerraum nach Art. 41a der Gewässerschutzverordnung (SR 814.201; abgekürzt GSchV) definitiv festgelegt werden. Dies erfolgt ab Laufmeter M 250 bis zur Schwammstrasse.
b) Ab M 220 bis M 250 verläuft das Gewässer offen. Dazu ist der Gewässerraum künftig noch festzulegen. Ab M 220 bis zum Rheintaler Binnenkanal kann auch nach Beurteilung der betroffenen kantonalen Fachstellen (Amt für Wasser und Energie / Amt für Natur,
Jagd und Fischerei) auf die Ausscheidung eines Gewässerraums vezichtet werden. Dieser Verzicht muss künftig noch grundeigentümerverbindlich erfolgen. Zwischenzeitlich gelten somit ab dem Binnenkanal bis M 250 die Übergangsbestimmungen zur Anderung der Gewässerschutzverordnung vom 4. Mai 2011. O kolog i sche Au sg le ichsfl äch e n
c) lm Deponieplan werden Magenruiesenflächen als ökologische Ausgleichsflächen ausgeschieden. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen sind solche ökologischen Ausgleichsflächen dauerhaft zu erhalten. ln Art. 9 der besonderen Vorschritten ist die Erstellung dieser Magenruiesen festgelegt. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei hat verschiedentlich darauf hingewiesen, dass neben der Erstellung auch der Erhalt festzulegen ist. Daher ist Art. 9 der besonderen Vorschritten folgend zu ergänzen: "Die Pflege der Exte n sivwi esen lsf siche rzustel I e n. " d) Von dieser einschränkenden Verfügung ist die Gemeinde Oberriet als Grundeigentümerin der Grundstücke Nrn. 4515 und 5392 betroffen. Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs (Art. 15 Abs. 2 des Gesetzes über die Ven¡valtungsrechtspflege, sGS 951.1; abgeküzt VRP)wurde der Gemeinde mit Mailnachricht vom 20. September 2018 die Gelegenheit zur Stellungname angezeigt. Sie hat sich mit Mailnachricht vom 12. Juli 2019 einverstanden erklärt.
Abstimmung Baulinienplan e) Mit der Festlegung des Gewässerraums mit dem Baulinienplan Felbenmaadbüchel ist eine Anpassung des Überbauungsplans Felbenmaadbüchel (vom Baudepartement genehmigt am 21. Oktober 2004) erforderlich. Diese Anpassung liegt vor und wird separat genehmigt, da es sich dabei um einen Erlass nach dem neuen Planungs- und Baudepartement handelt (anderes Verfahren).
15 7763
214
Deponieplan als Baubewilligung f) Gemäss Art. 28quinquies Abs. 1 Bst. a BauG gelten Deponie- und Abbaupläne als Baubewilligung, wenn sie das Projekt gleich detailliert festlegen wie eine Baubewilligung Dies ist vorliegend der Fall. Anderungen im Baubewillgungsverfahren bedingen somit grundsätzlich ein Planverfahren. g) Die Errichtungsbewilligung für die Inertstoffdeponie des Amtes für Umwelt vom 18. Dezember 2015 liegt bei.
3 Dispositiv
ln Anwendung von Aft.174 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1; abgeküzt PBG), Art. 31 BauG und Art. 94 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1; abgeküzt VRP), Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang 6 der Ermächtigungsverordnung (sGS 141.41; abgeküzt ErmV) sowie dem Gebührentarif für die Staatsund Gemeindeven¡valtung (sGS 821.5) verfügt das
Baudepartement:
1. Der Deponieplan Felbenmaadbüchel wird im Sinne der Erwägungen genehmigt. 2. Art. 9 der besonderen Vorschriften zum Deponieplan Felbenmaadbüchel wird folgend ergänzt: "Die Pflege der Extensivwiesen ist sicherzustellen."
3. Der Baulinienplan Felbenmaadbüchelwird im Sinne der Erwägungen genehmigt. 4. Die Gebühren für diese Verfügung betragen Fr. 6'000.--. Die Gesamtgebühren für sämtliche kantonalen Verfügungen betragen Fr. 29'300.-.
Aufteilung der Gebühren: Deponieplan und Baulinienplan Geschäfte Nrn. 15-77631 14-32791 13-1126 Amt für Raumentwicklung und Geoinformation Fr. 6'000.-Errichtungsbewi igu ng I nertstoffdeponie II
Amt für Umwelt
Zustimmung Baute und Anlage im Wald
Kantonsforstamt
Wasserbauprojekt Geschäft Nr. 1 5-781 2
Tiefbauamt
15 7763
Fr. 22'600.--
Fr.
200.-
Fr.
500.--
3t4
Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Verfügung kann nach Art. 174 PBG, Art. 31 Abs. 2 BauG i.V.m. Art.47 Abs. 1 VRP innert viezehn Tagen seit Eröffnung Rekurs bei der Regierung erhoben werden. Freundliche Grüsse
Der Leiter des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation:
db.J Ralph Etter
Beilagen Genehmigte Erlasse (drei Planmappen) Zustimmung zu einer Baute und Anlage im Wald, Kantonsforstamt, vom 22. Dezember 2015 Errichtungsbewilligung lnertstoffdeponie, Amt für Umwelt, vom 18. Dezember 2015 Wasserbauprojekt Revitalisierung Tüflöchligraben, vom Tiefbauamt genehmigt am 2.Mär22016 Rechnung mit Einzahlungsschein Kopie Rechtsabteilung (einschliesslich Erlasse) Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (einschliesslich Erlasse) Amt für Umwelt und Energie (einschliesslich Erlasse) Kantonsforstamt Amt für Wasser und Energíe Tiefbauamt Amt für Natur, Jagd und Fischerei
15-7763
4t4
Plan
I
I
3107
I in
Legende
3110
Festlegungen
Q. »
Ganzen Text zeigen
S
Baulinie Gewässerabstand für Bauten und Anlagen Baulinie Gewässerabstand für Anlagen
3012
Va
o
*%.
Baulinie Gewässerabstand für Bauten
402795
©
60-
30
Ù1
3111
Zwischen Baulinien für Bauten und jenen für Anlagen sind - unabhängig der Frage ihrer Bewilligungspflicht - nur Anlagen zulässig, die für schwere Bauund Unterhaltsmaschinen keine Hindernisse darstellen und die befahren werden können, ohne dass dadurch grosse Kosten für die Wiederherstellung entstehen. Die angrenzende Uferbestockung bzw. deren künftiges Aufkommen darf nicht beeinträchtigt werden.
Sonderbauvorschrift
3013
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
3006
Öl
4^
Hinweise
©
672771
Weiher "ARA
n
Verzicht Gewässerraum
X
Gewässerraum gemäss Art. 41a GSchV
Strasse mit Asphalt-Belag
o
00
3046
Strasse mit Kies-Belag C
l) " ö o O 0 O°
o
>
f ë oo
I
0 0]
oo
>
Oo
00e o
O O>0
oo0 0 o b0
O o
> ° o ■o* o’ 0 0 .0o
C <
,O
x % OC O
0
OO w Q O ? .. o O C ,oO OO O730 OO O O< o O o O O< o o o O ° On o ,0 o 0 o o 0 ° o 0 0 o 0 o o 0 oO 00 >c ~o o o o 5 b O0 o O ° o c . 00 * so 0 0 X> 0O O° O 0 0 ce O
O >
3 OO O c O 0 ^ 0 O O: -, k o 0 o c
o<
o. >
>
■
02; o 0 0
<
>
(
.0
X.
>O
0 o>’ O<
%0
o o O
O O<
b 0 °° '0 e o w0 0o o O„ o 0 0 o< A A ° O n ° 'b ° o O ) 0 o o ° 3 'o b o
o o< -
b °
1
•0
■
;
7
_0
o
•
\
o
f
>0
>
:
o o
o> 0
« °» ' c o °
(
o
o
0“
.0
■oc
,
o
.0
>
-
> °o o c
Ofr
1.
- >°0 ° °
,
jo ^ W 5
'0 < W 0
°o
^ 9, 0 o OO OOo °o O 0„ 0 OC ° ° o „ o o „o °
„
„
o o O
<
0<
°
fr^ o o h >
o
>
■
b
0° o ° o O ° o o° 0 >Q ô o 0 o% b0 0 n ° o 0 0 o o T J ^ o _ .o „0 0 u 0 O O“ O0 ° o l'0 >0o 0 o o 0 f
O
o O ^ %° o
OoO % O
_ O O O UO ~ PO o O 0° n ° O° ° o 0 - 0 ° O O o o ° °o o o o oo O OO
^Ä % o °o o
>
»
OO
c>
W o
^oO
„
o ° O °°' o '0 % % o ° o o o
o
o
.0
O
o
(
;
_o
O
o
>
,
o< >
O
O°
,0
0
o<
° ° «o<
,o o V (
0 »cqUS/O- 0 0 , 0 ° o , ° ? O'O o ° C 9 P 9 r. ! o ° 5 A °O o ° O o ? % ° o o ° o o ° { OO <-bO<> 0 o 0 0 ° 0° 0 o o O° , S■xo o0.®00O^ 00° 0 7 o oó7®O “ °< o 0 ° 0<:o 0 O °j
O QO o o « X, . .. ob o o ' o 0 0 t , fo 'ì®x.'Ó ° o P'-fr -À-® c O<
OO
^o
oo
>
w O o O o o cL
>°O fr
oO O
O
5?.
