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Konzerte und konzertähnliche DarbietungenPDF1.55 MB26. November 1998

EIDG. SCHIEDSKOMMISSION FÜR DIE VERWERTUNG VON URHEBERRECHTEN UND VERWANDTEN SCHUTZRECHTEN COMMISSION ARBITRALE FEDERALE POUR LA GESTION DE DROITS D'AUTEUR ET DE DROITS VOISINS

COMMISSIONE ARBITRALE FEDERALE PER LA GESTIONE DEI DIRITTI D'AUTORE E DEI DIRITTI AFFINI

CUMISSIUN DA CUMPROMISS FEDERALA PER LA GESTIUN DA DRETGS D'AUTUR E DA DRETGS PARENTADS

Beschluss vom 26. November 1998 betreffend den Gemeinsamen Tarif K (GT K)

(Konzerte und konzertähnliche Darbietungen)

Besetzung:

Präsidentin:

. Verena Bräm-Burckhardt, Kilchberg

Neutrale Beisitzer: . Carlo Govoni, Bern

. Martin Baumann, St. Gallen

Vertreter der Urheber und der Rechtsinhaber verwandter Schutzrechte:

. Pierre Widmer, Lausanne

Vertreterin der Werknutzer:

. Ursula Rohr, Zürich

Sekretär:

. Andreas Stebler, Bern

ESchK

CAF CCF

Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 2

I.

In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben:

Die Gültigkeitsdauer des Gemeinsamen Tarifs K (GT K; Konzerte und konzertähnliche Darbietungen) in der Fassung vom 24. November 1997, den die Schiedskommission mit Beschluss vom 11. Dezember 1997 genehmigt hat, läuft am 31. Dezember 1998 ab. Mit Eingabe vom 30. Juni 1998 haben die am GT K beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM der Schiedskommission den Antrag auf Genehmigung ei- nes neuen GT K in der Fassung vom 29. Mai 1998 eingereicht. Diese wurde am 15. Juli

1998 durch die Fassung vom 13. Juli 1998 ersetzt (vgl. hinten Ziff. 1/4).

Die Antragstellerinnen melden aus dem GT K folgende Einnahmen:

1995 1996 1997 SUISA Fr. 5'853'679.25 Fr. 6'110'813.40 Fr. 7'335'051.80 SWISSPERFORM Fr. 10'863.80 Fr. 38'294.00

Dazu wird ausgeführt, dass es sich bei diesen Zahlen um fakturierte Beträge handelt und insbesondere die SUISA im Jahre 1997 in mehreren Fällen Rechnung aufgrund von Ziff. 32 des damals geltenden GT K gestellt habe, weil die Veranstalter keine entsprechenden Angaben geliefert hätten. Gestützt auf bereits vorgenommene und allenfalls noch folgen- den Korrekturen schätzt die SUISA die Mehreinnahmen für 1997 auf etwa Fr. 500'000.-. Hinsichtlich der verwandten Schutzrechte wird ergänzt, dass sich die grossen Konzertver- anstalter nach wie vor weigern würden, die notwendigen Angaben für die Berechnung der Entschädigung bei der Verwendung im Handel erhältlicher Tonträger zu liefern. Es habe daher nicht in allen Fällen Rechnung für Pausenmusik gestellt werden können. Darüber hinaus seien die finanziellen Auswirkungen des im Jahre 1998 gültigen GT K, der in Ziff.

25 Ermässigungen bei grösseren Anlässen vorsehe, noch nicht feststellbar.

In ihrem Bericht geben die Verwertungsgesellschaften als ihre Verhandlungspartner im GT K die folgenden Nutzerorganisationen an:

— Association des Agents de Spectacles et de Concerts en Suisse, Zürich

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Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 3

— Dachverband der Urheber- und Nachbarrechtsnutzer (DUN), Bern — Good News Productions AG, Zürich

— Interessengemeinschaft Schweiz. Impresarios (IST), Zürich

— Jeunesses Musicales de Suisse, Genève

— Konferenz der Schweiz. Konservatoriumsdirektoren, Winterthur — Migros-Genossenschafts-Bund (MBG), Zürich

— Schweiz. Bühnenverband (SBV), Basel

— Swiss Music Promoters Association (SMPA), Zürich

Seitens von SUISA und SWISSPERFORM wird darauf hingewiesen, dass seit 1997 mit dem Schweizerischen Bühnenverband über einen separaten Tarif für Bühnenaufführungen verhandelt wird. Die Verhandlungen sollen bis Ende November 1998 fortgesetzt und an- schliessend der Schiedskommission ein entsprechender Tarif zur Genehmigung vorgelegt werden. Dieser Tarif wird somit frühestens ab der Spielzeit 1999/2000 gültig sein. Die Verwertungsgesellschaften haben daher auch den SBV zu den Verhandlungen über den GT K eingeladen, da sie davon ausgehen, dass die bühnenmässige Verwendung des SUISA- Repertoires vorläufig weiterhin durch den GT K geregelt wird. Anstatt einen nur noch auf Konzerte anwendbaren Tarif vorzulegen, erfasst der GT K daher wiederum die konzert- ähnlichen Veranstaltungen und damit auch die Verwendung von Musik zu Bühnenauffüh- rungen wortdramatischer Werke. Bei der beantragten Gültigkeitsdauer bis zum 31. Dezem- ber 2001 schliessen die Verwertungsgesellschaften zumindest im Hinblick auf die konzert-

ähnlichen Darbietungen eine vorzeitige Revision nicht aus.

Weiter führen die beiden Verwertungsgesellschaften aus, dass die Verhandlungen auch un- ter dem Gesichtspunkt der Neustrukturierung der Aufführungsrechtstarife GT K, GT Hb und GT H geführt worden sind. Dabei habe sich gezeigt, dass eine grundsätzliche Ände- rung der heutigen Tarifstrukturen nur schrittweise vorgenommen werden könne. So sei ein geplanter Gemeinsamer Tarif U für Tanzveranstaltungen auf den Widerstand der betroffe- nen Verhandlungspartner gestossen. Die Verwertungsgesellschaften vertreten auch die

Auffassung, dass eine Neustrukturierung der Aufführungsrechtstarife nicht eine Nivellie-

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rung der Ansätze auf dem tiefstmöglichen Niveau bedeuten könne, sondern zu einer den neuen Verwendungsformen von Musik angemessenen Entschädigung führen müsse. Im üb- rigen werde für den GT Hb gleichzeitig ein Systemwechsel beantragt, der vorsehe, dass die grossen Unterhaltungsanlässe wie “Techno-Raves‘ inskünftig mit einem Prozentsatz der Einnahmen abrechnen. Damit wird nach Auffassung der Verwertungsgesellschaften der

gegenwärtige Unterschied zwischen Konzerten und Discoanlässen wesentlich verringert.

Diskussionspunkte des GT K waren im weiteren die zu gewährenden Ermässigungen (Ra- battsystem), die Bestimmung betreffend Mehrwertsteuer sowie die Entschädigung für die Verwendung von Handelstonträgern nur während den Pausen. Als strittig wurden ebenfalls die Behandlung der Einnahmen der Vorverkaufsstellen sowie der Einbezug der Subventio- nen im Bereich der Theater bezeichnet. Grundsätzlich konnte somit keine Einigung zwi- schen den Tarifpartnern über den Entwurf zu einem GT K in der Fassung vom 29. Mai

1998 erzielt werden.

In Ergänzung ihrer Eingabe vom 30. Juni 1998 stellten die Verwertungsgesellschaften am 15. Juli 1998 den Antrag, den GT K in der abgeänderten Fassung vom 13. Juli 1998 zu ge- nehmigen. Zur Begründung geben sie an, dass dieser Antrag das Ergebnis weiterer Ver- handlungen sei und zur Vereinfachung des bis anhin umstrittenen Genehmigungsverfah- rens diene, da diese Eingabe einer weitgehenden Einigung unter den beteiligten Parteien entspreche. So habe man sowohl eine Einigung zwischen SUISA und Good News/SMPA hinsichtlich der Struktur bei den Ermässigungen gemäss den Ziff. 23 und 24 des GT K wie auch zwischen SWISSPERFORM und Good News/SMPA bezüglich des Tarifansatzes für Pausenmusik (Ziff. 21 des Tarifs) gefunden. Dabei bleibt die SWISSPERFORM zwar bei ihrer Auffassung, dass auf Grund der eingereichten Nutzungsunterlagen ein höherer Ansatz für die Verwendung von Tonträgern ausserhalb des Programmes, in der Pause sowie vor und nach der Vorstellung gerechtfertigt wäre. Im Rahmen des erzielten Gesamtkompromis- ses ist sie jedoch bereit, für eine weitere Tarifperiode den bisherigen Entschädigungssatz von 0,1 Prozent der Einnahmen zu akzeptieren. Die Verwertungsgesellschaften weisen da-

rauf hin, dass mit den neu vorgeschlagenen Änderungen (Ziff. 23, 24 und 25) die mögli-

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chen Ermässigungen im GT K maximal 40 Prozent betragen. Damit wird nach ihrer Auf- fassung auch ein Beitrag zur Anpassung der Tarifstrukturen hinsichtlich der Gemeinsamen

Tarife K, Hb und H geleistet.

