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AS 2017 615

Verordnung des BAV
über den Eisenbahn-Netzzugang
(NZV-BAV)

Änderung vom 7. Februar 2017

Das Bundesamt für Verkehr (BAV)
verordnet:

I

Die Verordnung des BAV vom 14. Mai 20121 über den Eisenbahn-Netzzugang wird wie folgt geändert:

Ingress gestützt auf die Eisenbahn-Netzzugangsverordnung vom 25. November 19982 (NZV),

Art. 5 Rangieren in Rangierbahnhöfen

(Art. 22 Abs. 1 Bst. g NZV) Die Zusatzleistung Rangieren wird in den folgenden Rangierbahnhöfen im 24-Stunden-Betrieb angeboten:

  1. Grenzrangierbahnhof Basel RB;

  2. Grenzrangierbahnhof Buchs SG;

  3. Grenzrangierbahnhof Chiasso SM;

  4. Rangierbahnhof Lausanne Triage;

  5. Rangierbahnhof RB Limmattal.

Art. 8 Trassenzuteilung bei Bestellkonflikten

Stehen Trassenanträge in Konflikt zueinander, so sucht die Infrastrukturbetreiberin mit den Antragstellerinnen nach einer einvernehmlichen Lösung.

Kommt keine Lösung zustande, so teilt die Infrastrukturbetreiberin die Trassen gemäss den Vorgaben des Netznutzungsplans zu. Vorrang haben Anträge, welche die reservierte Anzahl und die Qualität von Trassen derselben oder einer anderen Verkehrsart nicht einschränken.

Bei Bestellkonflikten, die ausschliesslich Trassen des Personenverkehrs betreffen und für die keine Lösung nach Absatz 1 oder 2 zustande kommt, gilt die nachstehende Rangfolge:

  1. Anträge, die aufgrund einer Rahmenvereinbarung gestellt werden;

  2. Anträge für den vertakteten Personenverkehr;

  3. Anträge für Züge, die den höheren Deckungsbeitrag liefern.

Bei Bestellkonflikten, die nicht ausschliesslich Trassen des Personenverkehrs betreffen und für die keine Lösung nach Absatz 1 oder 2 zustande kommt, gilt die nachstehende Rangfolge:

  1. Anträge, die aufgrund einer Rahmenvereinbarung gestellt werden;

  2. Anträge für Güterzüge, für die aus technischen Gründen, insbesondere aufgrund des beanspruchten Lichtraumprofils, keine Alternativen angeboten werden können; die Beweislast liegt bei der Antragstellerin;

  3. Anträge im Rahmen abgestimmter Transportketten im ganzjährig beantragten Gütertransport, für die keine Alternativen möglich sind;

  4. Anträge für Züge, die im Fahrplanjahr wiederholt verkehren, nach Häufigkeit in nachstehender Rangfolge: 1. Züge, die im Jahresdurchschnitt an mindestens 5 Verkehrstagen pro Woche verkehren, 2. Züge, die im Jahresdurchschnitt an mindestens 3, aber weniger als 5 Verkehrstagen pro Woche verkehren, 3. Züge, die im Jahresdurchschnitt an mindestens1, aber weniger als 3 Verkehrstagen pro Woche verkehren.

In den Fällen nach Absatz 4 Buchstabe d ist die Zahl der Verkehrstage gemäss Antrag massgebend. Innerhalb der einzelnen Häufigkeitskategorien sind die Anträge gleichrangig. Erreichen Züge im Jahresdurchschnitt weniger als einen Verkehrstag pro Woche, so werden die effektiv bestellten Verkehrstage pro Fahrplanjahr verglichen.

Art. 9 Bietverfahren

Kommt durch das Verfahren nach Artikel 8 keine Lösung eines Bestellkonflikts zustande, so führt die Infrastrukturbetreiberin ein Bietverfahren durch.

Sie teilt allen betroffenen Antragstellerinnen mit, dass sie ein Bietverfahren durchführt. Sie fordert sie auf, innerhalb einer genau bezeichneten Frist ein Gebot abzugeben. Die Frist beträgt mindestens vier Arbeitstage, sofern sich die Infrastrukturbetreiberin mit den Antragstellerinnen nicht auf eine kürzere Frist einigt.

Ist am Bietverfahren ein Antrag für den Personenverkehr beteiligt, so muss das Gebot mindestens dem Deckungsbeitrag nach Artikel 20 NZV entsprechen.