>
>
> °O <
>
^ fr^ E °
>O
-Oo„Oo 0^ oX °o Oo WJ T
<
Oo-/
o o i
b
OO
X
rs
..o
o o
°
QqQ
3 O O
.o
O
>o
r
0 O
o
- O >oO 0
fr
<
n° .°ooO o Oo-O'
> "0 0 °% °
Oo ) O
^° 0O 0 n^°O0o QGO o o_o 0 o
G
1
.0
OOO°
° ° O nO O„ O o
<
o o o o 0,->^C 0 „0 > <
-
aO
-'° â a , b ■oc
l ° ' O o ° A0o“ o>O0 -
J
,0
.'O « o O O o Ofr OO U O qO 0 „O O o „O O „O ° O „.c o 0 o Po o 0 Q oo J o Ö 0 - 0 ° O ^O O--O o Oo O 0O Oo O Ç 0 “ -J—Q "À--- 0 -Q- •©'. > ~ o Q o o ° O OO O ^ Â ^ O O0 OoC Ofr
<
^ 7 0° 0
> 0 0 0 •o c 0
o<
>
<
C
_0
>
°o . .o
OO C
0°
o 0 0
5 O
Q
o< >
>
0 % 0 ' 0M o o ® ^> O °O <
0 0 oa0 0 o ° o o ®O0b - O . O( 'O c 7 o ° o < 7 o 0O %o O ° o<0o £° ® o °
°O „ 5 7o oo ° o u< 7J qg o ° o o> o < OO
Oo ° X.
,
i
0
. o
o
oO
,
00 °o 0 o °
c ..
O
OO O
<
O J
O<>
>
o^ »
0 >
0 0 >
0 0 o ° o c.0 (0c 0 ’
7 ° A oD OO OO °
o o
O „ ° O o O ° o O „O cO_o A O o 0 o o 0 % 0 ; o>o o o o ° o °
c
’
c
’ Oo Oo 0 0^ o0„o/ °o ° b o o o° o , - 07^o°0O°0o0Oo® 0 ° ° 0 ° O O° oO 0„ O° o0 o O'n o“ ° ’ ° ■ °o < o ’
° O O C7 % 0 0 0 % 0 C
>
oO o o °°0 0'o0v ô o c
>
OO «
>
>
I
< <
.o
.O O Ç 00 o
5o<5
t oo „go o c
o 0
1° °<o
>
o<
0°
.0
O °n
.0> o o °
-
o
Ofr
>
^o
“
° Ob / O O „° o .0O aoOO °„ o o 0° > ° ° 0 OA 0 , 0 - 0 o , o 0 >oo0! :oo oO0 ° Oo O° 0 o o o o< OO
>
>
o< >
> °o o c
P o OO
Ol
O
f r
-
o o o
7 0 xO’ ° o o
o
-P
■'° > O
■
■o
0
„0
O
■
O
„
o‘ 0OoOo d
O!
o°
■
Ofr
o 0
>
o o „o 0 o )O oc
A V o o o< o o0 % °
'0 e
0 ° .°
X ” ■
> o 0 o o 0 ° <0 7o o
d
' >
. -
,0 0 .
^3
Vo
>
>
-
<
1
>
l<Yns
;v -
3
o
-°
<
> 0 0 -0 ;
>° C
>
<
■
>
O O
i
O
V
„o oxOc O° O-O ■oc0 o O o3 0 0 ° ,O I ‘° o ' o b J o o Ol_o0 o0 b .>„ 0° 0 , 0o >, „°o o 0„ o0 d .0 -X O 0C >O >0 , 0 1 °'O o ■* o 0 00 0 0 c .,o ° O .0> o „o 'O O >o >0 ,0 o 0 Oo o -X 0 ° ,.Co C ■.O n ° ° « , . c'° ° o < o 0„ 0 0 0 O„U OA0bo °Ó Ofr oo Q O O< >0 ‘ O >0 O O 'o .0 ° ^ O 'O.0 c ^ > 0 >° o o c 0 0 . 0 o o o »° ° O7„ « c >0 O 0^0 .o>O '0 e 0 O_<JO ° '0 ° ; -, 'O O. { a 0 OO 7 % 7 ° o ,7 ° . P < o c -S° c ■P J> b Oo
O °J
OOJ
y O
,0 0 „Ö | a x Oa I O 0, 3 w O I
o îo ° ° ,■° -'° ,O 0 O O
5.00m j
n.
5.00m i
°
’ °<
77 jCD
©
o 0 .0 0
Ó
Mo
oxo c
3 °O O ° O
OO OO C
0 O Q
‘ O® o o OWO °
o or
■
î2 L o ® co °c
o
o3o % o ° % ®
V
o
o °7
o\ oo
_0
V
O Qc
Q
oo,
o ,0 ,
■o^boob'XS'oo o O o_ „
'
o
. o o OO
Oo
0 0 O A ~OOÄ0 O OO ° 0c o
o c > o °„o o
5O
o°
0
r
/Ì
o
0°
o o
O'-
o
NSG "Felbenmaadbüchel"
>oò C
.
o o o o ° ° o A o>vo 0’ 0„ 0 0 o O o u o
’
4M
o
Strasse
o o 0 o o , o c o Q„< b b ' oA o o■'0 o4 , o o c
,
C
o oc
°O
C
oO°° O7 o
) o
öoö
L ü 2 7 ’e^ o o 0 o„
O o
5.00m ;
■
* 19.00m
19.00m
000
A 00
<
/\
œ
« ° O , o A O Oo o O On o o„ o , ° OAO ° Q TxO °
00
.
ooo'
O
b
Q
Q
4
.
>
S X '
O O
’
<
^ °X« o O° O
00
3 0 0 o °<
O
o
oo
jO O
° < 5 o o q c
-V O o
°n °O 0
>0
<
o o o° °1 >0
CH
■
0<
Felbenmaadwe
-
O
0" >0 00' °
o
3 °'
<
>
574;
0-
^ o °- 0
o
‘
■
X
0) 0 o 0'
<
5560
'e
o o
7® '
’
O
>
o
0 o o <1
ô
<
<
7
•
o o Vo o .0 ■' o
o
5633
‘
■
<
>
q
o
0
o
7 o ° OO o ~ o o 0 o o J
o o ‘
o'
<
o 0 °o AV '
5740
O
<
(
C'
o o ■
-
, 0%0-oü“
TO „° Ö O o - Co e0 0 c P ou o o o O ( „O o o b o Ò o- „ O o o c 4 o O0 0 0 O0 0„ 0 0” bo „°c
5755
<
,
3
<
.
o
0’0 O %O
o o oo°0^o 0 0-0°. 0°° O o o 0 0 ° O o’bo OO o° y * 3oo ' O oobo, <5 * g0°0%o'AorO O >o00° o O obo - " “ f bo ,0 O o oo°0 |O0O o « ■ o t bo ,0„ y . ou o .00o o rOO O ö ö ■ ,0, OqO 0p a o o o O0 o-°°o 00. ° ° ® 01 O o cooAoV Too® “ ?4 ’®o „00 o o7 0 O o 0 o o2_o2a.a ob 0 °ö O h.o oQ
o'T-P
0
C
3 0 000 0 00 ° o % O0 0 0 ° o c O °
5590
K
3017
O° y ° ooboi * 50 00 ol a01 300 0°' Q 04 ’ i O° v co o o o bor * „00 bo c o Q 0fr d o° •P. u O oo OO Oo%<
o
>
'
>
o'
Ts, -sa ■». w. a
0O„y o © o oo 00 r
'■
'
■
o
>
7 0 0 0 % 77; > o% 0 7
9
>
^00
5.00m *
‘
° qOo°
<
f r
<
* ^ " 5^0 o O0 o o° o
O
<
e>
0
0 o ° 00, Co’o S/oo.
’
X-
•
' 7°
)
<
■
o 0 O QÖ Ä 0° 0
o ° o , „ o .o o ° IPQoOO AO OO O OO OqQoOo<
ob
0
o
<
DO<
0 ° bO, ò° -Oî . % oO7°° °Q o 0
<
o
o Of O
O °A
°
o O b o° CO. ■ii-- O.Ä.
O
O
0
O
o O
o o OM0O o o 0%o,■
O°Ao0 g 0 °O90r
P O 0 Oö,
- -
°7
o
<
<
Q
7
*
0„ o o ^ o0 00, 0 C
,
OO
X
C ,
<
>O r O O
9óoo'
0 <50 00 oü<
<
(
o o0 0O 0o o
> O 0 »O C 0 o o
56J
y
7°
OqO OO
it
p
OO
"o o
o „o o3.-.-
O
> 0
<
p
6087
Ä
o o o
3041
SÄ
\C
’^ o 0!
0 OOf
O o 0o/ / l°
> .
O o
o
o<■oc
^ ° > o .°" O
'O _Q (J °>
o
■ o o > o O °< 300 ° 0 ° 0 0 0 o
<K
à° \ OO
ooo°
>0 oc
n ‘ ■
o<
>O
o oo °o
oO 3
-.0
O
ro
>3
LO'
O'
o° fr
o o
//■
■O
<2
V
.0 0
<?y
/i
sUV
1
-1
1
.J J
\
l
SLÓ-t
00 D
a
Q
°
■o
o 00
o
Rietâtrasse
00 bo
o
0
Vo
3020
ì l4 4
lì II
400421
o
_
'"•1
o°
<
O0
5
<
o o o °
'
Io
<
000
„0 0
’o o
b C-
o
000 oo
10
oEo
'U
C3
yuü
Sasiä..
56'15
o
o O
'
5359
o
ö °o o
OOC o c:
O O o
o °°o
o jt - f
O ° -O o o
O
I
A O °c .