Aufgrund dieser erzielten Einigung gehen die Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM von der Angemessenheit der Entschädigungen in der neu vorgelegten

Tarifversion aus.

Mit Präsidialverfügung vom 16. Juli 1998 wurde die Spruchkammer zur Beurteilung des GT K eingesetzt und der Antrag der Verwertungsgesellschaften gestützt auf Art. 10 Abs. 2 URV den in Ziff. 3 erwähnten Verbänden und Organisationen zugeleitet. Den Vernehmlas- sungsadressaten wurde eine Frist bis zum 31. August 1998 zur Stellungnahme angesetzt; dies unter Hinweis darauf, dass im Säumnisfall Zustimmung zum GT K in der Fassung

vom 13. Juli 1998 angenommen werde.

Mit Schreiben vom 31. August 1998 teilten SMPA und Good News mit, dass sie dem GT K in der vorgelegten Fassung vom 13. Juli 1998 zustimmen. DUN und SBV verweisen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme vom gleichen Tag auf die Verhandlungen zum Ab- schluss eines separaten Tarifs ‘Bühnen‘, mit dem den besonderen Bedürfnissen der Theater besser Rechnung getragen werden soll. Der SBV stellt denn auch ausdrücklich den Antrag auf Genehmigung des GT K, gibt aber an, dass dies seine Stellungnahme zum GT ‘Bühnen‘ nicht präjudiziere. Auch ist der SBV mit der Ziff. 22 (Mehrwertsteuer) des GT K nicht ein- verstanden, erklärt aber, dass diese Meinungsverschiedenheit dahin gestellt bleiben könne, nachdem die Formulierung der Verwertungsgesellschaften auch nicht ausdrücklich besage, dass eine Mehrwertsteuer geschuldet sei. Der DUN und der SBV halten indessen die Ziff. 28 und 29 betreffend Teuerungsausgleich nicht für genehmigungsfähig, da die Verwer- tungsgesellschaften dadurch automatisch von der Anpassung der Eintrittspreise profitieren würden, was die Nutzer doppelt belaste. Weitere Vernehmlassungen sind der Schieds-

kommission nicht zugegangen.

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Am 2. September 1998 wurden die Akten gestützt auf Art. 15 Abs. 2°! des Preisüberwa- chungsgesetzes vom 20. Dezember 1985 (PüG) dem Preisüberwacher zur Stellungnahme unterbreitet. Mit Antwort vom 8. September 1998 verzichtete der Preisüberwacher auf eine eigentliche Untersuchung des GT K und auf die Abgabe einer Empfehlung zu den darin enthaltenen Tarifansätzen. Dies begründete er damit, dass sich die Verwertungsgesellschaf- ten mit den massgebenden Nutzerorganisationen auf einen neuen Tarif haben einigen kön- nen und dass die Zustimmung der Betroffenen ein wichtiges Indiz dafür bilde, dass der Ta- rif nicht auf einer missbräuchlichen Ausnutzung der Monopolstellung der Verwertungsge-

sellschaften beruht.

Er empfiehlt indessen, dem gemeinsamen Antrag von DUN und SBV auf Streichung der Ziff. 28 und 29 des Tarifs stattzugeben. Dabei weist er auf seine bereits früher geäusserten Bedenken gegenüber diesen marktfremden Preisanpassungsautomatismen hin. Beim vor- liegenden Tarif empfindet er es zusätzlich als störend, dass der Teuerungsautomatismus auf Mindestentschädigungen Anwendung findet. Bei den gegenwärtigen Wirtschaftsperspekti- ven geht er davon aus, dass sich in der tarifrelevanten Zeitspanne zwischen Anfang 1999 bis Ende 2001 die Frage einer Teuerungsanpassung ohnehin höchstens einmal stellen dürf- te. Dies und der Umstand, dass die Anwendung der Teuerungsklausel auf die Mindestsätze zu einer Erhöhung von bloss Fr. 0.50 bis Fr. 2.00 führen dürfte, relativiere deren ökonomi-

sche Bedeutung stark.

Da eine Streichung der Bestimmungen betreffend die Mehrwertsteuer (Ziff. 22 des Tarifs) und den Teuerungsausgleich (Ziff. 28 und 29) nicht ausgeschlossen werden konnte, räumte die Schiedskommission gestützt auf Art. 59 Abs. 2 URG i.V.m. Art. 15 URV den beiden Verwertungsgesellschaften nochmals die Gelegenheit ein, dazu Stellung zu nehmen. Mit Schreiben vom 26. Oktober 1998 wiesen diese darauf hin, dass weder der DUN noch der SBV einen Antrag auf Streichung der Ziff. 22 gestellt hätten. Zudem entspreche diese Re- gelung derjenigen in anderen Tarifen sowie dem Beschluss der ESchK vom 19. Juni 1998 betreffend den Tarif D. Ebenso hielten die Verwertungsgesellschaften am Prinzip fest, dass

teuerungsbedingte Erhöhungen bei den Eintrittspreisen der Veranstalter auch zu einer An-

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passung bei den Vergütungen für die Nutzung von Urheber- und verwandten Schutzrechten führen müsse. Im übrigen weisen sie darauf hin, dass die Teuerungsklausel nur die Mindes- tentschädigungen betrifft und insbesondere für einen Tarif mit längerer Gültigkeitsdauer er-

forderlich sei.

Da die Tarifpartner auf eine Sitzung verzichteten und auch seitens der Mitglieder der Spruchkammer kein Antrag auf Durchführung einer Sitzung gestellt wurde, erfolgt die Be- handlung des Antrags der Verwertungsgesellschaften gemäss Art. 11 URV auf dem Zirku-

lationsweg.

Der zur Genehmigung vorgelegte GT K hat in der Fassung vom 13. Juli 1998 in den Amts-

sprachen deutsch, französisch und italienisch den folgenden Wortlaut:

SUISA Fassung 13.07.1998

SWISSPERFORM

Gemeinsamer Tarif K (GTK)

Konzerte und konzertähnliche Darbietungen

A. Kundenkreis

1 Dieser Tarif richtet sich an Veranstalter von Konzerten und konzertähnlichen Dar- bietungen. Sie werden nachstehend „Kunden“ genannt.

B. Gegenstand des Tarifs

2 Urheberrechte an Musik

Der Tarif bezieht sich auf

  • die Aufführung von urheberrechtlich geschützten nicht-theatralischen Musikwerken des Repertoires der SUISA (nachstehend „Musik“) an Konzerten und konzertähnlichen Darbietungen durch Musiker, Ton- oder Tonbild-Träger oder Sendeempfang
  • das Aufnehmen der Musik auf eigene Tonträger des Kunden; diese Tonträger dürfen nur an den Konzerten des Kunden verwendet und Dritten nicht über- lassen werden.

3 Verwandte Schutzrechte

Der Tarif bezieht sich auf - die Vergütungsansprüche der ausübenden Künstler und der Hersteller von Ton- und Tonbild-Trägern für die Aufführung von im Handel erhältlichen Ton- und Tonbild-Trägern des Repertoires von SWISSPERFORM an Konzerten und kon- zertähnlichen Darbietungen.

4 Konzerte und konzertähnliche Darbietungen

Konzerte sind Veranstaltungen, zu denen sich ein Publikum eigens einfindet, um Musik zu hören. En

Gemeinsamer Tarif K, Fassung vom 13.07.98 9

Konzertähnliche Darbietungen sind andere in sich geschlossene Veranstaltungen mit Musik, zu denen sich ein Publikum eigens einfindet, um Darbietungen zu se- hen und hören. Es ist daher unerheblich, ob die Musik allein oder in Verbindung mit anderen künstlerischen, unterhaltenden, sportlichen oder anderen Leistungen aufgeführt wird. Zu den konzertähnlichen Darbietungen zählen Variété-Darbietun- gen, Revuen, Aufführungen wortdramatischer Werke mit musikalischer Begleitung (sofern es sich um Werke der nicht-theatralischen Musik handelt) und ähnliche Darbietungen.

Konzerte und konzertähnliche Darbietungen werden nachstehend gemeinsam „Konzerte“ genannt.

Der Tarif bezieht sich bezüglich der verwandten Schutzrechte auch auf die Ver-

wendung von Tonträgern anlässlich der Aufführung von musikdramatischen Wer- ken.

Cc. Vorbehalte und Ausnahmen

5 Vorbehalte bezüglich Urheberrecht

SUISA verfügt ausschliesslich über Urheberrechte an Musik. Die Rechte anderer Urheber (z.B. der Regisseure, Drehbuchautoren bei der Vorführung von Tonbild- Trägern) bleiben vorbehalten.

6 Vorbehalte bezüglich verwandte Schutzrechte

SWISSPERFORM verfügt nicht über

— die ausschliesslichen Vervielfaltigungsrechte der ausübenden Künstler sowie der Hersteller von Ton- und Tonbild-Trägern

— die Aufführungsrechte der ausübenden Künstler und der Hersteller von nicht im Handel erhältlichen Ton- und Tonbild-Trägern.