Das höchste Gebot erhält den Zuschlag. Beträgt die Differenz zum zweithöchsten Gebot mehr als 1000 Franken, so legt die Infrastrukturbetreiberin den zu bezahlenden Betrag so fest, dass er 1000 Franken über dem zweithöchsten Gebot liegt.

Werden mehrere Gebote in derselben Höhe eingereicht, so wird das Bietverfahren weitergeführt, bis eine Antragstellerin obsiegt.

Die Infrastrukturbetreiberin führt über das Bietverfahren ein Protokoll.

Eine Antragstellerin, die im Bietverfahren unterliegt, kann ohne Kostenfolge von anderen Trassenzuteilungen zurücktreten, wenn sie nachweist, dass sie diese nur mit der im Rahmen des Bietverfahrens nicht zugeteilten Trasse nutzen könnte.

Der gebotene oder nach Absatz 4 festgelegte Betrag ist auch dann von der obsiegenden Antragstellerin geschuldet, wenn diese von der Trassenzuteilung zurücktritt. In diesem Fall wird die Trasse der Restkapazität zugewiesen.

Art. 10 Trassenvergabe bei zeitweisen Streckensperrungen für Bauarbeiten

Sind zeitweise Streckensperrungen für Bauarbeiten im Netznutzungsplan nicht abschliessend berücksichtigt, so sucht die Infrastrukturbetreiberin mit den betroffenen Antragstellerinnen nach einer einvernehmlichen Lösung.

Kommt keine Lösung zustande, so sind die Trassen so weit als möglich anhand des Netznutzungsplans den Verkehrsarten zuzuteilen.

Reicht die aufgrund der Streckensperrungen eingeschränkte Kapazität für die Zuteilung der Trassen nach dem Netznutzungsplan nicht aus, so kann die Infrastrukturbetreiberin für die Dauer der Kapazitätseinschränkung die vorgesehene Anzahl Trassen und deren Qualität nach Verkehrsart für die betroffene Strecke sowie für die in Betracht gezogenen Umleitungsstrecken anpassen.

Art. 11

Bisheriger Art. 8

Art. 12

Bisheriger Art. 8a

Art. 13

Bisheriger Art. 9

II

Anhang 2 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.

Anhang 3 wird aufgehoben.

III

Diese Verordnung tritt am1. März 2017 in Kraft.

7. Februar 2017 Bundesamt für Verkehr: Peter Füglistaler

Anhang 2

(Art. 2) Strecken und Bahnhöfe mit Haltezuschlag nach Artikel 19a Absatz 4 NZV 1. Strecken 026 (St-Louis –) Grenze – Basel St. Johann – Basel SBB keine 070 Basel Bad Bf. – Grenze (– Weil (Rhein)) 072 Basel Bad Bf. – Grenze (– Lörrach) 075 Basel Bad Bf. – Grenze (– Waldshut) 081 Buchs SG – Grenze (– Schaan) 083 St. Margrethen – Grenze (– Lustenau) 100.1 Lausanne – Montreux – Martigny – Sion 100.2 Montreux – Martigny – Sion 100.3 Sion – Brig 145 Brig – Grenze (– Iselle di Trasquera) 150 Genève Aéroport – Lausanne 151 (Bellegarde –) Grenze – La Plaine – Genève 152 La Praille – Furet (– Châtelaine) 153 Genève-Stade (– Genève) bis Inbetriebnahme CEVA 153 (Genève –) Genève-Stade – Eaux-Vives – Grenze (– Annemasse), ab Inbetriebnahme 205 (Lausanne –) Lausanne-Sébeillon (– Renens VD) 210.1 Renens VD – Yverdon-les-Bains 210.2 Yverdon-les-Bains – Neuchâtel 210.3 Neuchâtel – Biel/Bienne 225 La Chaux-de-Fonds – Biel/Bienne 226.2 Moutier – Delémont 230 Delémont – Basel SBB 232 Lengnau – Grenchenberg – Moutier 250 Lausanne – Palézieux – Fribourg/Freiburg – Bern 260 Biel/Bienne – Zollikofen 290 (Bern –) Bern Wyler – Thun 299 (Löchligut Abzw. –) Löchligut Süd Abzw. – Wankdorf Abzw. (– Ostermundigen) 300 Wengi-Ey – LBT – St. German 301 Spiez – Kandersteg – Brig 302 Frutigen – Frutigen Nordportal 310 (Thun –) Spiez – Interlaken Ost 410 Biel/Bienne – Solothurn – Olten 430 Solothurn – Wanzwil (– NBS – Olten) 450.1 Bern – Löchligut Abzw. – NBS (– Olten) 450.2 Rothrist – Olten 451.1 (Bern –) Löchligut Abzw. – Burgdorf 451.2 Burgdorf – Langenthal 451.3 Langenthal – Aarburg-Oftringen 459 Äspli – Mattstetten Abzw. (– Hindelbank) 490 (Rothrist –) Aarburg West – Aarburg Süd (– Zofingen) 500.1 Basel SBB – Liestal – Olten 501 (Muttenz–) Pratteln (– Liestal) 504 (Basel SBB –) Basel SBB RB Nordkopf – Muttenz 508.1 Gellert Nord – Basel SBB RB Nordkopf 510 Olten – Sursee – Luzern 512 (Olten Tunnel –) Olten Nord – Olten Ost (– Dulliken) 520 (Basel SBB –) Basel Bad.