6086
_ O 0 O
00
fr
o
0
<
o
<
<
■
0
o
<
1
%
>
>
<
< •>
3 O
°O O '
o
-
^o'
d
<
o ^Ch D °> O „ “ „X. „O O o Ó o o O o A 0 ° ° o 0,o“ oo °'^' O ^ ° OAWO° o o „ o ° f o A X °o % 0 0 0 0 ° 0 ° 0 O0 0 0 ° ® 00 Oo Ooo°" o<° 07o y%o o ° O o oO< 0 0 0Ou o° ' o 0O “o o Oo 0 O_O cA l O i OO o 0 0 O O OQ rt0 o O<0 o "b O f l0O: '0 0 o 'o 0 ° .A ' ' o A 0 0 OO „o o o < o ° 0 n 0_' O’ 0 ” A-Q°O0 „ 0 u0 ob o oo o 0°’ %°0o O'o ) o O °O o ^ o ^ o o AO Oo ° O 0 A A o O' O Q „ 0 (> 0 O o o° .O. ° .G O ° b bO oo O o „ o „ o o 0 o o O O O A O OO “ O 7 °®e M 7 û O. -Op û O o0 O° cAO>o° o î >0O „Oo° -Q o ,0 0 O o0 c 'o o=' ° > 'o Goo - o o >0 0 0 0 O ° ° oA o O Ö 0 o 00 o v
o
OO O ' °° °O °7aO, .O o O O“ 5O O O % 3 O ° O 00 0 0o'-0’ 0o o0 °° 0° O ' 0' >% 0 0 oo 0- o o30 % o0 °< 01 A ' ° A° oOoO & I O o *o . ov, ° 7 O o o % 0 rs00 /?o n 00 ,
. 0 O O O<>%° O0 0 o ° o o 7O oo 0< rx o
’
o O o ° 0
3O
^
<
•
<
Ç
>0
1 o0 o ° o O ° % (
'
o<
cm
■Ì
IfrDI
“S'
Die Ratsschreiberin
o O o O° u 0 0 0 ob - 3OO f bo o o bo
O O b° Ob.«y 0 O 0 O o, 00 X-oo o“oo3 00 OrO° oO -00 oo °0 oO°oo 7e .®aaOoo0 o0 °ooo oocoo A oo„v o 0 o 0o o o 'bo o o7°aO o. „o o “’obobo^ bo '0OnO7° 07 ’• o o ob0°oor °° °%o g-
NSG "Hilpert"
oXbPfbo' ï
o o b bo ’ o'
. A o po A o oo '.0 0
o °o o
.
r
i
CJH
Festlegung Gewässerraum nach Art. 41a GSchV
Der Gemeindepräsident
<
<
,
b
<
>
,0 0 0 'P *
<
<
■
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
Bäumet AG Rietstrasse 7 9463 Oberriet
Vom Gemeinderat Oberriet erlassen am
7 °b >
’
<
X
’
> J) o„Oc< O O ° o , 0<5. 00 ° nO o O C o o0 .0 0 , SO.-'
°„O °_ 0 i
O
Q
6085
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
Situation 1:1000
■
X
7^o
1
'
7 0 ° %, A- O 0 O
oo00 3 O O Ol % 0 °'
o’
>7
3
___
0
6084
Baulinienplan "Felbenmaadbüchel"
0° ■j
-,0 0 b Or O o
Vo»»"'
»
593 >0
Y
<
'
°oa
Jft
■Ó"
6066
o O
O°9°o liOVo°, 0^.00 i-‘ o V K n%0 o
6133
Gemeinde Oberriet
Kanton St. Gallen
o o
O° U o o o 0 o, o O 0~C,o0oo7 ' v - 50 0 0° r o O O O0 O° u 0 0 0 00 ,O-O O o°
o O 7o0oo 00°OoOüoof bo u 00 s bo O O f-j - * o ob 00 3 o Oo oofo O 3 o O 00, bo OO OO y <bo0oo," * O o O 0 o O o° Ö - : 0' “ f O .û o o 00 of o O 00Q O-oObo^. bo bo 00 Oooo00 000o%obor .0 _0i0 -. U O 0 O 00 OO o o o oc 0-AÂAbx 00o0goqAor r'%0 OO y ° © o boc O o O QO 00 c g’oO0?0/ * 77,
o O 00
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet 5^0-0/007. 0 0 ö UQ
o o0
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
Bruno Mattle AG Eichaustrasse 9 9463 Oberriet
4070
5°7 bO
o 0 °OO
6134 o
o 0^.00 '°oa O 5 Ao
o
4515
6136
Auflageprojekt
<
o fo
A 'O t o
6135
o o bo
bo o o o° oof °'o00oo°n°c
00 o
Meier Immobilien AG Neudorfstrasse 21 9463 Oberriet
o o oO
00 bo o o 5 0.0 o oo 00 OO A o bo o oOUOO 'oo A^°O O % O V O 7° 00
■o0°oo
PI
9
P
7° „
I
■
O o
, ”
/
„
,
r o o
©
6065
«O
7 7
:
~
© 400157
'
J
7o
X °
7
TP I Qoi
6137
<
■
o O OO
imo
00 b©
X
A
iv
<
<
o O° 00,
fr
6116
Philipp Wüst Kolbensteinstr. 18 9462 Montlingen
6064
3043
^
<
> 0 0 *^
o> CO io
6083
Felbenmaadbüchel
0 **■ O o* ' o o O oObjo^. o o oOO o o o ü0 ' bo o 0 o ‘b o JO ° S - r 0 0 ox-o o o bo OO ou OOO OV o o oq ooo0°o oqbo, o. - ' O CtO°0o~ ~ o o r 7° ° OO OO y 0 O O Obo .O
o'oo’oot° O Oobo 9A7M%e OOù -ooS
O O bo o ~
00°^^
oo
bo °0 U o O o o o © o 0o O oO'oor bo 00 ■ °-' ° ,o o O O U0 o o o O%o Ao_oo0-oOUo ~ ''^ocoo^oo<,
<
3 4&59 ?
>
0°
.
°
LJ
00
o o bo
O
I
Z X
Black Thunder MC Switzerland Kindergartenstr. 31a 9462 Montlingen
E o o 10
>
I
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
'; 7 ° o OOO o o o ooOO0°0 0° 0 °A > °o 0 ' >oo o < O Q / o0 ° ' O o 0 o° „0 0 o 0% ’ ’ b o -o l Q AO o.0 ' ô O' o "° ° n ° l >0 o O o ’ o °o o' O A, O 0 o O Q o o ° o o O "o °o 7 o o o ° J OO o3 ° O °_ o . o° O ^ 0 0 7 o o 0 c o', 0 0 0° "fr o o ’ OO >0 o < *0 >0 —O 'C i□ ° O. , 0 o 00 0 o 0 co o ° o 0 ° „O , ° O o ° ? oJ b o o u o 1 T o o .0 ,0 . Ô 7 c>” * 0 9 O! Ô- O o q D < °'o 0 °0 ° „ o . bo ’ b O o ’v QO 7 e o . •> o A b o° O°'T'>Ob o0OO 7< O° ° OO ' o ° o < o t o ° O O 7 V. O <■ o v >Q O O Q ■''-’ o ’ c? Q O o) 0O 0 o O O 0° o ° 0 OO b ° o oo o< 0 0 o 0 O o’ , 0 0 o<0 o -jOO o < >o o o o o' o 0 o O Q oo °< b o ?7 .>0 0 Ó ° C o( O o o0 o o o Ob- ° o O o o o o obw O O0 O A ® 'ó V 0 O. > o o ! >°< o ' 0 ^ 0 0 ° °,1 ° oO O°0 O%°• O I o o ’ ° 7 OO O O„ 0 0~' O OO<, .0 0 0 o o v> o 7' °o 0 O< 0<' Ao O °O. 0 x oo o O ° ° o o o 0 0o ? o Q 0 0 o >O O o Oo o o O b >0_ O„ OqO,Oo0 o"o- 0O° Oo 0 0 O c( r X. O o-jO. o >0 o o .° .0'1... v O o „0O° o O O Q „O l o" bo °° 1 aO °n„ OCi. ® A O O n ° o O C -, 0 o o Ào „ 0 0 . G °OOO0Oo O„<< o o °o o b - 30 q o '“ O O O 2, 0 A 0 - 0 '0 > ö o ° ’ A b no ° O ° o O :ó ' ° o „ o t ' " c °A o o o I o fr3 o 0o o 00 O o ° Oo oO o >0 ö ° 0Ö J 0O 0 O° o ° ° 7Oooo o0 o< 0o '00 0 >O „ O O n OO o T O<o 7 ® 00 0 0 % 0 ° ° c ° o°< V. o ' o o^o o^ ôo ° o o < °o ° O O 7 ® o °o% ) 0 .0 o ' >0 O O o 0 o< o _< ’ ° M o o c b o " 'o b o w o oA'OO o 0 c o ■ o o O O O y O « 0 A < .-70 O' 2o Oo_ <° o ^ o ° o o o, OÖ o .0 O O 0 o O o p O o o 0 u0 o or o yo o oo o cO“ 0 ' ,O O -o_o_ O b oO O
\
LO
O
erCJ 5
34.00m
O 0° OO00 °o° Ao“ ■* . fO O n Ao.000oC0obo OO .0 c
00 OO ■
o 0 po O 0° o O^O0 O°O ®U°O)° r 0 o o bo 0.0 ■ OO L° b ° G' 3OO Ao u b0 O o ° O 0 O o, 0 O OO - -Oo/
o
AXPO AG Parkstrasse 23 5400 Baden
E o o
400147
\ I
O o ° 7« o o o 5 O° OO, bo
P
©
6038
o o
E o o in
Gewässer
.
... 5392
\T
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
Wald
J
o Oo . o O
©
5115
402794
o
Feldgehölz
0^0 o0 0
200
3044
\ 40277l
WOS
A I 20.26m
24.06m
JO
(BR30024)
A
o
.0
'A
ÜO
o
5^
E
-u
o
>o
21.61m
6^
A E o 00 öS
1
Polit. Gde. Oberriet \ Staatsstrasse 92 ■■■ 9463 Oberriet L£
T
5
3458
Beurteilung Gewässerraum
Peter Benz Hilpertstrasse 5 9463 Oberriet
400165
bis
Öffentliche Planauflage vom
8. Okf
Vom Baudepartement des Kantons St. Gallen genehmigt am
3031
12. NOV. 2019
/// /?Os
co
3039 3029
>
CT;
Kontrolliert
rdi
Gezeichnet hsc
rdi
Änderung
302
Datum
<1)1
fei tSi 0.