7 Von diesem Tarif ausgenommen sind, soweit sie in anderen Tarifen geregelt wer-

den,

Konzerte der Musikvereinigungen (Tarif B), Konzertgesellschaften (Tarif D), Or- chestervereine (Tarif Dc) und kirchlichen Vereinigungen (Tarif C)

Kinos (Tarif E) und Zirkusunternehmen (GT Z)

kurze Einlagen in anderen Veranstaltungen mit Musik (GT Hb, GT H)

das Aufnehmen der Musik auf Tonbild-Träger (Tarif VN/VI).

Gemeinsamer Tarif K, Fassung vom 13.07.98 10

D. E. a) 10.1 10.2

Gemeinsamer Tarif

SUISA ist für diesen Tarif gemeinsame Zahlstelle und Vertreterin auch von SWISSPERFORM.

Wird bei einer Veranstaltung ausschliesslich das Repertoire von SWISS-

PERFORM genutzt, nicht jedoch dasjenige der SUISA, so kann die SWISS- PERFORM die ihr zustehende Vergütung selber geltend machen.

Entschädigung

Berechnung Die Entschädigung wird in der Form eines Prozentsatzes der Einnahmen des Kun- den berechnet. Vorbehalten bleibt Ziffer 12. „Einnahmen“ sind alle Einnahmen aus der Verwendung der Musik, insbesondere a) die Brutto-Einnahmen aus dem Verkauf von Billetten und Abonnementen.

Zu den Einnahmen zählen auch diejenigen der Vorverkaufsstelle oder anderer Vermittler;

b) Beiträge, Subventionen und beanspruchte Defizitgarantien an die Durchführung des Konzerts sowie der Anteil des Kunden am Erlös Dritter aus dem Verkauf von Konsumgütern (Getränke, Esswaren, T-Shirts, Souvenirs etc.).

Diese Einahmen (10.2) sind Berechnungsgrundlage nur insoweit, als sie zur Dek- kung der folgenden Konzert-Kosten erforderlich sind:

- sämtliche an die ausübenden Künstler bezahlten Entschädigungen (Gage, Reise- und Aufenthaltsspesen etc.) —

  • Miete des Konzertlokals
  • Miete von Musikinstrumenten oder der P.A.-Anlagen (public address systems).

Von den Einnahmen können gegen Nachweis abgezogen werden — Billett- und ähnliche Umsatz- oder Mehrwertsteuern

— der Gegenwert von Leistungen an die Konzertbesucher, die im Eintrittspreis inbegriffen sind, und die mit der Vermittlung von Musik nicht zusammenhängen (z.B. im Eintrittspreis enthaltene Ansprüche auf ein Getränk, auf Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel, auf einen gebührenfreien Parkplatz etc.); diese Lei- stungen können im gegenseitigen Einverständnis pauschaliert werden.

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b)

Die Entschädigung wird in den folgenden Fällen hilfsweise in der Form eines Pro- zentsatzes der Kosten der Verwendung der Musik berechnet:

— wenn sich die Einnahmen nicht ermitteln lassen oder wenn keine Einnahmen erzielt werden

- wenn die Kosten die Einnahmen übersteigen und der Kunde kein Budget erstellt oder nicht kostendeckend budgetiert hat

— bei Wohltätigkeitsanlässen, deren Einnahmenuberschuss Hilfsbedürftigen zugu- te kommt.

Urheberrechte an Musik

Der Prozentsatz beträgt 10 %.

Der Prozentsatz wird reduziert im Verhältnis Dauer der geschützten Musik : Dauer des Konzertes ohne Pausen, wenn der Kunde rechtzeitig ein Verzeichnis der aufgeführten Musik einreicht

(Ziffer 34).

Bei konzertähnlichen Darbietungen wird der Prozentsatz halbiert, wenn die Musik nur untergeordnete oder begleitende Funktion hat, wie zum Beispiel bei revuearti- gen, choreographischen Darbietungen oder Aufführungen theatralischer Werke mit Begleitmusik.

Die Entschädigung beträgt mindestens Fr. 40.- pro Konzert.

Verwandte Schutzrechte

Der Prozentsatz beträgt 2,4 %.

Er wird reduziert im Verhältnis

Dauer der Verwendung der im Handel 5 Dauer des Konzertes erhältlichen Ton- und Tonbildträgern ohne Pausen

wenn der Kunde rechtzeitig ein Verzeichnis der verwendeten Ton- und Tonbild- Träger einreicht.

Gemeinsamer Tarif K, Fassung vom 13.07.98

d)

Die Entschädigung beträgt, mit Ausnahme der nachstehenden Ziffern 20 und 21, mindestens Fr. 40.- pro Konzert.

Bei der Verwendung von im Handel erhältlichen Ton- und Tonbild-Trägern in be- gleitender Funktion (wie zum Beispiel bei Revuen, musikdramatischen, choreogra- phischen Darbietungen) beträgt die Entschädigung pro Abspielminute 1,8 %

der auf die Minute berechneten Einnahmen, mindestens jedoch Fr. 20.- pro Kon- zert. .

Bei der Verwendung von im Handel erhältlichen Ton- und Tonbild-Trägern in unter- geordneter Funktion im Hintergrund wie zum Beispiel bei Aufführungen von Sprechtheatern (wortdramatischen Werken) beträgt die Entschädigung pro Ab- spielminute 1,2 % der auf die Minute berechneten Einnahmen, mindestens jedoch Fr. 10.- pro Konzert.

Die Entschädigung für die Verwendung von Ton- oder Tonbild-Trägern nur wäh- rend Pausen sowie vor und nach dem Konzert beträgt 0,1 % der Einnahmen, min- destens jedoch Fr. 20.- pro Konzert.

Steuern

In den in diesem Tarif genannten Vergütungen ist die Mehrwertsteuer nicht inbe- griffen.

Ermässigung +

Kunden, die mit der SUISA für alle ihre Konzerte einen Vertrag schliessen und dessen Bestimmungen-einhalten, erhalten eine Ermässigung

  • von 5 %, wenn sie mehr als ein Konzert pro Jahr durchführen
  • von 10 %, wenn sie mehr als 10 Konzerte pro Jahr durchführen;

- von 15%, wenn sie mehr als 25 Konzerte pro Jahr durchführen

es wird auf die Anzahl der im Vorjahr durchgeführten Konzerte abgestellt.

Kunden, die einem repräsentativen schweizerischen Landesverband der Konzert- veranstalter angehören, welcher die SUISA in ihren Aufgaben unterstützt, und die mit der SUISA für alle ihre Konzerte einen Vertrag schliessen und dessen Bestim- mungen einhalten, haben Anspruch auf eine zusätzliche Ermässigung von 10 %.

Gemeinsamer Tarif K, Fassung vom 13.07.98 LE)

Diese Unterstützung muss umfassen: - Aufnahme ausschliesslich professioneller Veranstalter als Verbandsmitglieder

- die regelmässige, mindestens jährliche Aufforderung der Mitglieder, ihre Veran- staltungen mit Musik fristgerecht der SUISA zu melden

- die regelmässige, mindestens jährliche Kommunikation der Anliegen der SUISA gegenüber den Verbandsmitgliedern

- die Bereitschaft, Mitglieder auszuschliessen, welche die tariflichen oder vertrag- lichen Bestimmungen trotz Mahnung wiederholt verletzen

- auf Verlangen den Versuch der Vemittlung im Falle von Streitigkeiten zwischen einem Mitglied und der SUISA. Für im Eintrittspreis inbegriffene nichtmusikalische Leistungen wird die Vergütung

ferner reduziert um weitere

— 5 % bei Veranstaltungen in Lokalen oder auf Geländen mit einem Fassungs- vermögen von mehr als 1'000 Personen

— 10 % bei Veranstaltungen in Lokalen oder auf Geländen mit einem Fassungs- vermögen von mehr als 5’000 Personen

— 15 % bei Veranstaltungen in Lokalen oder auf Geländen mit einem Fassungs- vermögen von mehr als 10000 Personen.

Es gilt die für die jeweilige Veranstaltung feuerpolizeilich zugelassene Anzahl Personen.

Die in Ziffer 23-25 genannten Ermässigungen werden kumuliert, nicht jedoch die

verschiedenen innerhalb von Ziffer 25 genannten.

Für die Berechnung der Anzahl Konzerte gilt:

- mehrere gleichzeitig stattfindende Konzerte gelten als mehrere Konzerte

— bei Festivals, an denen mehr als 3 Bands auftreten, zählen Konzerte am Vormit- tag (06-12 h), am Nachmittag (12-18 h) und am Abend (18-06 h) je als ein Kon-

zert

— bei anderen mehrtägigen Veranstaltungen zählen die Konzerte eines jeden Ta- ges als ein Konzert.

Gemeinsamer Tarif K, Fassung vom 13.07.98 14

e)

F.

G.

