Lexipedia
HomeNewsBrowseDirectory
TermsPrivacySupport
Sign in

4D_85/2008

Bundesgericht

Dated Oct 8, 2008

https://lexipedia.io/en/docs/ch/bger-tf-tf/4d-85-2008/de/4d-85-2008

Retrieved on Aug 30, 2026

  1. Documents
  2. Confederation
  3. Federal Supreme Court
Source

Standing: How later courts treated this decision has not been analysed. None of the 1 citing decisions has been analysed.

4D_85/2008

4D_85/2008

Rubrum

{T 0/2}

4D_85/2008 /ber

Urteil vom 8. Oktober 2008

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Corboz, Präsident,

Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien

A.________ Liegenschaften AG,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Alois Näf,

Gegenstand

Mietvertrag,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 14. April 2008.

Erwägungen

dass die Beschwerdegegnerin in einer mietrechtlichen Angelegenheit im März 2007 beim Bezirksgericht Arbon gegen die Beschwerdeführerin Klage auf Aberkennung von zwei Forderungen in Höhe von Fr. 6'193.25 und Fr. 1'500.--, je nebst Zins, erhob;

dass der Einzelrichter des Bezirksgerichts Arbon mit Beschluss vom 8. November 2007 auf die Klage nicht eintrat;

dass die Beschwerdegegnerin diesen Beschluss mit Rekurs anfocht und das Obergericht des Kantons Thurgau mit Beschluss vom 14. April 2008 den erstinstanzlichen Entscheid in Gutheissung des Rechtsmittels aufhob;

dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht zwei vom 19. Juni 2008 datierte Eingaben einreichte, in denen sie erklärte, den Beschluss des Obergerichts vom 14. April 2008 mit Beschwerde anzufechten;

dass die Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG angesichts des Gesamtbetrages der streitigen Forderungen von weniger als Fr. 15'000.-- unzulässig ist (Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG), und nicht ersichtlich ist, dass diese Beschwerde dennoch zulässig ist, weil sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellen würde;

dass die beiden Eingaben der Beschwerdeführerin unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG zu behandeln sind;

dass mit einer solchen Beschwerde ausschliesslich die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG);

dass in der Beschwerdeschrift dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen Rechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);

dass die Eingaben der Beschwerdeführerin vom 19. Juni 2008 diesen Anforderungen nicht genügen, weil die in der einen Eingabe im letzten Satz erhobene Rüge der Verletzung von Art. 9 BV und Art. 6 EMRK nicht unter Bezugnahme auf bestimmte Erwägungen des angefochtenen Entscheides begründet wird, sondern pauschal formuliert ist, sodass nicht erkennbar ist, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die von der Beschwerdeführerin genannten Bestimmungen verstossen soll;

dass damit auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);

dass mit dem Entscheid in der Sache das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird;

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

Dispositiv

erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Oktober 2008

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Provisions amended since

This decision construes provisions whose act has since been consolidated again. Whether the article itself changed is not recorded.

  • Bundesgesetz über das Bundesgericht, Art. 42, Art. 66, Art. 72, Art. 74, Art. 106, Art. 108, Art. 113, Art. 116, and Art. 117 — read in the version of August 1, 2008; the act was consolidated again on January 1, 2009, January 1, 2011, April 1, 2011, December 5, 2011, January 1, 2012, April 1, 2012, October 1, 2012, January 1, 2013, February 1, 2013, July 1, 2013, January 1, 2014, July 1, 2014, August 1, 2014, November 1, 2015, January 1, 2016, January 1, 2017, April 1, 2017, June 1, 2017, January 1, 2018, January 1, 2019, January 1, 2021, January 1, 2022, July 1, 2022, January 1, 2024, February 1, 2024, July 1, 2024, January 1, 2025, April 1, 2026, and May 13, 2026.
  • Federal Constitution of the Swiss Confederation, Art. 9 — read in the version of January 1, 2008; the act was consolidated again on November 30, 2008, May 17, 2009, September 27, 2009, November 29, 2009, March 7, 2010, November 28, 2010, January 1, 2011, March 11, 2012, September 23, 2012, March 3, 2013, February 9, 2014, May 18, 2014, June 14, 2015, January 1, 2016, February 12, 2017, September 24, 2017, January 1, 2018, September 23, 2018, January 1, 2020, January 1, 2021, March 7, 2021, November 28, 2021, February 13, 2022, January 1, 2024, and March 3, 2024.
  • Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Art. 6 — read in the version of June 14, 2006; the act was consolidated again on June 1, 2009, June 1, 2010, February 23, 2012, August 1, 2021, February 1, 2022, and September 16, 2022.

Cited in