01.07.2015 b
30.06.2015
N:\310 Tiefbau\3100 Arbon\3100-0423 AFU SG Deponie Felbenmaadbüchel Oberriet\03 CAD\03 Auflageprojekt\3100-0423-301-302-303-305-306-307_sit1000.2d o
1Ì
3027
El ©I c Ej
2940
7 Tb
■i
Entwurf
«*■
Tier- und Landschaftsökologie
wälli
Format: 105 x 60 cm
, I
|C1
Plan Nr. 3100-0423-306
3
^^kohzept\
Beilage 9 T27
CH-9435 Heerbrugg T. 071 727 10 70 heerbrugg@waelli .ch
O ® Q
Wälli AG Ingenieure
CH-9000 St. Gallen T. 071 244 88 16 [email protected]
—Ó
Grundbauberatung
CH-9008 St. Gallen T. 071 246 32 42 barandun@oekonzeptch
1
57
I •"*
ÖKonzept Gmbh
Polit. Gde. Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
3028
2939
Hochschulstrasse 6 Æ/ 3012 Bem V/
ft\V)
lX ? 4>
'R
o\
Mit Ermächtigung Der Leiter des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG)
V<3.
QJ
GT?
11
3030 I ’\
Weitere Dokumente
Kanton St.Gallen
Volkswi rtschaftsdepa rtement
Kantonsforstamt
Volksw¡rlschaftsdepartement, Kânlonsforslâml, Davidstrasse 35, 9001 St Gallen
Felice Crottogini
Gemeinderat Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
Sachbearbeiter
Kantonsforstamt Davidstrasse 35
Ganzen Text zeigen
9001 St.Gallen
T 05822921 81 F 058 229 48 00 [email protected] www.wald.sg.ch
St.Gallen, 22. Dezember 2015
Zustimmung für eine Baute und Anlage im Wald Sachverhalt 1. Der Gemeinderat Oberriet ersucht um die Zustimmung für eine Baute und Anlage im Wald gemäss der nachstehenden Tabelle:
Geschäfts-Nr. Kanton Gesuchsteller: Vorhaben Gemeinde: Standort: Koordinaten: Grundstück-Nummer:
15-7763
Gemeinderat Oberriet, Staatsstrasse 92, 9463 Oberriet Bauliche Massnahmen für die Deponie Felbenmaadbüchel Oberriet Hilbert 761'330 t244',950 301 6
2. Die Gesuchstellerin plant den Bau einer lnertstoffdeponie ausschliesslich für unverschmutztes Aushubmaterial neben dem Naturschutzgebiet Hilpert. Gemäss den eingereichten Projektunterlagen vom 27 . Oktober 2015, soll auf einer Fläche von ca. 66'000 m2, ca. 140'000 m3 (fest) unverschmutztes Aushubmaterial deponiert werden. lm angrenzenden Tüflöchligraben sollen die bestehenden Betonschalen ausgebaut und der Wasserlauf in der Umgebungs-Endgestaltung revitalisiert werden. Ab Tüflöchligraben bis zum Stauwehr im Naturschutzgebiet Hilpert soll der Wasserlauf über Sommer gestaut und eine Wasserdynamik in der angrenzenden Bestockung erzeugt werden. Die betroffene bestockte Fläche auf Grundstück-Nr. 3016 ist Waldareal. Diese kann bei Einstauhöhe bis Höhe Stauwehr grossflächig überschwemmt werden.
Erwägungen 1. Beim geplanten Bauvorhaben handelt es sich um eine nicht forstliche Baute und Anlage im Wald, wofür keine Rodung erforderlich ist. Die Bewilligung für derartige Bauten und Anlagen im Wald bedarf nach der Raumplanungs- und der Waldgesetzgebung der Zu-
stimmung des Kantonsforstamtes.
458842 107566
113
2. Das Einverständnis zum Bauvorhaben der betroffenen Waldeigentümerin, Politische Gemeinde Oberriet, liegt vor. 3. Die Standortgebundenheit ist aufgrund der Gesuchsunterlagen gegeben. Durch die periodische Überschwemmung ist der Waldcharakter beizubehalten. Das Waldgefüge soll durch das Bauvorhaben nicht beeinträchtigt und die Waldpflege gewährleistet bleiben. Der geschützte Waldstandort nach der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung NHG wird durch kurzzeitige Überschwemmung nicht beeinträchtigt. Die forstrechtliche Zustimmung kann erteilt werden. 4. Wer eine Amtshandlung zum eigenen Vorteil oder durch sein Verhalten veranlasst, hat eine Gebühr zu entrichten. Diese wird auf Fr. 200.- festgesetzt.
Verfügung Die Zustimmung zur Bewilligung von nicht forstliche Bauten und Anlagen Ìm Wald nach Art.24 Raumplanungsgesetz (SR 700) richtet sich nach Ar1. 14 Abs. 1 der Verordnung
über den Wald (SR 921.01), Art. '13 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur eidgenössischen Waldgesetzgebung (sGS 651.11), Art. 2 und Art. 14 Abs. 1 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur eidgenössischen Waldgesetzgebung (sGS 651 .1 1), Art. 94 des Gesetzes überdieVenrualtungsrechtspflege (sGS 951.1;abgekürztVRP) und Nummer21.15 des Gebührentarifs fûr die Staats- und Gemeindevenrualtung (sGS 821.5). Das Kantonsforstamt verfugt:
1. Für die baulichen Massnahmen zur Deponie Felbenmaadbüchel in der Gemeinde
Oberriet wird die Zustimmung als nicht forstliche Baute und Anlage im Wald unter Auflagen erteilt: 1 1. Das beanspruchte Waldareal bleibt Wald im rechtlichen Sinne. 12. Durch die periodische Überschwemmung der Bestockung darf der Waldcharakter nicht reduziert werden. lnsbesondere ist die Bestockung zwischen dem geplanten Sommer-Wasserstand und der Einstauhöhe des Stauwehrs zu erhalten. Dazu sind bauliche Vorkehrungen zu treffen, damit der Abfluss vom Höchstwasserstand zum Sommenruasserstand zeitlich reg u iert werden ka n n. 13. Der Forstdienst behält sich vor, eine Senkung des künstlichen Wasserstandes oder eine zeitliche Begrenzung der periodischen Überschwemmung anzuordnen, sollte die Bestockung im Waldareal ausserhalb des Sommer-Wasserstandes nachhaltig geschädigt werden. 14. lm Naturschutzgebiet Hilpert sind nur standortsgerechte und heimische Baum- und Straucharten einzubringen. 15. Der bestehende Waldbestand sowie der Waldboden sind bei den angrenzenden Bauarbeiten und der Landschaftsgestaltung bestmöglich zu schonen. lm Waldareal darf kein zugeführtes Material abgelagert werden. I
2. Die nachstehenden Unterlagen sind integrierender Bestandteil der vorliegenden Zustimmung:
- Deponieplan Felbenmaadbüchel Endzustand vom 01.07.2015, Situation 1:1000
3. Die Gebühr für diese Verfügung beträgt Fr. 200.-. 458842_107566
2t3
Rechtsmittel Das Rechtsmittel richtet sich nach dem Rechtsmittel im Gesamtentscheid der politischen Gemeinde. Massgebend ist Art. I des Gesetzes über die Verfahrenskoordination in Bausachen (sGS 731.2).
Entscheideröffnung Die vorliegende Verfügung wird dem Amt für Raumentwicklung und Geoinformation zugestellt, das die Verfügung zusammen mit weiteren kantonalen Verfügungen koordiniert an die Politische Gemeinde Oberriet weiterleitet.
Kaø(onsforstamt St. Gallen
M**
Kantonsoberförster
Mitteilung durch das Kantonsforstamt inkl. Unterlagen an: - Waldregion 2 Werdenberg-Rheintal, im Hause - Revierförster Robert Kobler, Neudorfstrasse 35, 9463 Oberriet
458842_107566
3t3
Kanton St.Gallen
Baudepartement
Amt für Umwelt und Energie
Baudeparlement.
Amt für Umwoll und
Lämmlisbrunnenskasso 54, 9001 Sl.Gâllen
Christoph Heuberger
Zur Eröffnung an den Gesuchsteller
Deponieplaner
Baudepartement
Amt für Umwelt und Energie Lämmlisbrunnenstrasse 54 9001 St.Gallen
f 058 229 43 42
christoph. [email protected] HeC
St.Gallen, 1L Dezember 2015
Verfügung über Umweltschutzmassnahmen - Deponie Felbenmaadbüchel Errichtu n gsbewil I i g un g I nertstoffdepon ie aussch I iessl ich fü r u nversch m utztes Aush u bmaterial
Gesuch'Nr. Kanton:
15-7763
Gesuchsteller:
Gemeinde Oberriet
Vorhaben:
nertstoffdepon ie fü r a ussch liessl ich u nversch mutztes Aushub-, Abraum- und Ausbruchmaterial
Standort / Plan ungs perimeter:
Parzellen-Nr.: 3016, 4515, 6066, 6088, 6114 Politische Gemeinde Oberriet Parzellen-Nr.: 6065 Meier lmmobilien AG, Oberriet Parzellen-Nr.: 6086 Baumet AG, Oberriet Parzellen-Nr.: 6115 Black Thunder MC Swizterland, Montlingen Parzellen-Nr.: 6116 Wüst Philipp, Montlingen Parzellen-Nr.: 6133 Bruno Mattle AG, Oberriet
Grobkoordinaten:
761 360 I 244980
Projektu nterlagen
Gesuchsunterlagen / Projektmappe mit Titelblatt vom 01. Juli 2015 der Gemeinde Oberriet. Erstellt durch die WälliAG lngenieure.
453890_107568
Staatsstrasse 92 9463 Oberriet I
1t8
1. Ausgangslage 1, 1 SachverhalUProjektbesch rieb
Die Gesuchstellerin plant auf Gemeindegebiet Oberriet den Bau und Betrieb einer nertstoffdeponie aussch liessl ich fü r u nverschm utztes Aush u bmaterial. I
Gemäss den eingereichten Projektunterlagen vom 27 . Oktober 2015, soll auf einer Fläche von ca. 66'000 m2, ca.140'000 m3 (fest) unverschmutztes Aushubmaterial deponiert werden. Der Deponiestandort Felbenmaadbüchel liegt westlich von Montlingen und ist infolge einer früheren Entnahme von Lehm, ca. 3m bis 3.5m tiefer gelegen als das umliegende Kulturland. Auf der nördlichen Seite tangiert die Deponiefläche die privaten Grundeigentümer in der lndustriezone. Östlich und südlich wird das Gebiet durch den Meliorationsgraben,,Tüflöchligraben" begrenzt.