Anpassung an die Teuerung Die Entschädigungen (jedoch nicht die Prozentsätze) werden auf den 1. Januar jeden Jahres dem Stand des Landesindexes der Konsumentenpreise angepasst,

sofern sich dieser vom Datum des Inkrafttretens bis zum Stichtag um mindestens

5 % verändert hat.

Basis ist der Stand am 1. Januar 1999.

Der Stand des Landesindexes am 31. Oktober ist Stichtag für die Anpassung an die Teuerung auf den 1. Januar des folgenden Jahres.

Zuschläge Die Entschädigungen können verdoppelt werden, wenn — Musik ohne Bewilligung der SUISA aufgeführt wird

- der Kunde absichtlich oder grobfahrlässig unrichtige oder lückenhafte Angaben liefert.

Abrechnung

Der Kunde gibt der SUISA alle zur Berechnung der Entschädigung erforderlichen Angaben innert 10 Tagen nach dem Konzert oder an den in der Bewilligung ge- nannten Terminen bekannt.

Die SUISA kann zur Prüfung der Angaben des Kunden Belege verlangen oder nach Voranmeldung Einsicht in die Bücher des Kunden nehmen.

Wenn die Angaben oder Belege auch nach einer schriftlichen Mahnung nicht innert Frist eingereicht werden, kann die SUISA entweder die erforderlichen Angaben schätzen und gestützt darauf die Entschädigung berechnen oder eine Entschädi- gung von Fr. 2.80 pro Platz verlangen.

Zahlung Die Entschädigungen sind innert 30 Tagen oder zu den in der Bewilligung genann- ten Terminen zu bezahlen.

Die SUISA kann Akontozahlungen in der voraussichtlichen Höhe der Entschädi- gung und/oder andere Sicherheiten verlangen.

Gemeinsamer Tarif K, Fassung vom 13.07.98 15

H.

Verzeichnisse der aufgeführten Musik

Der Kunde ist verpflichtet, der SUISA ein vollständiges Konzertprogramm mit den folgenden Angaben einzusenden:

— Titel aller aufgeführten Werke einschliesslich der Einlagen und Zugaben

— Namen der Komponisten und allfälliger Bearbeiter

— Dauer der Aufführung in Minuten für jedes Werk

— Dauer des ganzen Konzertes ohne Pausen

— Bei der Verwendung von Ton- oder Tonbild-Trägern im Konzert: deren Label,

Katalognummer und Aufführungsdauer. Keine Verzeichnisse sind erforderlich für die Pausenmusik.

Dieses Konzertprogramm ist innerhalb von 10 Tagen nach dem Konzert - oder nach dem letzten einer Reihe gleicher Konzerte - der SUISA zuzustelien.

Für Verzeichnisse, die auch nach einer Mahnung nicht innert Frist eingereicht werden, kann eine zusätzliche Entschädigung von Fr. 40.- erlangt werden. Diese Entschädigung wird im Wiederholungsfall verdoppelt.

Gültigkeitsdauer

Dieser Tarif ist vom 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 2001 gültig. In Bezug auf die konzertähnlichen Darbietungen kann er jederzeit revidiert werden.

Version du 13.07.1998

SUISA SWISSPERFORM Tarif commun K Concerts et productions analogues A. Cercle de clients 1 Ce tarif s'adresse aux organisateurs de concerts et de productions analogues. Ils sont

appelés ci-après «clients».

B. Objet du tarif

2 Droits d'auteur sur la musique

Le tarif se rapporte

- à l'exécution d'œuvres musicales non théâtrales du répertoire de SUISA protégées par le droit d'auteur (ci-après «musique») lors de concerts et de productions analogues par des musiciens, à partir de phonogrammes ou vidéogrammes ou par réception d'émissions;

- à l'enregistrement de musique sur les phonogrammes du client. Ces phonogrammes ne doivent être utilisés que lors des concerts du client, et ne doivent pas être cédés à des tiers.

3 Droits voisins

Le tarif se rapporte

- au droit à rémunération des artistes interprètes et des producteurs de phonogrammes où vidéogrammes pour l'utilisation de phonogrammes et vidéogrammes disponibles sur le marché du répertoire de SWISSPERFORM lors de concerts et de productions analogues.

4 Concerts et productions analogues

Les concerts sont des manifestations pour lesquelles un public se rassemble dans le but précis d'écouter de la musique.

Les productions analogues sont d'autres manifestations dans un cadre délimité avec de la musique, pour lesquelles un public se rassemble dans le but précis de voir et d'écouter les productions. Peu importe que la musique soit exécutée seule ou en relation avec d'autres prestations artistiques, récréatives, sportives où autres. Les spectacles de variétés, les revues, les représentations d'œuvres théâtrales avec accompagnement musical (dans la mesure où il s'agit d'œuvres de musique non théâtrale) et les productions analogues sont donc de ce point de vue également des concerts.

Les concerts et les productions analogues sont appelés ci-après «concerts».

Eu égard aux droits voisins, le tarif se rapporte aussi à l'utilisation de phonogrammes lors de l'exécution d'œuvres musicales dramatiques.

Reserves et exceptions Réserves relatives au droit d'auteur SUISA dispose exclusivement des droits d'auteur sur la musique. Les droits des autres auteurs (par ex. metteurs en scène, scénaristes lors de projections de vidéogrammes) sont réservés. Réserves relatives aux droits voisins

SWISSPERFORM ne dispose pas

e des droits exclusifs de reproduction appartenant aux artistes interprètes ainsi qu'aux producteurs de phonogrammes et vidéogrammes;

e des droits d'exécution des artistes interprètes et des producteurs de phonogrammes et vidéogrammes non disponibles sur le marché.

Sont exceptés de ce tarif, dans la mesure où ils sont réglementés par d'autres tarifs:

e les concerts des sociétés de musique (tarif B), des sociétés de concerts (tarif D), des orchestres symphoniques d'amateurs (tarif Dc) et des communautés religieuses (tarif C)

è les cinémas (tarif E) et les cirques (tarif Z)

e les brefs intermèdes musicaux lors d'autres manifestations avec de la musique (TC Hb, TC H)

e l'enregistrement de musique sur vidéogrammes (tarifVN/VI). Tarif commun

SUISA est organe commun d'encaissement pour ce tarif et représentante de SWISSPERFORM.

Si lors d'une manifestation il est fait usage exclusivement du répertoire de SWISSPERFORM, et non de celui de SUISA, SWISSPERFORM peut faire valoir elle- méme la redevance qui lui revient.

Redevance

Calcul

La redevance se calcule sous forme d'un pourcentage des recettes du client, sous réserve du chiffre 12.

Les «recettes» sont toutes celles provenant de l'utilisation de musique, en particulier: les recettes brutes de la vente de billets et d'abonnements.

Les recettes du service de réservation ou d'autres intermédiaires en font également partie.

b)

b)

Les contributions, subventions et garanties de déficit utilisées pour le déroulement du concert ainsi que la part du client au bénéfice de tiers sur la vente de biens de consommation (boissons, nourriture, T-Shirts, souvenirs etc.).

Ces recettes (10.2) ne servent de base de calcul que dans la mesure où elles sont nécessaires à la couverture des frais de concerts suivants:

e toutes les indemnités versées aux artistes exécutants (cachets, frais de déplacement et de séjour etc.)

e location du local de concert

e location d'instruments de musique ou d'installations P.A. (public address systems).

A condition de fournir un justificatif, il est possible de déduire des recettes

- l'impôt sur les billets et tout autre impôt sur le chiffre d'affaires ou la valeur ajoutée

- la contre-valeur de prestations aux auditeurs de concerts comprises dans le prix d'entrée, et qui sont sans rapport avec la musique (ex. bon pour une boisson, pour l'utilisation des transports en commun, d'une place de stationnement compris dans le prix d'entrée, etc.);

d'un commun accord, ces prestations peuvent faire l'objet d'un forfait.

Au besoin, la redevance peut se calculer sous forme d'un pourcentage des frais d'utilisation de la musique dans les cas suivants:

e lorsque les recettes sont inexistantes ou ne sont pas chiffrables;

e lorsque le client prévoit d'avance de couvrir les frais, intégralement ou en partie, par ses propres moyens;

e lors de manifestations de bienfaisance dont le bénéfice est versé à des personnes dans le besoin.

Droits d'auteur sur la musique

Le pourcentage est de 10%.

Le pourcentage est réduit dans la proportion

durée de la musique protégée : durée du concert sans les entractes lorsque le client fournit en temps utile un relevé de la musique exécutée (chiffre 34). Lors de productions analogues à des concerts, le pourcentage est réduit de moitié lorsque la musique n'a qu'une fonction secondaire ou d'accompagnement, par exemple lors de productions à caractère de revue, de spectacles chorégraphiques ou de représentations théâtrales avec accompagnement musical.

La redevance s'élève au moins à Fr. 40.- par concert.

d)

Droits voisins Le pourcentage est de 2,4 %.

