Standing: How later courts treated this decision has not been analysed. None of the 18 citing decisions has been analysed.

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11. Auszug aus dem Urteil Aer T. Zivilabteilung vom 17. Januar 1928 i. S. Globetrotter A.-G. gegen Christen.

Urheberrecht an Werken der Photographie : 1. Bejahung der Aktivlegitimation der klägerischen A.-G.

zur Schadenersatzklage wegen Urheberrechtsverletzung gestützt auf Art. 8 Abs. 2 URG (Erw. 2). o 2. Haftung der Beklagten nach Art. 44 URG wegen Anstiftung eines Dritten zur Wiedergabe des klägerischen Werkes und wegen Inverkaufbringens der durch Reproduktion desselben hergesteliten Ansichtskarten (Erw. 3). Y Die Beklagte Frau Christen hatte bei der Klägerin

eine Ansichtskarte ihres Hotels in Wolfenschiessen be-

stellt, zu deren Anfertigung es zweier photographischer Aufnahmen bedurfte ; durch Kombination beider Bilder wurde ein Cliché erzielt, auf dem der gebirgige Hintergrund im Verhältnis zum Vordergrund übermässig hoch erschien. Von der s0 hergestellten Ansichtskarte bezog Frau Christen 500 Stück.

In der Folge liess sie durch einen Kurgast eine Ánsichtskarte des Hotels ausführen, die eine Wiedergabe des Bildes der Klägerin darstelli; sie setzte diese Karte bei ihren Kunden und beim Publikum ab.

Die Klägerin erhob deswegen gegen die Beklagte Zwvil- und Strafklage. Das Kantonsgericht Nidwalden entschied über beide in ein und demselben Urteil, indem es die Angeklagte von Schuld und Strafe freisprach, dagegen die Schadenersatzklage im Betrage von 950 Fr. zusprach.

Das- Bundesgericht hat dieses Urteil, unter Abweisung der Hauptberufung der Klägerin und der Anschlussberufung der Beklagten, im Zivilpunkte bestätigt.

Erwägungen

2. Es Tragt sìch in erster Linie, ob die Klägerin für die von ihr eingelegten zwei Originalaufnahmen oder PhotoLypen (des Hotels Alpina und des Gebirgshintergrundes) als ein Werk der Photographie nach Art. 2 URG den urheberrechtlichen Schutz geniesse. Ob auch das mittels der beiden Originalaufnahmen angefertigte Cliché (Negativ) ‘als ein Werk der Photographie oder ein « durch ein ihr verwandies Verfahren hergestelltes Werk » im Sinne der angeführten Bestimmung angesehen werden könne, dessen Urheber, unabhängig vom Schutze der Originalbilder, des gesetzlichen Schutzes teilhaftig sei, mag dahingestellt bleiben, weil der Träger des Urheberrechts inbezug auf das Cliché überhaupt kein anderer sein könnte, als derjenige für die Originalaufnahmen der Klägerin.

Richtig ist nun, dass nach Art. 8 Abs. 1 des URG vom 7. Dezember 1922 (in Abweichung vom früheren Gesetze von 1883) als Urheber von Werken der Literatur

Provisions amended since

This decision construes provisions whose act has since been consolidated again. Whether the article itself changed is not recorded.

  • Federal Act on Copyright and Related Rights, Art. 2, Art. 8, and Art. 44 — the act was consolidated again on January 1, 2001, August 1, 2002, April 1, 2004, January 1, 2007, July 1, 2008, January 1, 2011, January 1, 2017, April 1, 2020, January 1, 2022, July 1, 2023, and July 1, 2025.

Cited in