1.2 Unterlagen Das Baugesuch beruht auf den folgenden Unterlagen: - Projektmappe mit Titelblatt und lnhaltsverzeichnis - BesondereVorschriften - Berichtzum Deponieplanverfahren - GeotechnischerBericht
-
Pläne:
o Deponieplan 1:1000, Situation/Ausgangszustand o Deponieplan 1:1000, Situation/Betriebszustand o Deponieplan :1000, Situation/Endzustand o Deponieplan 1: 200, Querprofile/Endzustand o Deponieprojekt :1000, Situation o Baulinienplan :1000, Situation 1
1
1
01.07.2015 01,07.2015 01.07.2015 03.12.2012 01.07.2015 01.07.2015 01.07.2015 01.07.2015 01.07.2015 01.07.2015
1.3 Gesetzliche Grundlagen Nach Art. 30e Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes (SR 814.01; abgekürzt USG) und Att.21Abs. 1 TVA ist der Kanton für die Errichtungsbewilligung zuständig. Nach Art 25 TVA erteilt die Behörde die Errichtungsbewilligung, wenn: a. das Gesuch vollständig ist b. der Bedarf nachgewiesen und die Deponie in der Planung ausgewiesen ist c. die nach Anhang 2 TVA für den vorgesehenen Deponietyp geltenden Anforderungen erfüllt sind Nach Art. 25 Abs. 2 TVA legt die Behörde in der Bewilligung fest: a. den Deponietyp b. allfällige Beschränkung der nach Anhang 1 zugelassenen Abfällen insbesondere Beschränkung auf einen bestimmten Abfall nach Abschluss der Deponie notwendige Nutzungsbeschränkungen, die der Gesuchsteller im Grundbuch anmerken lassen muss nötigenfalls weitere Auflagen oder Bedingungen zum Schutz der Umwelt
c.
d.
1.4 Beurteilung Das AFU hat festgestellt, dass
453890_107566
2tB
a. das Gesuch vollständig ist b. der Bedarf für die lnertstoffdeponie für ausschliesslich unverschmutztes
Aushubmaterial gemäss den Vorgaben des Berichtes ,,kantonale Deponieplanung - Nachführung 2010" (sowie der überarbeiteten Wegleitung kantonale Deponieplanung 20'15 (in der Vernehmlassung)) nachgewiesen und der Standort seit 2013 im Richtplan aufgenommen ist. c, die nach Anhang 2 TVA für den vorgesehenen Deponietyp geltenden Anforderungen erfüllt sind Die Voraussetzung für die Erteilung der Errichtungsbewilligung sind somit erfüllt.
2. Erwägung betreffend Grundwasserschutz 2.1 Sachverhalt Das geplante Deponie-Vorhaben kommt gemäss Gewässerschutzkarte des Kantons St.Gallen im Gewässerschutzbereich Au zu liegen. ln der Deponie Felbenmaadbüchel wird ausschliesslich unverschmutztes Aushubmaterial abgelagert. 2.2 Gesetzliche G ru ndlagen TVA Anhang 2 Ziff . 1 Abs. 1 2.3 Beurteilung Da es sich um ausschliesslich unverschmutzten Aushub handelt, sind keine speziellen Massnahmen nötig.
3. Erwägungen betreffend Bodenschutz 3.1 Sachverhalt Für die geplante lnertstoffdeponie Felbenmaadbüchel sind kaum Eingriffe in den gewachsenen Boden erforderlich. Da lediglich eine Oberbodenschicht von 5cm bis max. 10 cm (verwurzelte Vegetationsschicht) vorhanden ist, wird die bestehende Oberbodenschicht nicht abgetragen. Die Endgestaltung der Deponie Felbenmaadbüchel stellt die Geländeform in ihren ursprünglichen Zustand (vor dem Lehmabbau) wieder her. Auf eine Rekultivierung in der nördlichen Hälfte der Deponiefläche wird verzichtet. Die Gemeinde Oberriet plant diese Fläche nach der Fertigstellung der Deponie in lndustriefläche einzuzonen - diese Fläche wird mit einem ,,9ünstigen" Saatgut begriJnt.
lm südlichen Teil der Deponiefläche soll eine Magerwiese angelegt werden. Zur Verbesserung des Saatbeetes soll eine 5cm-Schicht Humus angelegt werden.
3.2 Gesetzliche Grundlagen Nach Art. 33 Ab. 2 USG und Art. 6 der Verordnung über die Belastung des Bodens (SR 814.12; abgekürzt VBBo) darf der Boden (2.8. bei der Erstellung von Anlagen und Terrainveränderungen) nur so weit physikalisch belastet werden, dass seine Fruchtbarkeit nicht nachhaltig beeinträchtigt wird. Nach Art. 7 VBBo muss ausgehobener Boden wieder als Boden verwendet werden können und dabei so aufgebracht werden, dass die Fruchtbarkeit des vorhandenen wie auch des
453890 1 07566
3/B
aufgebrachten Bodens höchstens kurzfristig beeinträchtigt werden. Der vorhandene Boden darf chemisch nicht zusätzlich belastet werden. 3.3 Beurteilung Für die Deckschicht der Deponie, in welcher Pflanzen wachsen, darf nur nach TVA als unverschmutzt geltendes Aushub-, Abraum- und Ausbruchmaterial (vgl. Grenzwerte U nach Anhang 3 der TVA) und nach VBBo als unbelastet geltendes Bodenmaterial (vgl. Richtwerte der VBBo) ven¡¿endet werden. Die nördliche Hälfte der Deponiefläche soll als lndustriezone eingezont werden. Auf eine Rekultivierung mit Unter- und Oberboden wird verzichtet. Es sind daher keine speziellen Massnahmen nötig. Die südliche Hälfte der Deponiefläche soll als Magerwiese angelegt werden mit einer 5cm Humusschicht als Verbesserung des Saatbeetes. Zur Begrünung soll standortgerechtes Saatgut ven¡rendet werden.
4. Erwägung betreffend Luftreinhaltung 4.1 Sachverhalt Der geplante Deponiebetrieb wird Luftschadstoffe emittieren, beispielsweise beim Einsatz von dieselbetriebenen Maschinen und Geräten. 4.2 Gesetzliche Grundlagen Nach Art. 11 Abs. 2 USG sind Emmissionen unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung im Rahmen der Vorsorge soweit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Für stationäre Anlagen gelten die Bestimmungen der Luftreinhalte-Verordnung (SR 814.318.142.1; abgekürzt LRV) und der Nachführung Massnahmenplan Luftreinhaltung (Vn 32). Die Grenzwerte für die Emmissionen gemäss LRV können nach dem heutigen Stand der Technik nur mit wirksamen Partikelfiltersystemen eingehalten werden. Für die staubförmigen Emmissionen sind die Bestimmungen gemäss Anh. 1 Ziff .4 LRV massgebend. 4.3 Beurteilung Sämtliche dieselbetriebenen Maschinen und Geräte mit Leistungen von mehr als 1B kW sind mit Partikelfilter zu betreiben (Maschinen mit Baujahr vor 2000 ab einer Leistung 37 kW waren bis 1. Mai 2015 von dieser Vorschrift befreit). Die Fahn¡vege sind staubfrei zu halten. Sollten sich im Verlauf des Deponiebetriebes Staubbeanstandu ngen ergeben, so bleiben Massnahmen zur Staubminderung vorbehalten.
5. Erwägung betreffend Lärmschutz 5.1 Sachverhalt Der geplante Deponiebetrieb wird während mehreren Jahren Lärm in Zusammenhang mit der Auffüllung, Endgestaltung und dem Transport verursachen. Die nächstgelegenen Gebäude befinden sich unmittelbar neben dem Deponiestandort in der lndustriezone nördlich des Deponieperimeters.
453890_10756ô
4t8
5.2 Gesetzliche Grundlagen Nach Art. 4 Abs. 'l der Lärmschutzverordnung (SR 814.41; abgekürzt LSV) müssen die Aussenlärmemissionen beweglicher Geräte und Maschinen soweit begrenzt werden, a) als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist und b) dass die von der Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschreiten. Nach Art. 9 LSV darf der Betrieb neuer oder wesentlich geänderter ortsfester Anlagen nicht dazu führen, dass a) durch die Mehrbeanspruchung einer Verkehrsanlage die lmmissionsgrenzwerte überschritten werden oder durch die Mehrbeanspruchung einer sanierungsbedürftigen Verkehrsanlage wahrnehmbar stärkere Lärmimmissionen erzeugt werden.
5.3 Beurteilung Die Deponie Felbenmaadbüchel liegt ausserhalb Wohnzone und ist umgeben von Landwirtschaftzone, einer lndustriezone nördlich sowie einem Naturschutzgebiet (Hilpert) südlich. Die nächstgelegenen Gebäude befinden sich unmittelbar nördlich, neben der Deponie in der lndustriezone. Aufgrund der Lärmberechnung für den Betrieb der Deponie Felbenmaadbüchel sind keine Auswirkungen durch den Betrieb der Deponie zu en¡rarten.
Rechtliches Gehör Mit E-Mail vom 4. Dezember 2015 hat das AFU der Gesuchstellerin das rechtliche Gehör gewährt. Das AFU erlässt gestützt auf die in den Enruägungen aufgef[lhrten Bestimmungen folgende
Verfügung
1. Allgemeines 1
.1 Die im Kapitel Ausgangslage unter Ziffer 1.2 aufgeführten Unterlagen gelten als verbindlich.