Il est réduit dans la proportion:

durée d'utilisation du phonogramme - durée du concert disponible sur le marché sans les entractes

lorsque le client fournit à temps une liste des phonogrammes ou vidéogrammes utilisés.

La redevance, à l'exception des chiffres 20 et 21 ci-après, s'élève au moins à Fr. 40.— par concert.

En cas d'utilisation de phonogrammes ou vidéogrammes disponibles sur le marché à des fins d'accompagnement (comme par exemple lors de revues, représentations théâtrales musicales ou chorégraphiques), la redevance s'élève par minute d'utilisation à 1,8% des recettes calculées par minute; toutefois elle ne peut être inférieure à Fr. 20.— par concert.

En cas d'utilisation de phonogrammes ou vidéogrammes disponibles sur le marché à des fins accessoires, comme musique de fond, par exemple au cours de représentations théâtrales parlées (œuvres dramatiques parlées), la redevance se monte par minute d'utilisation à 1,2% des recettes calculées par minute; toutefois elle ne peut être inférieure à Fr. 10.- par concert.

La redevance pour l'utilisation de phonogrammes ou vid&ogrammes pendant les pauses seulement et avant ou après le concert s'élève à 0,1% des recettes, cependant à au moins Fr. 20.- par concert.

Impôts Les redevances de ce tarif ne comprennent pas la taxe sur la valeur ajoutée.

Réduction

Les clients qui passent un contrat avec SUISA pour tous leurs concerts et qui en respectent les dispositions bénéficient d'une réduction

e de 5%, s'ils organisent plus d'un concert par an; e de 10%, s'ils organisent plus de 10 concerts par an; e de 15%, s'ils organisent plus de 25 concerts par an

on base sur le nombre de concerts de l’année précédente.

10% suppl&mentaires sont accordés lorsque le client est affilié a une association suisse représentative d’organisateurs de concerts qui soutient SUISA dans l’accomplissement de sa täche et qui passent un contrat avec SUISA pour tous leurs concerts et en respectant les dispositions.

Pour soutenir SUISA, l'association doit

- accepter exclusivement des organisateurs professionnels en qualité de membres

- exiger régulièrement des membres, au moins une fois par an, qu'ils déclarent a SUISA leurs manifestations avec musique dans les délais

N

- communiquer régulièrement, au moins une fois par an, les demandes de SUISA aux membres de l'association

- être prête à radier des membres s’ils enfreignent à plusieurs reprises les conditions tarifaires ou contractuelles malgré les avertissements.

- servir sur demande d’intermediaire en cas de différend entre un membre et SUISA.

Pour les prestations non-musicales comprises dans le prix d'entrée, la redevance est encore réduite de

  • 5% supplémentaires si la capacité du local ou de l'aire dépasse 1'000 personnes
  • 10% supplémentaires si la capacité du local ou de l'aire dépasse 5'000 personnes
  • 15% supplémentaires si la capacité du local ou de l'aire dépasse 10'000 personnes

La capacité de chaque manifestation est déterminée selon le nombre de personnes autorisé d'après les prescriptions de la police du feu.

Il est possible de cumuler les réductions mentionnées aux chiffres 23, 24 et au plus une des réductions du chiffre 25.

Pour calculer le nombre de concerts, on considère: que plusieurs concerts qui ont lieu simultanément comptent chacun pour un concert;

e que lors de festivals où se produisent plus de trois groupes, les concerts du matin (06- 12h), de l'après-midi (12-18h) et du soir (18-06h) comptent chacun pour un concert;

e que lors d'autres manifestations sur plusieurs jours, les concerts d'une journée comptent pour un concert.

Adaptation au renchérissement

Les redevances (et non les pourcentages) sont réajustées le 1* janvier de chaque année sur l'indice national des prix à la consommation, à condition que celui-ci ait varié d'au moins 5% depuis la date d'entrée en vigueur jusqu'au jour de l'indexation.

L'indice de base est celui du 1” janvier 1996.

L'indice national du 31 octobre fait foi pour l'adaptation au renchérissement au 1” janvier de l'année suivante.

Suppléments Les redevances peuvent être doublées lorsque » la musique est exécutée sans l'autorisation de SUISA;

e le client donne des informations inexactes ou incomplètes, intentionnellement ou par négligence grossière.

Decompte

Le client fournit à SUISA toutes les données nécessaires au calcul de la redevance dans les dix jours après le concert ou aux dates fixées dans l'autorisation.

SUISA peut exiger des justificatifs pour vérifier l'exactitude des données du client et, sur préavis, contrôler la comptabilité du client.

Lorsque les données ou les justificatifs ne parviennent pas à SUISA dans les délais même après un rappel écrit, SUISA peut procéder soit à une estimation des données et calculer la redevance sur cette base, soit exiger une redevance de Fr. 2.80 par place.

Paiement Les redevances sont payables dans les 30 jours ou à la date fixée dans l'autorisation.

SUISA peut exiger un versement préalable égal au montant prévisible de la redevance et/ou d'autres garanties.

Relevé de la musique exécutée

Le client est tenu d'envoyer à SUISA un programme de concert complet avec les indications suivantes:

e titre de toutes les œuvres exécutées, y compris les intermèdes et les bis

e noms des compositeurs et des éventuels arrangeurs

e durée de l'exécution de chaque œuvre en minutes

e durée de tout le concert sans les pauses

e lors d'utilisation de phonogrammes ou vid&ogrammes en concert: leur label, numéro de catalogue et la durée d'exécution. Il n'est pas nécessaire de fournir de relevé pour la musique des entractes.

Ce programme de concert doit être envoyé à SUISA dans les dix jours après le concert, ou après le dernier concert d'une série.

SUISA peut exiger une redevance supplémentaire de Fr. 40.- pour les relevés qui ne sont pas envoyés à temps même après un rappel. Cette redevance sera doublée en cas de récidive.

Durée de validité

Ce tarif est valable du 1” janvier 1999 au 31 décembre 2001. Il peut être révisé à tout moment en ce qui concerne les productions analogues.

SUISA Versione de! 13.07.1998

SWISSPERFORM

Tariffa comune K

Concerti e produzioni musicali analoghe

A. Sfera di clienti

1 Questa tariffa concerne gli organizzatori di concerti e produzioni musicali analoghe, qui di seguito denominati „clienti“.

B. Oggetto della tariffa

2 Diritti d’autore sulla musica

La tariffa concerne - Fesecuzione di opere musicali non teatrali del repertorio SUISA protette in base al

diritto d'autore (qui di seguito musica“) in occasione di concerti o di produzioni musicali analoghe

da parte di musicisti, tramite supporti sonori o audiovisivi o la ricezione di emissioni

- la registrazione della musica su supporti sonori del cliente; supporti sonori uti- lizzabili soltanto in occasione dei concerti del cliente e non rilasciabili a terzi.

3 Diritti di-protezione affini

La tariffa concerne

- il diritto d'indennizzo degli artisti interpreti e dei produttori di supporti sonori e au- diovisivi circa l'utilizzazione dei supporti sonori e audiovisivi in commercio del re- pertorio della SWISSPERFORM in occasione di concerti e di produzioni musicali analoghe.

4 Concerti e produzioni musicali analoghe

Per concerti si intendono quelle manifestazioni per assistere alle quali si raduna un pubblico con lo scopo precipuo di ascoltare musica.

Per produzioni musicali analoghe si intendono altre manifestazioni in ambito ben de- finito con musica, per assistere alle quali si raduna un pubblico con lo scopo precipuo di ascoltare o vedere delle produzioni. Poco importa che venga eseguita soltanto mu- sica o che questa accompagni altre produzioni artistiche, ricreative, sportive e via dicendo. Nel novero delle produzioni musicali analoghe vi sono gli spettacoli di varietà, le riviste, le rappresentazioni di opere teatrali con accompagnamento musicale (nella misura in cui si tratti di opere musicali non teatrali) e le produzioni simili.

| concerti e le produzioni musicali analoghe sono denominati insieme qui di seguito „concerti“.

Relativamente ai diritti di protezione affini, la tariffa concerne altresì l'utilizzazione di supporti sonori in occasione dell'esecuzione di opere musicali teatrali.

Riserve ed eccezioni

Riserve relative al diritto d'autore

La SUISA detiene esclusivamente i diritti d'autore sulla musica. | diritti degli altri autori (p. es. registi, scenografi in occasione della proiezione di supporti audiovisivi) restano

riservati.

Riserve relative ai diritti di protezione affini La SWISSPERFORM non detiene

- i diritti esclusivi di riproduzione detenuti dagli artisti interpreti o dai produttori di supporti sonori e audiovisivi

- i diritti di esecuzione degli artisti interpreti e dei produttori di supporti sonori e au- diovisivi non in commercio. Sono esclusi da questa tariffa, nella misura in cui disciplinati in altre tariffe

- concerti delle associazioni musicali (tariffa B), società di concerti (tariffa D), as- sociazioni orchestrali (tariffa Dc) e associazioni parrocchiali (tariffa 'C)

  • cinema (tariffa E) e circo (TC Z)
  • brevi inserti in altre manifestazioni con musica (TC Hb, TC H)

- registrazioni della musica su supporti audiovisivi (tariffa VN/VI).

