Standing: How later courts treated this decision has not been analysed. None of the 1 citing decisions has been analysed.

62 III 58

58 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 17. l’objet d’une poursuite en réalisation d’un gage immobilier. Or si ces dispositions font rentrer dans les mesures qui incombent au gérant le payement des « redevances courantes » telles que celles qui sont dues « pour l’eau, le gaz ou Vélectricité », c’est parce qu'elles partent précisement de l’idée que ces installations, quand elles existent, contribuent à la valeur de l’immeuble et que le défaut de payement des redevances y relatives risquerait d’entraîner une diminution du rendement de l'immeuble. Il va dès lors de soi que par « redevances courantes » au sens de ces dispositions, il faut entendre uniquement les contributions qui représentent la rémunération des services spéciaux dont l'immeuble peut se trouver bénéficier et dont la suppression entraînerait une diminution de sa valeur de rendement. :

En l'espèce, l'Autorité cantonale a jugé d’une manière qui lie le Tribunal fédéral, car il s’agit là d’une question relevant du droit cantonal, que l'impôt locatif de la commune de La Chaux-de-Fonds ne correspond pas à un service particulier, qu’il n’a pas d'affectation spéciale et ne se distingue en rien des autres impôts, autrement dit qu’il sert, au même titre que ceux-ci, à couvrir les dépenses de la commune. Un tel impôt ne saurait donc être assimilé aux redevances prévues aux art. 17 et 94 ORI, et c’est à bon droit que l’office s’est refusé à en opérer le payement par prélèvement sur les revenus des immeubles de la débitrice.

La Chambre des Poursuites et des Faillites prononce : Le recours est rejeté.

17. Entacheïid vom 16. Mai 1936 i. S. Robert Bosch A.-G.

Arrestierung von Schweizerpatenten, deren Inhaber im Auslande wohnt: Zuständig sind die Behôrden am Sitze des eidgenôssischen Patentambtktes, gleichgültig ob anderswo in der Schweiz ein Patentvertreter gemäss Art. 24 des Patentgesetzes bestellt worden ist. Art. 272 SchKG, 9 und 24 PatG.

Séquestre de brevets d'invention dont le titulaire habite à l'étranger : Compétence des autorités au siège du Bureau fédéral de la propriété intellectuelle, même si un mandataire a été commis ailleurs en Suisse, conformément à l’art. 24 de la loi sur les brevets d’imvention. (Art. 272 LP, 9 et 24 LB).

Sequestro di brevetti d'invenzione svizzeri il eui titolare abita all’estero : sono competenti le autorità della sede dell’ufficio federale della proprietà intellettuale anche se un mandatario è stato designato in conformità dell’art. 24 della legge sui brevetti d’invenzione, in un'’altra località della Svizzera. (Art. 272 LEF e 24 LB).

Die Robert Bosch A.-G. in Stuttgart, deren Schweizerpatente in Bern als dem Sitze des eidgenôüssischen Patentamtes arrestiert worden sind, beschwert sich über diese Massnahme, weil als Arrestort nicht Bern, sondern Genf, der Wohnort ihres für die Schweiz bestellten Patentvertreters, anzuerkennen sei. Von der kantonalen Aufsichtsbehôrde mit Entscheid vom 27. April 1936 abgewiesen, hat sie Rekurs an das Bundesgericht eingelegt.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Erwägungen

Schweizerpatente eines im Auslande wohnenden Inhabers gelten, wie bereits entschieden worden ist, als am Sitze des eidgenôssischen Patentamtes gelegen und sind daher an diesem Orte zu arrestieren (BGE 1912 I 702 ff. — Sep.-Ausg. 282 ff.). Die Beschwerdeführerin hält eine Abweichung von diesem Grundsatze für geboten, wenn der Patentinhaber, wie es hier zutrifft, einen anderswo in der Schweiz wohnenden Vertreter im Sinne von Art. 24 des schweizerischen Patentgesetzes vom 21. Juni 1907 bestellt hat. Die angerufene Bestimmung bietet jedoch hierfür keine Handhabe, im Unterschied zu § 12 des deutschen Patentgesetzes vom 7. April 1891/12. Dezember 1923, der ausdrücklich bestimmt, der Wohnsitz des Patentvertreters habe als der Ort, wo sich der Vermôügensgegenstand be- 60 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 17.