2. Errichtungsbewilligung 2.1 Die Bewilligung zur Errichtung der lnertstoffdeponie Felbenmaadbüchel, aussch iessli ch fü r u nversch mtutztes Aush ubmateria l, wi rd ertei lt. I
2.2 Für den Bau der Deponie ist eine Dokumentation zu erstellen, welche anzahlmässig genügende, sowohl in der Lage wie in der Höhe bekannte Bezugspunkte enthält. Die Bezugspunkte müssen während des Deponiebetriebes genutzt werden können und auf die Landestriangulation bezogen sein.
453890_107566
5lB
2.3 Die Ein- und Ausfahrt zur Deponie ist mit einem Tor oder einer Barriere abzusperren. Das Deponiegelände soll soweit mit einem Zaun abgesperrt werden, dass illegale Ablagerungen möglichst verhindert werden. 2.4 Gemäss dem geotechnischen Bericht der Grundbauberatung-Geoconsulting AG in St.Gallen, vom 3. Dezember 2012, weist der Deponiestandort Felbenmaadbüchel eine erhebliche Neigung zu statischen Grundbrüchen auf, infolge von Auflasten und Schüttungen. Dem AFU ist mit dem Gesuch zur Erteilung der Betriebsbewilligung ein Bericht, welcher den IST-Zustand sowie die geotech n ischen Ü ben¡¡ach n u ngsmassna h men während den Schüttarbeiten festlegt und dokumentiert, einzureichen. Dem AFU ist verbindlich mitzuteilen, welches Büro mit den Arbeiten der geotechnischen Übenvachung beauftragt wurde/wird.
3. Massnahmen betreffend Grundwasserschutz 3.1 Es sind keine Massnahmen nötig
4. Massnahmen betreffend Bodenschutz 4.1 Bodenabtrag Da lediglich eine Oberbodenschicht von 5cm bis max. 10 cm (verwurzelte Vegetationsschicht) vorhanden ist, wird die bestehende Oberbodenschicht nicht abgetragen.
4.2 Endgestaltung/Reku ltivieru ng Die südliche Hälfte der Deponiefläche soll als Magenruiese ausgebildet werden. Als Verbesserung des Saatbeetes, soll ca. 5cm Humus (A-Boden) angelegt weden. Für die Begrünung soll standortgerechtes, artenreiches Saatgut verwendet werden.
a) Für den C-Horizont darf nur unverschmutztes Aushub-, Abraum oder
Ausbruchmaterial verwendet werden. Massgebend sind die Werte U nach Anhang 3 TVA. b) Der C-Horizont ist dem AFU frühzeitig und vor der Begrünung respektive Anlegen des A-Bodens zu melden. c) Der A-Boden ist in abgetrocknetem Zustand möglichst locker aufzuschütten und darf bei der Schüttung und Bepflanzung nicht verdichtet werden. d) Es ist darauf zu achten, dass kein Wasser auf den eingebrachten Oberflächen zu stehen kommt. Nach Möglichkeit sollen die eingebrachten Oberflächen eine Neigung von bis zu 5o/o aufweisen, damit die Oberflächen entwässert werden. e) Die Begrünung hat nach dem neusten Stand der Technik zu erfolgen. Die nördliche Hälfte der Deponiefläche soll als lndustriezone eingezont werden. Auf eine Rekultivierung mit Unter- und Oberboden wird verzichtet. Es sind daher keine speziellen Massnahmen nötig.
5. Massnahmen betreffend Luftreinhaltung 453890_1 07566
6/B
5.1 Dieselbetriebene Baumaschinen und Geräte, die auf der Deponie eingesetzt werden, müssen entsprechend den FestlegungeninZiff .4 der Erwägungen mit Partikelfiltern ausgerüstet sein und entsprechend gewartet werden. 5.2 Die Fahrtwege sind staubfrei zu halten und bei Bedarf zu befeuchten. Sollten sich im Verlauf des Deponiebetriebes Staubbeanstandungen ergeben, so bleiben Massnahmen zur Staubminderung vorbehalten. Falls nötig, wird das AFU die erforderlichen Massnahmen anordnen.
6. Massnahmen betreffend Lärm 6.1 Mit dem Gesuch um Betriebsbewilligung ist dem AFU nebst einem Betriebsreglement auch die Betriebsordnung für die Deponie Felbenmaadbüchel zuzustellen. ln der Betriebsordnung sollen die Öffnungszeiten des Deponiebetriebes bestimmt werden. 6.2 Gemäss Bericht zum Deponieplanverfahren ,,7 .6.2 Lärmschutz" werden die Planungswerte zu den nächstgelegenen Gebäude in der lndustriezone, welche für den Deponiebetrieb massgebend sind, eingehalten. Es sind keine speziellen Massnahmen nötig.
Projektänderungen
Projektänderungen, die dazu führen, dass die Verhältnisse nach der Anderung nicht mehr dieser Verfitgung entsprechen, sind dem AFU zur Prüfung zu unterbreiten. Die erneute Du rchfü h ru ng der entsprechenden Verfah ren blei bt vorbeh alten.
Widerrufsvorbehalt
Nach Art. 28 Abs.1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1; abgekürzt VRP) können Verfügungen durch die erlassene Behörde geändert oder aufgehoben werden, wenn der Widerruf die Betroffenen nicht belastet oder wenn er aus wichtigen öffentlichen lnteressen geboten ist. Das AFU behält sich deshalb vor, diese Verfügung ohne Entschädigungspflicht ganz oder teilweise zu wiederrufen, wenn: Eine der genannten Auflagen nicht eingehalten wird; Anlage oder Betrieb den Schutz der öffentlichen lnteressen nicht gewährleisten; Eine Anderung vorgenommen wird und die Verhältnisse nach der Anderung nicht mehr dieser Verfügung entsprechen.
-
Haftung
Der Staat haftet nicht für Schäden, die in Ausübung der Bewilligung entstehen können
Bewilligungsgebühr
Gestützt auf Art. 94 VRP ist für diese Verfügung eine Gebuhr zu entrichten. Nach Art. 1 1 der Verwaltungsgebührenverordnung (SGS 821.1 ist die Gebûhr, sofern für diese ein Mindest- und ein Höchstansatz besteht, innerhalb dieses Rahmens nach dem Wert und der Bedeutung der Amtshandlung, dem Zeit- und Arbeitsaufwand und der erforderlichen Sachkenntnis zu bemessen.
453890_10756€
7t8
Die Mindest- und Höchstansätze sind im Gebührentarif für die Staats- und Gemeindeverwaltung (SGS 821.5) festgelegt. lm vorliegenden Fall ist die Nummer 26.62.01 des Gebü h rentarifs fü r d ie Gebü h renerhebu n g massgebend. Die Gebühr beträgt CHF 22'600.00 Die angefallenen Planungskosten für das Deponieprojekt Felbenmaadbüchel in Oberriet, werden durch den Kanton dem Gesuchsteller mit Erteilung der Betriebsbewilligung in Rechnung gestellt.
Rechtsm ittel beleh ru n g Das Rechntsmittel richtet sich nach der Rechtsmittelbelehrung im Gesamtentscheid der politischen Gemeinde. Massgebend ist Art. I des Gesetzes über die Verfahrenskoordination in Bausachen (sGS 731.2).
Freundliche Grüsse und Stoffkreisl
Abteilungsleiter
G
Schmid
453890_107566
Boden und Stoffkreislauf ner Deponi
ristoph
berger
B/8
Kanton St.Gallen Baudepartement
Tiefbauamt
Rechtsdienst
Baudepartemenl, Tiefbauamt, Rechlsdienst, Lâmmlisbrunnenstrasse
g, 900'1 St.Gallen
A-Post Gemeinderat Oberriet Staatsstrasse 92 9463 Oberriet
Hubert Rusch
Juristischer Mitarbeiter Baudepartement
Lämmlisbrunnenstrasse 54
9001 St.Gallen T 058 229 30 66 [email protected]
www.tba.sg.ch
(Geht an AREG-OP zur koordinie¡ten Eröffnung mit 15-7763)
St.Gallen, 2. Mä22016
Genehm ig u ng Wasserbau projekt
Gemeinde: Oberriet 15-7812 Gesuchs-Nr.: Gesuchsteller(in): Gemeinderat Oberriet, Staatsstrasse 92, 9463 Oberriet Vorhaben: Revitalisierung Tüflöchligraben Wasserbaulich relevante Revitalisierung Tüflöchligraben Massnahmen: Standort(e):
Deponie "Felbenmaadbüchel", Grundstück Nr. 451 5, Felbenmaadbüchel
Koordinaten Bauten zu nicht wasserbaulichen Zwecken:
1 . Einleitung (Ersatz) Meliorationsleitung 2. Einleitung (Ersatz) Ablaufleitung ARA 3. Einleitung (Ersatz) Meliorationsleitung
761',2051244',893 761',518 1244',977 761'539 1245',019
Schwerpunktkoordinaten: 761'460 I 244'87 5 Routennummer / Kilometrierung:
26740 I km 0.250 bis km 1 .100
Sachverhalt A. lm Rahmen des Deponieprojekts "Enrueiterung Deponie Felbenmaadbüchel" ersucht der Gemeinderat Oberriet um eine Genehmigung nach Art. 32 Abs. 1 des Wasserbaugesetzes (sGS 734.1; abgeküzt WBG)für das oben genannte Vorhaben. Das Gesuch wurde über das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation eingereicht und die Genehmigung wird koordiniert mit der Genehmigung des Deponieprojekts eröffnet.
466929_r07615
119
B. Das Bauvorhaben umfasst die Revitalisierung des Tüflöchligrabens im Rahmen der Erstellung der Deponie "Felbenmaadbüchel" (Deponie für unverschmutzten Aushub).
C. Gemäss Mitteilung der Gemeinde Oberriet wurde das Vorhaben vom 9. September bis B. Oktober 2015 öffentlich aufgelegt. Es sind keine Einsprachen gegen das Vorhaben eingegangen. Die Gesuchsunterlagen wurden dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei, dem Kantonsforstamt, dem Amt für Raumentwicklung und Geoinformation, dem Amt für Umwelt und Energie und innerhalb des Tiefbauamtes, der Abteilung Gewässer sowie Naturgefahren zur Vernehmlassung zugestellt. Die von den Amtern und Abteilungen verlangten Auflagen und Bedingungen wurden in diese Verfügung integriert.