D. E. a) 10.1 10.2

Tariffa comune

La SUISA è organo comune d'incasso per quanto riguarda questa tariffa e rappresen- ta anche la SWISSPERFORM.

Quando per una manifestazione si utilizza unicamente il repertorio della SWISSPERFORM, e non quello della SUISA, la SWISSPERFORM può far valere es- sa stessa l'indennità che le spetta.

Indennità Calcolo

L'indennità viene calcolata in valori percentuali degli introiti del cliente, ferma restando la cifra 12.

Per introiti si intendono tutti quelli provenienti dall’utilizzazione della musica, in partico- lare

a) gli introiti lordi provenienti dalla vendita di biglietti e abbonamenti, ivi compresi quelli provenienti dalla prevendita o da altri intermediari. b) contributi, sovvenzioni e garanzie di deficit richieste per l’organizzazione del con-

certo, nonché la parte del cliente sul ricavo di terzi proveniente dalla vendita di beni di consumo (bibite, alimentari, T-Shirt, souvenir, ecc.).

Introiti (10.2) che costituiscono la base per il calcolo soltanto se necessari per la copertura dei seguenti costi del concerto:

- tutte le indennità pagate agli artisti interpreti (ingaggio, spese di viaggio e di sog- giorno, ecc.)

  • l'affitto dei locali per il concerto
  • noleggio di strumenti musicali o di impianti P. A. (public address system).

Presentando un giustificativo, è possibile dedurre dagli introiti

- l'imposta sui biglietti e quelle analoghe sulla cifra d’affari o sul valore aggiunto

- il controvalore di prestazioni ai fruitori di concerti inclusi nel prezzo del biglietto d’ingresso e in nessuna relazione con la musica (p. es. il diritto ad una bibita, all’utilizzazione di un mezzo di trasporto pubblico o di un posteggio gratuito com- presi nel biglietto, ecc.); prestazioni che possono essere concordate globalmente.

b)

c)

A titolo ausiliare, l'indennità viene calcolata in valori percentuali dei costi di utiliz- zazione della musica nei seguenti casi: - allorquando gli introiti non siano accertabili o non ve ne siano;

allorquando il cliente preveda in anticipo di coprire i costi parzialmente o comple- tamente con i propri mezzi;

- nel caso di spettacoli di beneficenza, i cui introiti eccedenti sono destinati a perso- ne bisognose. . Diritti d’autore sulla musica

La percentuale & pari al 10%.

La percentuale si riduce nel rapporto durata della musica protetta : durata del concerto senza le pause purché il cliente fornisca in tempo utile gli elenchi della musica eseguita (cifra 35).

Per le produzioni musicali analoghe, la percentuale si riduce della meta quando la musica ha solo una funzione secondaria o di accompagnamento, per esempio in oc- casione di riviste, di spettacoli coreografici o di rappresentazioni teatrali con accom- pagnamento musicale.

L’indennità ammonta ad almeno Fr. 40.- per concerto.

Diritti di protezione affini La percentuale è pari al 2,4%.

Essa viene ridotta nel rapporto

durata dell’utilizzazione del : durata del concerto supporto sonoro in commercio senza le pause

purché il cliente fornisca in tempo utile un elenco dei supporti sonori e audiovisivi uti- lizzati.

| L’indennità, fatte salve le cifre 20 e 21 qui di seguito, ammonta ad almeno Fr. 40.- per

concerto.

d)

In caso di utilizzazione di supporti sonori o audiovisivi in commercio con funzione di accompagnamento (come per esempio in occasione di riviste, rappresentazioni di teatro in musica o coreografiche), l'indennità ammonta per minuto di utilizzazione all’1,8% degli introiti calcolati al minuto; tuttavia almeno a Fr. 20.- per concerto.

In caso di utilizzazione di supporti sonori e audiovisivi in commercio con funzione se- condaria di musica di sottofondo, come per esempio nel corso di rappresentazioni di teatro di prosa (opere drammatiche recitate), l'indennità ammonta per minuto di utiliz- zazione all’1,2% degli introiti calcolati al minuto; tuttavia almeno a Fr. 10.- per concer- to.

L’indennità per l'utilizzazione di supporti sonori e audiovisivi durante le pause soltanto o prima o dopo il concerto ammonta allo 0,1 % degli introiti; essa è tuttavia pari ad al- meno Fr. 20.- per concerto.

Imposte Nelle indennità citate in questa tariffa non è compresa l’imposto sul valore aggiunto.

Ribasso

Clienti che stipulano un contratto con la SUISA per tutti i loro concerti attenendosi alle relative disposizioni, beneficiano di un ribasso

  • del 5%, se organizzano più di un concerto all'anno;
  • del 10%, se organizzano più di 10 concerti alPanno;

_- del 15%, se organizzano più di 25 concerti all'anno;

ci si basa sul numero di concerti organizzati l’anno precedente.

Clienti che fanno parte di un'associazione rappresentativa svizzera di portata naziona- le degli organizzatori di concerti che sostiene la SUISA nello svolgimento dei suoi compiti e che stipulano con la SUISA un contratto per tutti i loro concerti attenendosi alle relative disposizioni, hanno diritto ad un ribasso supplementare del 10%. _~

Sostegno che prevede: - l'ammissione di organizzatori professionisti soltanto, quali membri dell'associazione

- un sollecito periodico, almeno annuo, affinché i membri notifichino tempestivamente alla SUISA le loro manifestazioni con musica

- la trasmissione periodica, almeno annua, delle richieste della SUISA nei confronti dei membri dell'associazione _

‘27

- la disponibilità ad escludere quei membri che non si attengano alle disposizioni tarif farie o contrattuali, nonostante sollecito

- a richiesta il tentativo di mediazione in caso di controversie fra un membro e la SUISA.

Per le prestazioni non musicali comprese nel prezzo d'ingresso, l'indennità viene inol- tre ridotta di un ulterore

- 5% in caso di manifestazioni in locali o su superfici con una capacità di più di 1'000 persone

- 10% in caso di manifestazioni in locali o su superfici con una capacità di più di 5'000 persone

- 15% in caso di manifestazioni in locali o su superfici con una capacità di oltre 10’000 persone

Per la relativa manifestazione, fa stato il numero di persone ammesso in base alle disposizioni della polizia.

Le riduzioni citate alle cifre 23-25 si accumulano, tuttavia non le diverse riduzioni citate alla cifra 25.

Per il calcolo del numero dei concerti fa stato quanto segue: - più concerti aventi luogo contemporaneamente contano come più concerti

- in occasione di festival durante i quali si producono più di tre gruppi, i concerti del mattino (06.00-12.00), del pomeriggio (12.00-18.00) e della sera (18.00-06.00) contàno come un concerto per ogni periodo.

- in occasione di altre manifestazioni della durata di più giorni, i concerti di ogni gior- no contano come un concerto.

Adattamento al rincaro

Le indennità (ma non le percentuali) vengono adattate per il 1° gennaio di ogni anno allo stato dell'indice nazionale dei prezzi al consumo, a patto che questo sia mutato del 5% almeno a decorrere dalla data di entrata in vigore fino al giorno dell’indicizzazione.

Base è lo stato al 1° gennaio 1996.

Lo stato dell'Indice nazionale al 31 ottobre è il giorno di indicizzazione per l'adattamento al rincaro per il 1° gennaio dell’anno successivo.

N

Supplementi

Le indennità possono raddoppiare se viene utilizzata musica senza l’autorizzazione della SUISA

- il cliente fornisce alla SUISA intenzionalmente o per negligenza indicazioni inesatte o incomplete.

Conteggio

Il cliente fornisce alla SUISA tutte le indicazioni necessarie per il calcolo dell'indennità entro un periodo di 10 giorni a contare da quello del concerto o entro i termini pattuiti nell'autorizzazione.

La SUISA può esigere dei giustificativi onde verificare l'esattezza delle indicazioni fornite dal cliente e, previo preavviso, l’accesso ai libri contabili del cliente.

Qualora le indicazioni o i giustificativi non le pervengano entro il termine fissato nean- che dopo sollecito per iscritto, la SUISA può procedere ad una stima delle indicazioni necessarie e, basandosi su questa, calcolare l'indennità, oppure richiederne una pari a Fr. 2.80 per posto.

Pagamento

Le indennità sono dovute entro i 30 giorni o alla data fissata nell’autorizzazione.

La SUISA può esigere acconti pari all'importo presumibile dell'indennità e/o altre garanzie.

Elenchi della musica eseguita

Il cliente è tenuto ad inviare alla SUISA il programma completo del concerto fornito delle seguenti indicazioni:

  • Titolo di tutte le opere eseguite, compresi fuoriprogramma e bis
  • Nome dei compositori e degli eventuali arrangiatori
  • Durata dell'esecuzione di ogni opera in minuti

- Durata dell’intero concerto senza le pause.