Bf. 550 Rupperswil – Brugg AG 600.2 (Altdorf –) Rynächt – GBT – Giustizia (– Bellinzona) 601.1 Biasca – Bellinzona – Lugano – Chiasso 601.2 Erstfeld – Göschenen – Biasca 601.3 Biasca – Bellinzona – Giubiasco 601.4 Giubiasco – Lugano – Chiasso 630 Locarno – Giubiasco 631 Cadenazzo Ovest – Grenze (– Luino) 637 Mendrisio – Stabio – Grenze (– Varese), ab Inbetriebnahme 650 Olten – Aarau – Lenzburg – Killwangen-Spreitenbach 653 (Lenzburg –) Hendschiken – Rotkreuz – Immensee 654 Brugg AG – Hendschiken (– Wohlen) 660 (Luzern –) Fluhmühle – Zug – Thalwil 665 Zug – Arth-Goldau 699 (Schinznach Dorf –) Brugg Nord – Brugg Süd (– Lupfig) 700 Pratteln – Stein-Säckingen – Brugg AG 703 Zürich Altstetten – Herdern – Zürich HB 704.1 Würenlos – Killwangen-Spreitenbach 704.3 Zürich Altstetten – Hard (– Zürich Oerlikon) 710 Brugg AG – Zürich HB 711 Zürich Altstetten – Zürich Hardbrücke – Zürich HB (Museumstrasse) 715 Zürich Altstetten – Vorbhf. – Zürich HB 719 Zürich Altstetten (– Zürich Wiedikon) 720 (Zürich HB –) ZBT (– Thalwil) 721.1 Zürich HB – Kilchberg – Thalwil – Pfäffikon SZ 721.2 Pfäffikon SZ – Ziegelbrücke 750 Zürich Hardbrücke – Zürich Flughafen – Hürlistein 751 Zürich HB – Zürich Wipkingen – Dietlikon – Winterthur 752 Zürich Altstetten – Zürich HB – Zürich Oerlikon (DML) 755 Wettingen – Würenlos – Zürich Oerlikon – Kloten – Dorfnest 760 Zürich Oerlikon – Bülach – Schaffhausen 770 Schaffhausen – Thayngen – Grenze (– Singen) 820.3 Romanshorn – Rorschach 830 Weinfelden – Kreuzlingen – Grenze (– Konstanz) 840 Winterthur – Weinfelden – Romanshorn 849 (Weinfelden –) Romanshorn Süd – Romanshorn West (– Rorschach) 850 Winterthur – St. Gallen – Rorschach 880 Rorschach – St. Margrethen – Sargans 900 Ziegelbrücke – Sargans 905 Sargans – Chur 2. Bahnhöfe Arth-Goldau keine Auvernier Bern Bülach Burgdorf Bussigny Busswil Chiasso Chavornay Delémont Effretikon Eglisau Emmenbrücke Emmenbrücke-Gersag Flamatt Fribourg/Freiburg Gossau SG Immensee Kreuzlingen La Chaux-de-Fonds Langenthal Lenzburg Luzern Lyss Martigny Moutier Neuchâtel Neuhausen Oberglatt Oberwinterthur Palézieux Pfäffikon SZ Puidoux-Chexbres Renens VD Romanshorn Romont Rorschach Schaffhausen Sihlbrugg Sissach Solothurn Solothurn West Sonceboz-Sombeval Spiez Stein-Säckingen St.

Gallen St-Maurice Sulgen Sursee Taverne-Torricella Thalwil Turgi Vevey Wädenswil Wallisellen Weinfelden Wil SG Winterthur Winterthur Grüze Wohlen Yverdon-les-Bains Ziegelbrücke Zürich HB Zürich Altstetten Zürich Hardbrücke