Erwägungen zur Genehmigung 1
. Wasserbauliche Aspekte
a) Die Revitalisierung des Ttjflöchligrabens umfasst auch die Erstellung eines Stauwehrs, welches jeweils im Sommer einen erhöhten und variierenden Wasserstand im angrenzenden Naturschutzgebiet Hilpert bewirkt. lm Winter erfolgt jeweils eine Absenkung des Wasserstands. Allenfalls durch den Einstau bergseits des Wehrs auftretende Auflandungen werden bewusst in Kauf genommen. b) Der Bauvorgang für die Revitalisierung des Tüflöchligrabens wird auf die Erstellung der Deponie abgestimmt. Die Arbeiten sollen bis spätestens Ende des Jahres 2021 abgeschlossen sein. c) Am 8. Dezember 2015 reichte der Gemeinderat Oberriet nachträglich ein
Beitragsgesuch "Renaturierungen" ein. Das Gesuch umfasst folgende Massnahmen (vgl Ziffern 9.5.2 und 9.5.3 des Berichts zum Deponieplanverfahren vom 1, Juli 2015) mit Kosten von total Fr.400'000.-: Etappe 2 (Magerwiese ARA lZu'nahrt Stauwerk / Auslauf ARA / Bepflanzung); Ausführung Winter 2017 I 2018: Fr. 130'000.Etappe 3 (Stauwerk / Bachlauf m 250- 660 / Magerwiese Par2.5392, Pufferstreifen / Bepflanzung); Ausführung Winter 2020 I 2021: Fr. 270'000.-
ln der Etappe 2 (Winter 201712018) werden am Gerinne des Tüflöchligrabens noch keine Revitalisierungsmassnahmen vorgenommen und die Etappe 3 wird voraussichtlich erst im Winter 2020 I 2021 ausgelührt. Deshalb kann derzeit keine Beitragszusicherung gemacht werden. Es besteht aber die Möglichkeit, ein neues Beitragsgesuch "Renaturierungen" einzureichen, sobald die Ausführung der Revitalisierung des Tüflöchligrabens absehbar ist.
d) Dem Vorhaben kann aus wasserbaulicher Sicht grundsätzlich zugestimmt werden
2t9
2. Aspekte aus Sichf Naturgefahren Aus Sicht Naturgefahren wird das Vorhaben begrüsst und es bestehen keine Einwände. Das Vorhaben hat auf die vorhandene Gefahrenkarte jedoch keinen oder nur einen geringen Einfluss. Auf eine Nachführung der Gefahrenkarte kann somit verzichtet werden 3. F i sche re i rechtl iche Aspe kte Es ist vorgesehen, das Gewässer auf einer Länge von rund 450 Metern zu revitalisieren. Der heute kanalartige Gewässercharakter wird in einen naturnahen, ökologisch wertvolleren und strukturreicheren Lebensraum für Flora und Fauna umgestaltet. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei erteilt für das oben erwähnte Vorhaben die Bewilligung nach Art. I des Bundesgesetzes über die Fischerei (SR 923.0) und nach Art. 7 des Gesetzes über die Fischerei sowie den Schutz der im Wasser lebenden Tiere und deren Lebensgrundlagen (Fischereigesetz)vom 10. Juni2008 (sGS 854.1)in Verbindung mit Art. 2 der Fischereiverordnung (sGS 854.11) gemäss den Auflagen in der Verfügung. 4. Natu rsch utzrechtliche Aspekte
a) Entlang der Grenze des Naturschutzgebietes Hilpert wird der Tüflöchlibach revitalisiert. Es wird auch ein Stauwehr erstellt, welches jeweils im Sommer einen erhöhten und variierenden Wasserstand im angrenzenden Naturschutzgebiet Hilpert bewirkt. lm Winter wird der Wasserstand jeweils abgesenkt. lm Naturschutzgebiet selbst werden Anpassungen im Bereich der Überflutungsbereiche vorgenommen. Mit der Revitalisierung werden im Bereich des Naturschutzgebietes Hilpert die Förderung der Entwicklung eines Bruchwaldes im Sinne der geschützten Waldgesellschaften und die Förderung seltener Amphibien- und Libellenarten, namentlich der stark gefährdeten Amphibienarten Kammund Teichmolch angestrebt. b) Gemäss At1.21Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR 451; abgekürzt NHG) darf die Ufervegetation weder gerodet noch überschtittet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden. Nach Art. 22 Abs.2 NHG kann die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligt werden. Nach Art. 98 Abs. 1 l¡t. d des Baugesetzes (sGS 731.1; abgekürzt BauG) sind Lebensräume für schutzwürdige Pflanzen und Tiere als Schutzgegenstände zu erhalten. Nach Art. 98 Abs. 2 BauG darf die Beseitigung oder die Beeinträchtigung von Schutzgegenständen nur bewilligt werden, wenn sich ein gewichtiges, das lnteresse an der Erhaltung überwiegendes Bedürfnis nachweisen lässt. Für Lebensräume schutzwürdiger Tiere oder Pflanzen ist in der Regel Realersatz zu leisten. Nach Art. 3 der Verordnung über den Schutz wildwachsender Pflanzen und freilebender Tiere (sGS 671.1; im folgenden Naturschutzverordnung) sind Massnahmen, welche die Standorte geschütãer Pflanzen und die Nahrungsquellen, Brut- und Nistgelegenheiten geschützter Tiere - wie Tümpel, Sumpfgebiete, Riede, Hecken, Feldgehölze und
3/9
Trockengebiete - vermindern, beseitigen oder verschlechtern, nur mit Bewilligung des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei zulässig. c) Die Massnahmen sind nach Art. 3 der Naturschu2verordnung bewilligungspflichtig. Da es sich um Aufwertungen im Sinne der Naturschutzgebiete handelt, können sie bewilligt werden. 5. Gewásse r- u nd bode n sch utzrechtl iche Aspe kte a) Nach der Gewässerschutzkarte liegt das Bauvorhaben im Gewässerschutzbereich Au. Damit kommt es in einen besonders gefährdeten Bereich zu liegen. Erstellung und Anderung von Bauten und Anlagen sowie Grabungen, Erdbewegungen und ähnliche Arbeiten in besonders gefährdeten Bereichen benötigen eine Bewilligung. Auf Grund gegenwärtiger Kenntnisse sind keine im öffentlichen lnteresse liegenden Quell- oder Grundwasserfassungen betroffen. b) Die Revitalisierung des Tüflöchligrabens tangiert trotz der vielen vorgesehenen Massnahmen kaum natürlich gewachsenes Terrain oder wertvolles Kulturland. Der nördlich der ARA gelegene, längliche Streifen Kulturland (rechts des Tüflöchligrabens) muss allerdings vor Beeinträchtigungen bewahrt werden, weil er weiterhin als Landwirtschaftsland genutzt wird. Der Boden ist drainiert und aufgrund seiner Zusammensetzung stark verdichtungsanfällig. Daher sind do¡l weder Materiallager, Zwischendepots, noch lnstallationsplätze zu errichten. Überfahrten mit Baumaschinen und Transportfahrzeugen sind zu unterlassen (vgl. gelb markierte Fläche in der Beilage "Orthofoto mit zu schonender Bodenfläche nördlich der ARA"). 6. Forstrechtliche Aspekte
lm Tüflöchligraben sollen die bestehenden Betonschalen ausgebaut und der Wasserlauf in der Umgebungs-Endgestaltung revitalisiert werden. Ab dem Tüflöchligraben bis zum Stauwehr im Naturschutzgebiet Hilpert soll der Wasserlauf über den Sommer gestaut und eine Wasserdynamik in der angrenzenden Bestockung erzeugt werden. Die betroffene bestockte Fläche auf Grundstück Nr. 3016 ist Waldareal. Diese kann bei Einstauhöhe bis Höhe Stauwehr grossflächig überschwemmt werden. Dem Vorhaben kann aus forstlicher Sicht unter Auflagen zugestimmt werden. 7. Zusammenfassung
Die weiteren Fachstellen haben keine Bemerkungen zum Vorhaben.
Aufgrund der obigen Ausführungen kann die Genehmigung unter Auflagen und Bedingungen erteilt werden.
419
Verfügung Das Baudepartement erteilt für das oben erwähnte Vorhaben in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 WBG in Verbindung mit Anhang 6 der Ermächtigungsverordnung (sGS 141.41) die Genehmigung gemäss folgenden Bestimmungen: Allgemeines
1. Als Unterlagen für die vorliegende Genehmigung sind massgebend: - Projekt der Wälli lngenieure AG, Heerbrugg, umfassend: . Bericht zum Deponieplanverfahren vom 01.07.2015 (Beilage 2), . Situation 1:1'000 vom 01 .07.2015 (Beilage 10), . Längenprofil 1:1'000/100 vom 01 .07.2015 (Beilage 11), . Querprofile 1:100 vom 01 .07.2015 (Beilage 12), . Normalprofile 1:5011:100 vom 01.07.2015 (Beilage 13), . Grundriss und Schnitte "Stauwehr" 1:50 vom 01.07.2015 (Beilage 14), . Normalprofil "Abschnitt M1070" 1:20 vom 07.12.2015 (Beilage 15),
- Normblatt TBAMasserbau Nr. 6500, Einleitung in Vorfluter mit Energievernichtung, - Normblatt TBA/\ffasserbau Nr. 6501.1, Einleitung in Vorfluter ohne Energievernich-
tung, - Normblatt TBAMasserbau Nr. 6501.2, Einleitung in Vorfluter bis NW 200 mm.
2. Der Kanton haftet nicht für Schäden, die durch den Bau oder Bestand der Anlage entstehen.
3. Die Genehmigung kann jedezeit ohne Entschädigungspflicht eingeschränkt oder widerrufen werden, wenn:
a) die massgebenden Bestimmungen nicht eingehalten werden; b) übenruiegende öffentliche lnteressen es erfordern. 4. Sollten wichtige öffentliche lnteressen eine Anpassung der Anlage erfordern, so können die nötigen baulichen Massnahmen unbeachtlich dieser Genehmigung verlangt werden, und zwar ohne Anspruch auf Entschädigung.