- In caso di utilizzazione di supporti sonori o audiovisivi per il concerto: la loro etichet- ta, il numero di catalogo e la durata dell’utilizzazione.Non è necessario fornire un elenco della musica utilizzata durante le pause.

Il programma del concerto va inviato alla SUISA entro i 10 giorni dopo il concerto o dopo l’ultimo concerto di una serie di concerti uguali.

La SUISA può esigere un'indennità supplementare pari a Fr. 40.-- per gli elenchi non inviati tempestivamente neanche dopo un sollecito. L'indennità verrà raddoppiata in caso di recidiva.

Periodo di validità

La presente tariffa è valevole dal 1° gennaio 1999 al 31 dicembre 2001. Per quanto riguarda le produzioni analoghe ai concerti, essa può essere riveduta in qualsiasi momento.

ESchK

CAF CCF

Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 30

II.

Die Schiedskommission zieht in Erwägung:

Die am GT K beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM haben ihren Antrag auf Genehmigung eines neuen GT K am 30. Juni 1998 und damit innerhalb der mit Präsidialverfügung vom 26. Mai 1998 bis zu diesem Datum verlängerten Eingabe- frist eingereicht. Nach Ablauf dieser Frist stellten sie allerdings am 15. Juli 1998 den Er-

gänzungsantrag, den GT K in der abgeänderten Fassung vom 13. Juli 1998 zu genehmigen.

Da die zwischenzeitlich vorgenommenen Anderungen mit den beteiligten Nutzerorganisa- tionen abgesprochen waren, hat die Schiedskommission mit Präsidialverfügung vom 16. Juli 1998 gestützt auf Art. 9 Abs. 2 URV den Tarif in der neuen Fassung entgegengenom- men. Im Rahmen des durchgeführten Vernehmlassungsverfahrens (s. vorne Ziff. 1/5) hat sich denn auch gezeigt, dass sich die Verwertungsgesellschaften in wesentlichen Punkten

(verwandte Schutzrechte, Rabattregelung) mit den Nutzern einigen konnten.

Den Gesuchsunterlagen sowie den anlässlich der Vernehmlassung eingegangenen Stel- lungnahmen lässt sich im weiteren entnehmen, dass die Verwertungsgesellschaften die

Verhandlungen im Sinne von Art. 46 Abs. 2 URG ordnungsgemäss durchgeführt haben.

Nach übereinstimmenden Aussagen sowohl der Verwertungsgesellschaften wie auch des Schweizerischen Bühnenverbandes wurden die Bestrebungen, für die Theater einen beson- deren Tarif zu schaffen, in der Zwischenzeit fortgesetzt. Allerdings ist der Schiedskommis- sion noch kein entsprechender Tarif unterbreitet worden. Bis auf weiteres zählen somit

auch die Theater zu den Verhandlungspartnern des GT K.

Die Schiedskommission genehmigt einen ihr vorgelegten Tarif, wenn er in seinem Aufbau und in den einzelnen Bestimmungen angemessen ist (Art. 59 Abs. 1 URG). Ein wesentli- ches Indiz für die Angemessenheit eines Tarifs ist in der ausdrücklichen oder stillschwei- genden Zustimmung der hauptsächlichen Organisationen der Nutzer von urheberrechtlich

geschützten Werken und nachbarrechtlich geschützten Leistungen zu sehen. In Bestätigung

ESchK

CAF CCF

Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 31

dieser Praxis hat das Bundesgericht in seinem Entscheid vom 7. März 1986 betreffend den Genehmigungsbeschluss der Schiedskommission vom 8. Juni 1984 zum Gemeinsamen Ta- rif I festgestellt, dass im Falle der Zustimmung der Nutzerseite davon ausgegangen werden kann, dass ein Tarif annähernd einem unter Konkurrenzverhältnissen zustande gekomme- nen Vertrag entspricht (Entscheide und Gutachten der ESchK, Bd. III, 1981-1990, S. 190). Diese Rechtsprechung stimmt auch überein mit den Anforderungen der Angemessenheits- kontrolle im Sinne von Art. 59 Abs. 1 URG. Dass der Zustimmung der Nutzerorganisatio- nen bei der Tarifgenehmigung ein sehr hoher Stellenwert beizumessen ist, ergibt sich im übrigen auch aus Art. 11 URV, wonach in diesem Fall keine Sitzung zu Behandlung der Vorlage einberufen werden muss, sondern die Genehmigung auf dem Zirkulationsweg er-

folgen kann.

Wenn die Tarifverhandlungen hinsichtlich der Tarifstruktur und der Entschädigungen zu einer Einigung zwischen den Parteien führen, entfällt demnach die Angemessenheitsprü- fung der Entschädigungsansätze gemäss Art. 60 URG. Im übrigen stellt die Schiedskom- mission fest, dass der neu zur Genehmigung beantragte Tarif in wesentlichen Punkten mit demjenigen übereinstimmt, den sie bereits mit Beschluss vom 11. Dezember 1997 geneh- migt hat. Die vorgenommenen Änderungen betreffen namentlich die in Ziff. 23 und 24

enthaltenen Ermässigungen, bei denen sich die Tarifpartner einigen konnten.

Keine Einigung konnte dagegen hinsichtlich der Bestimmungen betreffend Teuerung (Ziff. 28/29 des Tarifs) sowie Mehrwertsteuer (Ziff. 22) gefunden werden. Sowohl der DUN wie auch der SBV verlangen die Nichtgenehmigung der Teuerungsklausel. Dabei werden sie grundsätzlich vom Preisüberwacher unterstützt. Im Zusammenhang mit der Mehrwert- steuerbestimmung wurde zwar auf die Problematik dieser Regelung hingewiesen; auf die

Stellung eines formellen Streichungsantrags wurde allerdings verzichtet.

Die Schiedskommission hat in der Folge diese beiden umstrittenen Punkte besonders zu

prüfen und gegebenenfalls - nachdem die betroffenen Verwertungsgesellschaften die Gele-

ESchK

CAF CCF

Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 32

genheit nicht benützt haben, diese Bestimmungen von sich aus zu ändern - gestützt auf Art. 59 Abs. 2 URG i.V. mit Art. 15 URV die erforderlichen Änderungen selbst vorzunehmen.

Im letzten Genehmigungsverfahren zum GT K (Beschluss vom 11. Dezember 1997) hat die Schiedskommission den Rückzug einer ähnlichen Bestimmung betreffend Mehrwertsteuer wie sie nun in Ziff. 22 des Tarifs enthalten ist, durch die Verwertungsgesellschaften be- grüsst, weil damit der Eindruck vermieden werden konnte, die Kommission würde mit der Genehmigung dieser Tarifbestimmung zur offenbar kontroversen Frage der Mehrwertsteu- erpflicht der Konzertveranstalter Stellung nehmen. Im Rahmen der Genehmigung des Ta- rifs D hat sie dagegen mit Beschluss vom 19. Juni 1998 eine entsprechenden Bestimmung mit der Ergänzung ‚allfällige‘ Mehrwertsteuer nicht beanstandet. Dabei hat sie festgehal- ten, dass die Frage, ob eine Leistung im Bereich der Urheberrechte der Mehrwertsteuer un- terliegt oder nicht, durch die hierfür zuständigen Verwaltungsbehörden beziehungsweise Gerichte zu beurteilen ist und nicht der Kognition der Schiedskommission unterliegt. Hin- gegen könne sie im Rahmen der Angemessenheitsprüfung feststellen, ob eine allenfalls ge- schuldete Mehrwertsteuer in der Urheberrechtsentschädigung enthalten ist oder noch dazu zu schlagen wäre. In Übereinstimmung mit dem nicht veröffentlichten Entscheid des Bun- desgerichts vom 24. März 1995 (‘Leerkassettenentscheid‘; E. 12a aa) ist die Kommission davon ausgegangen, dass, falls eine solche Steuer geschuldet ist, sie an den genehmigten und angemessenen Tarif anknüpft und nicht bereits in der angemessenen Entschädigung gemäss Tarif enthalten ist. Da sich die entsprechende Regelung somit nicht unmittelbar auf die Angemessenheit der Entschädigung auswirkt, hat die Kommission nichts dagegen ein- zuwenden, dass sie auch in den GT K aufgenommen wird. Mit dem Zusatz ‘allfällige‘ (Mehrwertsteuer) ist aber auch hier zu verdeutlichen, dass ein Tarif nicht festlegen kann, ob eine Mehrwertsteuer geschuldet ist oder nicht. Damit wird die grundsätzliche Frage, ob und allenfalls von wem in diesem Bereich eine Mehrwertsteuer geschuldet ist, in keiner Weise präjudiziert. Sie ist von der Schiedskommission auch nicht vorfrageweise zu beant- worten. Im übrigen bestätigt die Schiedskommission ihre bereits im Beschluss zum Tarif D geäusserte Auffassung, dass dieser Bestimmung lediglich deklaratorischer Charakter zu-

kommt, sie indessen zur Transparenz des Tarifs beiträgt.