findet, zu gelten, womit dann auch nach § 23 der deutschen Zivilprozessordnung ein Gerichtsstand für vermôügensrechtliche Ansprüche irgendwelcher Art begründet ist, gleichgültig ob sie überhaupt mit Patenten zusammenhangen und in den Tätigkeitsbereich des Patentvertreters fallen (vgl. dazu PIETZKER, Kommentar, 1929, zu § 12 PatG Anm. 7). Eine solche Regel ist im schweizerischen Gesetze nicht aufgestellt, und es rechtfertigt sich auch nicht, sie für das schweizerische Vollstreckungsrecht, das über den « Ort » von Patentrechten nichts bestimmt, zu übernehmen. Hat der Patentimhaber selber keinen Wohnsitz in der Schweiz — wie hier, denn die Bestellung eines Patentvertreters schafft entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Ansicht keinen Geschäftssitz am Wohnorte des Vertreters —, so liegt es näher, auf den Sitz des eidgenôssischen Patentamtes als auf den Wohnort eines alifälligen Patentvertreters abzustellen. Denn während das Patentamt in allen Fäilen von der Arrestierung benachrichtigt werden muss und davon Vormerk zu nehmen hat zu Handen des Patentregisters (dessen Einträge gemäss Art. 9 PatG gutgläubigen Dritten gegenüber die Verfügungsberechtigung verbindlich ausweisen ; Art. 9 Pat G), hat der Patentvertreter als solcher mit dem Patentarrestierungsund dem darauffolgenden Betreibungsverfahren nichts zu tun. Ihm liegt nach Art. 24 PatG nur ob die « Vertretung in dem nach Massgabe dieses Gesetzes stattfindenden Verfahren, sowie in den das Patent betreffenden Streitigkeiten », und demgemäss ist ein Gerichtsstand an seinem Wohnort nur vorgesehen für « die in solchen Rechtsstreitigkeiten gegen den Patentinhaber anzustellenden Klagen ». Erstreckt sich also die Handlungsbefugnis des Patentvertreters nicht auf ein Arrest-, Betreibungs- und Zivilstreitverfahren betreffend irgendwelche Forderungen, wofür Patente nur als $Vollstreckungssubstrat in Anspruch genommen werden, s0 stehen die Patentrechte augenscheinich in näherer, für das Vollstreckungsverfahren wesentlicherer Beziehung zum Sitze des Amtes, wo auch das Patentregister geführt wird. Daher ist die Arrestierung von Schweizerpatenten eines im Auslande wohnenden Inhabers ohne Rücksicht darauf, ob er irgendwo in der Schweiz einen Patentvertreter hat, in Bern vorzunehmen. Diese Lôüsung hat, abgesehen von ihrer Einfachheit, den

Vorzug, das Vorgehen zu erleichtern, indem Nachforschungen nach einer Patentvertretung und deren Wohnsitz unterbleiben kônnen. Dem Interesse des Patentinhabers, dass sein allfälliger Patentvertreter môglichst bald von einer Arrestierung Kenntnis erhalte, wird durch die Mitteilung des Patentamtes ohnehin Rechnung getragen ; übrigens wäre das Betreibungsamt des Wohnbezirks des Vertreters gleichfalls nicht verpflichtet, sich mit diesem in Verbindung zu setzen, da er, wie dargetan, in diesem Verfahren keine gesetzliche Handlungsvollmacht hat. Endlich sieht die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Entscheidung mit Unrecht eine ungleiche Behandlung von Ausländern und damit eine Verletzung des mit Deutschland am 31. Oktober 1910 abgeschlossenen Staatsvertrages (eidgenôssische Gesetzessammlung 1911 692) ; denn es wird nur der schweizerische oder ausländische Wohnsitz und nicht die Staatsangehôrigkeit in Betracht gezogen.

Dispositiv

Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer :

Der Rekurs wird abgewiesen.

Siehe ferner Nr. 19 und 22. — Voir en outre N° 19 et 22.

Provisions amended since

This decision construes provisions whose act has since been consolidated again. Whether the article itself changed is not recorded.

  • Federal Act on Debt Enforcement and Bankruptcy, Art. 272 — the act was consolidated again on January 1, 1997, January 1, 2001, April 1, 2003, July 1, 2004, January 1, 2005, January 1, 2007, July 1, 2007, January 1, 2008, January 1, 2010, December 1, 2010, January 1, 2011, February 1, 2011, September 1, 2011, January 1, 2012, January 1, 2013, January 1, 2014, January 1, 2016, July 1, 2016, January 1, 2017, March 28, 2017, January 1, 2018, January 1, 2019, January 1, 2020, October 20, 2020, August 1, 2021, January 1, 2023, July 1, 2024, January 1, 2025, and January 1, 2026.
  • Federal Act on Patents for Inventions, Art. 9 and Art. 24 — the act was consolidated again on May 1, 1999, January 1, 2001, July 1, 2002, January 1, 2005, March 1, 2005, January 1, 2007, December 13, 2007, May 1, 2008, July 1, 2008, September 1, 2008, July 1, 2009, January 1, 2011, July 1, 2011, January 1, 2012, January 1, 2017, January 1, 2019, April 1, 2019, January 1, 2022, July 1, 2023, and July 1, 2025.
  • Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen, Art. 24 — the act was consolidated again on May 1, 2004, July 1, 2004, January 1, 2005, January 1, 2006, January 1, 2007, December 20, 2008, January 1, 2009, January 1, 2010, January 1, 2011, September 1, 2011, March 1, 2012, January 1, 2013, January 1, 2015, July 1, 2015, January 1, 2016, January 1, 2019, January 1, 2020, August 1, 2021, January 1, 2023, and January 1, 2024.

Cited in