Wasserbauliche Auflagen (Sachbearbeiter Marcel Bänziger, Tel. 058 229 21 07)
Zur Festlegung der Bachgestaltung ist frühzeitig mit der Abteilung Gewässer im Tiefbauamt ein Termin zu vereinbaren.
2. Die Einleitungen von Meteonruasser in den Tüflöchligraben sind je nach Roh rdu rchmesser und Leitu ngsgefälle entsprechend den Normblättern
TBAMasserbau Nr. 6500,6501.1 und 6501.2 zu erstellen. Sie sind so zu gestalten, dass die Rohrleitung bündig mit dem Ufer endet. Sie darf nicht ins Bachprofil hineinragen.
519
3. Die Steinsätze sind mit ungleichgrossen Steinen unregelmässig zu gestalten. Die Böschungsneigungen (inkl. Steinsatz) sind variabelauszubilden und dürfen nicht steiler als im Verhältnis 2:3 angelegt werden. Die Ufersteine sind wo möglich mit Erdmaterialzu überdecken und zu bepflanzen.
4. Es dürfen nur jene Steine hinterbetoniert werden, bei denen dies nachweislich
erforderlich und in den Gesuchsunterlagen bezeichnet ist. Die Fugen dieser einzubetonierenden Steine müssen mindestens auf halbe Steintiefe frei von Beton bleiben.
5
Baubeginn und -ende sind dem Tiefbauamt, Abteilung Gewässer, anzuzeigen Allfällige bauliche Anderungen sind vor der Ausführung zu melden.
6. Während der Bauausführung ist der Bereich des Gewässers stets soweit freizuhalten, dass der Hochwasserabfluss gewährleistet bleibt.
Fischereirechtliche Bewilligung mit Auflagen (Sachbearbeiter Christoph Birrer, Tel.058 229 31 23) 1
2
Die Arbeiten sind bei Niederwasser durchzuführen; Trübungen sind soweit möglich zu vermeiden. Grundsätzlich ist bei allen Arbeiten im Gewässer eine Wasserhaltung einzurichten. Muss aus bautechnischen Gründen auf eine Wasserhaltung vezichtet werden, ist der Arbeitsablauf vor Beginn der Arbeiten mit dem zuständigen Fischereiaufseher abzusprechen. Es darf kein Betonwasser in das Gewässer gelangen.
Während der Laichzeit und der Entwicklungszeit der abgelegten Eier der Bachforellen und Aschen vom 1. November bis l. Juni dürfen weder Arbeiten im Wasser selbst noch solche, die Beeinträchtigungen des Wassers (durch Einleiten von Schwebstoffen, Baustellenentwässerungen usw.) bewirken könnten, ausgeführt werden. Ebenso ist das Befahren des Gewässers nicht gestattet.
3. Beidseitig sind die Ufer- und Böschungsbereiche mit geeignetem heimischem Gehölz zu bestocken (Baum- und Buschgesellschaften; bestehende, geeignete sind zu erhalten). Dies, um die wichtige Beschattung des offenen Bachlaufes sicherzustellen und die Ufer- und Böschungsbereiche zu stabilisieren.
4. Die Arbeiten sind vom Bewilligungsnehmer zu überwachen. Für Schäden aller Art, die auf die Arbeiten zurückzuführen sind, haftet der Bewilligungsnehmer.
5
Dem zuständigen, kantonalen Fischereiaufseher (siehe Verteiler) ist mindestens zwei Wochen vor Arbeitsbeginn Mitteilung zu machen. Der Fischereiaufseher ist befugt, Massnahmen (insbesondere Abfischarbeiten)zum Schutz der Fische und der anderen Wassertiere anzuordnen. Die Kosten gehen zu Lasten des Bewilligungsnehmers.
6/9
6. Bauarbeiten im Gewässerbereich sind zügig voranzutreiben und dürfen ohne Not (2.8. Hochwasser) nicht unterbrochen werden. Bei Unterbrüchen von mehr als 21 Tagen ist vor Beginn der Arbeiten wieder der Fischereiaufseher zu verständigen.
Naturschutzrechtliche Bewilligung mit Auflagen (Sachbearbeiter Erich Fischer, Tel. 058 229 43 44) Bei den Bauarbeiten ist darauf zu achten, dass sich keine exotischen Problempflanzen (Neophyten) ansiedeln oder ausbreiten können. Es handelt sich dabei insbesondere um den Japan-Knöterich (Reynoutria japonica), die Kanadische oder spätblühende Goldrute (Solidago candensis bzw. serotina/gigantea), das Drüsige Springkraut (lmpatiens glandulifera), den Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) und die Aufrechte Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia). Allfällig mit ober- oder unterirdischen Pflanzenteilen solcher Arten durchsetfer Humus muss sicher entsorgt werden und darf nicht weiterverschleppt werden.
2. Die Bauarbeiten sind durch eine weisungsberechtigte ökologísch geschulte
Fachperson begleiten zu lassen. Allfällige Wiederherstellungsmassnahmen zur Wahrun g der Sch utzziele des Naturschutzgebietes bleiben vorbehalten.
Gewässer- und bodenschutzrechtliche Bewilligung mit Auflagen (Sachbearbeiterin Marion Kaufmann, Tel. 058 229 31 12)
1. Bei den Bauarbeiten ist das Merkblatt AFU173 (Bauten und Anlagen in Grundwassergebieten) zu beachten.
2. Vorkehrungen zum Schutz allfälliger privater Quell- oder Grundwasserfassungen im Einflussbereich des Bauvorhabens (2.8. qualitative und quantitative Übenruachung) sowie al lfäll ige Entschäd igu ngsfragen sind zwischen Bauherrschaft und Nutzungsberechtigten auf privatrechtlicher Ebene zu regeln.
3. Der nördlich der ARA gelegene, längliche Streifen Kulturland (rechts des
Tüflöchligrabens) muss vor Beeinträchtigungen bewahrt werden, weil er weiterhin als Landwirtschaftsland genutzt wird. Der Boden ist drainiert und aufgrund seiner Zusammensetzung stark verdichtungsanfällig. Daher sind dort weder Materiallager, Zwischendepots, noch lnstallationsplälze zu errichten. Überfahrten mit Baumaschinen und Transportfahzeugen sind zu unterlassen.
F o rstrechtl i c h e Zu sti m m u n g m it A ufl a ge n ( S ac h be a rbe ite r F e I i ce C roftog i n i,
Tel.058 229 21 81)
1. Durch die periodische Überschwemmung der Bestockung darf der Waldcharakter nicht reduziert werden. lnsbesondere ist die Bestockung zwischen dem geplanten SommerWasserstand und der Einstauhöhe des Stauwehrs zu erhalten. Über das Stauwehr muss hierzu derWasserstand reguliert werden können.
2. Dem Forstdienst ist vorbehalten, eine Senkung des krinstlichen Wasserstandes oder
eine zeitliche Begrenzung der periodischen Úberschwemmung anzuordnen, sollte die 719
Bestocku ng im Waldareal ausserhal b des Sommer-Wasserstandes nach haltig geschädigt werden.
3. Massnahmen in Waldareal haben in Absprache mit dem zuständigen Revierförster Robert Kobler zu erfolgen.
4. lm Naturschutzgebiet Hilpert sind nur standortgerechte und heimische Baum- und Straucha¡ten einzubringen.
5. Der bestehende Waldbestand sowie der Waldboden sind bei den Bauarbeiten und der Landschaftsgestaltung bestmöglich zu schonen. lm Waldareal darf kein zugeführtes Material abgelagert werden.
Gebühren ln Anwendung von Art. 94 des Gesetzes über die Ven¡valtungsrechtspflege (sGS 951.1), der Venrualtungsgebührenverordnung (sGS 821.1) sowie von Nr. 10.01 des Gebührentarifs über die Kantons- und Gemeindevenrualtung (sGS 821.5) wird die
Genehmigungsgebühr auf Fr. 500.- (Anteil AFU) festgesetã.
Rechtsmittel
Gegen diese Verfügung kann nach Art. 59bis VRP innert vierzehn Tagen seit Eröffnung beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden.
Freundliche Grüsse FUR Leiter
/\ .tur
ARTEMENT
ienst Tiefbauamt
T\4trt" Gmür
Beilagen und Kopienve¡'teiler siehe Seife 9
B/9
Beilagen: Genehmigter Situationsplan 1:1'000 (Beilage 10) vom 1 . Juli 2015 Normblatt TBAMasserbau Nr. 6500, Einleitung in Vorfluter mit Energievernichtung Normblatt TBAMasserbau Nr. 6501.1, Einleitung in Vorfluter ohne Energievernichtung Normblatt TBAMasserbau Nr. 6501.2, Einleitung in Vorfluter bis NW 200 mm Merkblatt AFU173 (Bauten und Anlagen in Grundwassergebieten) Orthofoto mit zu schonender Bodenfläche nördlich der ARA (gelb markierte Fläche) nicht mehr benötigte Unterlagen zurück Kopie an: Kantonale Fischereiaufsicht: Marcel Zottele, Obere Böschachstrasse 3, 9444 Diepoldsau Fischereiverein Oberrheintal, Alexander Klöppel, Bahnhofstrasse 37, 9450 Altstätten Amt für Natur, Jagd und Fischerei Kantonsforstamt - Amt für Raumentwicklung und Geoinformation, Ortsplanung - Amt für Umwelt und Energie . Abwasser und Gewässerqualität . Boden und Stoffkreislauf Tiefbauamt . Wasserbau . Naturgefahren
9/9
Basas legalas
sGS 731.1 · PBG · Chantun
sGS 731.11 · PBV · Chantun
SR 700 · Raumplanungsgesetz, RPG · Confederaziun
SR 814.20 · Gewässerschutzgesetz, GSchG · Confederaziun
SR 814.201 · GSchV · Confederaziun