ESchK

CAF Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GT K 33 CCF 6. Nebst dem DUN und dem SBV, welche die Streichung der Bestimmungen betreffend den

Teuerungsausgleich verlangen, hat auch der Preisüberwacher darauf hingewiesen, dass die in Ziff. 28/29 des Tarifs enthaltene Teuerungsklausel unter wettbewerbsrechtlichen und ökonomischen Gesichtspunkten grosse Bedenken erwecke. Als besonders störend empfin- det er, dass dieser Teuerungsautomatismus auf die im Tarif enthaltenen Mindest- entschädigungen Anwendung findet. Gestützt auf diesen Hinweis des Preisüberwachers hat die Schiedskommission diese Frage unabhängig vom Umstand zu prüfen, dass insbesonde- re der SBV einen separaten Tarif bezüglich der Bühnen anstrebt und damit in naher Zu-

kunft nicht mehr als massgebender Nutzerverband vom GT K betroffen sein dürfte.

Die Schiedskommission hat in ihrem Beschluss vom 21. Dezember 1993 betreffend die Genehmigung des GT 4 (Leerkassettenvergütung) festgehalten, dass bei Entschädigungs- ansätzen, die sich nach dem Tantiemesystem auf die Einnahmen oder Ausgaben der Werk- nutzer beziehen, eine allfällige Teuerungsklausel von dieser Berechnungsgrundlage ausge- hen muss und nicht einfach auf den Landesindex der Konsumentenpreise abgestellt werden könne. Demnach wäre eine Teuerungsanpassung nur gerechtfertigt, wenn die Teuerung auch tatsächlich auf die Einnahmen oder die Ausgaben der Nutzer durchschlägt. Die Recht- fertigung für diese Art des Teuerungsausgleichs ergibt sich aus dem Tantiemesystem ge- miss Art. 60 Abs. 2 URG, wonach die Entschädigung grundsätzlich als prozentualer Anteil der Einnahmen oder Ausgaben der Nutzer festzulegen ist. Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid vom 24. März 1995 zum vorerwähnten Genehmigungsbeschluss der Schieds-

kommission die obigen Überlegungen zum Teuerungsausgleich bestätigt.

Die Verwertungsgesellschaften haben in ihren Eingaben eine frühere Annahme (vgl. Be- schuss vom 8.12.1995 betr. GT K, Ziff. 1/8), dass sich die Einnahmen oder Kosten der Nutzer gleich oder zumindest ähnlich entwickeln wie der Landesindex der Konsumenten- preise, nicht belegt. Sie weisen denn auch richtigerweise darauf hin, dass die Entschädi- gung im Normalfall als Prozentsatz der Einnahmen berechnet wird und damit höhere Ein- nahmen des Konzertveranstalters regelmässig auch zu höheren Einnahmen für die aus dem

GT K Berechtigten führen. Allerdings erachten sie einen Teuerungsausgleich bei den Min-

ESchK

CAF CCF

Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 34

destentschädigungen, bei denen keine automatische Anpassung stattfindet, für gerechtfer- tigt.

Dabei übersehen sie allerdings, dass Mindestvergütungen, die sich zwar im Laufe der Zeit durchgesetzt haben, durch die Angemessenheitskontrolle nach Art. 60 URG in Frage ge- stellt sind, sofern dadurch die gesetzlich vorgegebene Limite überschritten wird und sie nicht im Sinne einer Ausnahme, sondern regelmässig zur Anwendung gelangen. Die Schiedskommission hat in ihrem Beschluss vom 8. Dezember 1995 (Ziff. 1/5) indessen nicht ausgeschlossen, dass eine Mindestentschädigung in besonderen Fällen gestützt auf Art. 60 Abs. 2 zweiter Satz URG gerechtfertigt sein kann und die im GT K enthaltenen

Mindestvergütungen unter diesem Gesichtspunkt als angemessen bezeichnet.

Gerade bei Mindestentschädigungen, die den Urhebern und den ausübenden Künstlern un- abhängig von den in Art. 60 Abs. 2 erster Satz URG festgelegten Prozentsätzen zugestan- den werden, ist indessen die Anwendung einer Teuerungsklausel besonders fragwürdig. Im weiteren geht die Schiedskommission mit dem Preisüberwacher einig, dass die ökonomi- sche Bedeutung dieser Klausel aufgrund der gegenwärtigen beziehungsweise der zu erwar- tenden Teuerung (Die mittlere Jahresteuerung 1998 beträgt gemäss Angaben des Bundes- amtes für Statistik voraussichtlich 0,1 Prozent und wird für 1999 auf knapp 1 Prozent ge- schätzt; vgl. Pressemitteilung des BFS Nr. 94/1998 vom 30. Oktober 1998) stark zu relati- vieren ist. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass der Tarif längstens bis zum 31. Dezember 2001 begrenzt ist. Sollte die Teuerung bis zu diesem Zeitpunkt deutlich (d.h. über 5 Pro- zent) ansteigen, gibt dies den Verwertungsgesellschaften die Gelegenheit, anlässlich der Aushandlung eines neuen Tarifs, den Nutzern eine entsprechende Anpassung der Mindest-

entschädigungen vorzuschlagen. Die Ziff. 28 und 29 sind daher aus dem Tarif zu streichen.

Zwar hat die Schiedskommission bei der letztmaligen Genehmigung des GT K eine ent- sprechende Teuerungsklausel noch genehmigt. Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass damals diese Klausel weder von den Tarifpartnern noch vom Preisüberwacher beanstandet wurde. Zudem ist die Schiedskommission des öfteren davon ausgegangen, dass insbeson-

dere bei einer kurzen Geltungsdauer eine im Tarif enthalten Teuerungsklausel im Rahmen

ESchK

CAF CCF

Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 35

HI.

der gegenwärtigen niedrigen Teuerungsraten ohnehin nicht zur Anwendung gelangt und hat deshalb von einer Streichung abgesehen (vgl. Beschluss vom 8.12.1995 betr. GT K, Ziff. 1/8). Sie hat aber auch immer wieder darauf hingewiesen, dass bei künftigen Tarifrevisio- nen die Teuerungsklausel so festzulegen ist, dass sie den Anforderungen der geänderten Spruchpraxis der Schiedskommission genügt (vgl. z.B. den Beschluss vom 3.11.1997 betr. GT Hb, Ziff. II/3 bzw. den Beschluss vom 8.12.1995 betr. Tarif PN, Ziff. IV2).

Unter Berücksichtigung der grundsätzlichen Zustimmung der massgebenden Nutzerorgani- sationen zur Genehmigung des vorliegenden GT K gibt der Antrag der Verwertungsgesell- schaften zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Der GT K in der Fassung vom 13. Juli

1998 wird mit der abgeänderten Ziff. 22 und ohne die Ziff. 28 und 29 genehmigt.

Die Gebühren und Auslagen dieses Verfahrens richten sich nach Art. 21a Abs. 1 und Abs. 2 Bst. aund d sowie Art. 21b URV (in der Fassung vom 25. Oktober 1995). Die Verfah-

renskosten sind somit von den Antrag stellenden Verwertungsgesellschaften zu tragen.

Demnach beschliesst die Eidg. Schiedskommission:

Der Gemeinsame Tarif K (Konzerte und konzertähnliche Darbietungen) wird in der Fas-

sung vom 13. Juli 1998 mit den folgenden Änderungen genehmigt:

a) Die Ziffer 22 wird geändert in: ‘In den in diesem Tarif genannten Vergütungen ist eine allfällige Mehrwertsteuer nicht inbegriffen.‘

b) Die Ziffern 28 und 29 betreffend die Teuerungsanpassung werden gestrichen.

Den am GT K beteiligten Verwertungsgesellschaften SUISA und SWISSPERFORM werden die Verfahrenskosten bestehend aus:

a) einer Spruch- und Schreibgebühr von Fr. 1'400.00

b) sowie dem Ersatz der Auslagen von Fr. 832.30

ESchK CAF Beschluss vom 26. November 1998 betreffend GTK 36 CCF

total Fr. 2'232.30 auferlegt. Sie haften dafür solidarisch.

3. Schriftliche Mitteilung an:

— die Mitglieder der Spruchkammer

— die SUISA, Zürich

— die SWISSPERFORM, Zürich

— Association des Agents de Spectacles et de Concerts en Suisse, Zürich

— Herm Dr. H. Pfortmüller, Zürich, zHv. Swiss Music Promoters Association (SMPA) und Good News Productions AG

— Herrn Dr. P. Mosimann, Basel, zHv. Schweiz. Bühnenverband (SBV) und Dachverband der Urheber- und Nachbarrechtsnutzer (DUN)

— Interessengemeinschaft Schweiz. Impresarios (ISD, Zürich

— Jeunesses Musicales de Suisse, Genève

— Konferenz der Schweiz. Konservatoriumsdirektoren, Winterthur

— Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich

— den Preisüberwacher

4. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Schweizerischen

Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden’.

Eidg. Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten

Die Präsidentin: Der Sekretär:

V. Bräm-Burckhardt A. Stebler

* Art. 74 Abs. 2 URG; Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG sowie Art. 98 Bst. e und Art. 106 Abs. 1 OG.