Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die ans Publikum abgegeben werdenPDF1.88 MB13. Dezember 1999
EIDG. SCHIEDSKOMMISSION FÜR DIE VERWERTUNG VON URHEBERRECHTEN UND VERWANDTEN SCHUTZRECHTEN COMMISSION ARBITRALE FEDERALE POUR LA GESTION DE DROITS D'AUTEUR ET DE DROITS VOISINS
COMMISSIONE ARBITRALE FEDERALE PER LA GESTIONE DEI DIRITTI D'AUTORE E DEI DIRITTI AFFINI
CUMISSIUN DA CUMPROMISS FEDERALA PER LA GESTIUN DA DRETGS D'AUTUR E DA DRETGS PARENTADS
Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI
(Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die ans Publikum abgegeben werden)
Besetzung:
Präsidentin:
. Verena Bräm-Burckhardt, Kilchberg
Neutrale Beisitzer:
. Carlo Govoni, Bern
. Pierre-Christian Weber, Geneve Vertreter der Urheber:
. Pierre Widmer, Lausanne
Vertreter der Werknutzer:
. Lucas David, Zürich
Sekretär:
. Andreas Stebler, Bern
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CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF I In tatsächlicher Hinsicht hat sich ergeben:
1.
Die Gültigkeitsdauer des mit Beschluss vom 13. Dezember 1994 genehmigten und am 17. November 1998 um ein Jahr verlängerten Tarifs VI (Aufnehmen von Musik auf Tonbild- Träger, die ans Publikum abgegeben werden) läuft am 31. Dezember 1999 ab. Mit Eingabe vom 5. Juli 1999 stellte die SUISA den Antrag, für die Gültigkeitsdauer von fünf Jahren einen neuen Tarif VI in der Fassung vom 30. Juni 1999 zu genehmigen. Da die vorgesehene Gültig- keitsdauer des Tarifs allerdings gemäss dessen Ziff. 44 bis zum 31. Dezember 2003 be- schränkt ist, bestätigte die SUISA mit Schreiben vom 26. Juli 1999, dass der Tarif für vier Jahre gelten soll und nicht wie irrtümlich beantragt für fünf Jahre. Im Falle eines strittigen Verfahrens verlangte die SUISA zudem, die zusätzlichen Kosten der durchzuführenden Sit-
zungen dem Verband IFPI Video aufzuerlegen.
Der Tarif VI regelt die urheberrechtliche Vergütung für das Aufnehmen von Musik auf Ton- bildträger, welche zur Abgabe ans Publikum bestimmt sind. Im begleitenden Bericht zum Genehmigungsantrag führt die SUISA aus, dass die Anwendung dieses Tarifs mit keinen nennenswerten Schwierigkeiten verbunden war. Hauptanwendungsfall sei die Lizenzierung von Vervielfältigungsrechten für die Herstellung von Videokassetten vorbestehender Film- produktionen. In den letzten zwei Jahren sei der Tarif vermehrt auch zur Lizenzierung von Vervielfältigungsrechten von Multimediaprodukten verwendet worden. Für die vergangenen
Jahre gibt die SUISA die folgenden Einnahmen aus dem Tarif VI an:
1994: Fr. 108'010.25 1995: Fr. 75'829.95 1996: Fr. 60'326.65 1997: Fr. 254'755.50 1998: Fr. 298'675.66
Die SUISA begründet die erheblichen Schwankungen bei den Einnahmen damit, dass der Schweizer Markt für die Lizenzierung derartiger Produkte relativ klein sei und einige Grossaufträge rasch zu hohen Steigerungen der Einnahmen führen würden. Zudem sei 1997 und 1998 ein Drittel der Einnahmen auf die Lizenzierung von CD ROM's mit Multimedia-
produkten entfallen.
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CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF 3. Weiter führt die SUISA aus, dass sie sowohl mit IFPI Video wie auch mit dem Schweizeri-
schen Videoverband (SVV) Verhandlungen geführt habe. Zusätzlich sei auch das IFPI Video- Mitglied Warner Home Video - einer der grössten Kunden in diesem Tarif - beigezogen wor- den. Nachdem die SUISA im Rahmen der Verhandlungen einen Verband suchte, der die Inte- ressen der CD-ROM-Produzenten wahrnehmen sollte, wurde noch die sima swiss interactive media association (sima) zur Teilnahme am Verfahren eingeladen. Die Hauptanliegen der Nutzer seien im Wesentlichen die Umstellung der Berechnungsgrundlage vom PPD (Publis- hed Price for Dealers) auf den ARP (Actual Realised Price), die Streichung der Mindestvergü-
tungen sowie das Herabsetzen der Ansätze auf das im Ausland übliche Niveau gewesen.
Die im Rahmen der Verhandlungen durchgeführte Preisuntersuchung (vgl. dazu die Beilage 23 der Eingabe), bei der es laut SUISA nicht einfach gewesen sei, von den Lieferanten die notwendigen Angaben zu erhalten, veranlasste die SUISA die Berechnungsbasis auf den fak- turierten Preis (AIP; Actual Invoiced Price) umzustellen, welcher sich insofern vom ARP un- terscheidet als gemäss Ziff. 15 des Tarifs auf den Rechnungen nicht ausgewiesene Skonti,
Boni, Umsatzprämien und ähnliche Vergütungen unberücksichtigt bleiben.
Obwohl die Nutzerverbände mit dieser Umstellung grundsätzlich einverstanden gewesen sei- en, scheiterte nach Meinung der SUISA eine Einigung über den neuen Tarif letztlich daran, dass IFPI Video weiterhin einen generellen Verzicht auf Mindestentschädigungen bzw. zu- mindest eine Senkung der Ansätze für Musikvideos verlangte sowie hinsichtlich der Regelung der so genannten Synchronisationsrechte gegenüber dem bisherigen Tarif keine Änderung wünschte. Nach einer abschliessenden Besprechung mit der sima wurde die Fussnote bezüg- lich des Synchronisationsrechts noch ergänzt, die Mindestvergütungen erneut nach unten an-
gepasst und die Tarifdauer auf vier Jahre verkürzt.
Die SUISA hält den Tarif im Gesamten für angemessen und weist darauf hin, dass sie den Verhandlungspartnern in etlichen Bereichen entgegengekommen sei, namentlich bei der Um- stellung der Berechnungsbasis auf den AIP, bei der Berücksichtigung von Retouren und Ra-
batten, bei den tieferen Mindestvergütungen, beim zusätzlichen Mengenrabatt, beim Abzug
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Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI
der Mehrwertsteuer, beim Verzicht auf eine Teuerungsklausel bei den Mindestvergütungen sowie der Verkürzung der Gültigkeitsdauer auf vier Jahre statt der zunächst vorgesehenen
fünf Jahre.
Mit Präsidialverfügung vom 8. Juli 1999 wurde die Spruchkammer zur Beurteilung des Tarifs VI eingesetzt und der Genehmigungsantrag der SUISA gestützt auf Art. 10 Abs. 2 URV der IFPI Video, dem SVV sowie der sima zur Stellungnahme zugestellt. Den Vernehmlassungs- adressaten wurde bis zum 16. August 1999 Gelegenheit geboten, sich zum Antrag zu äussern;
dies unter Hinweis darauf, dass im Säumnisfall Zustimmung dazu angenommen wird.
Mit Schreiben vom 15. Juli 1999 bestätigte die sima, dass sie mit der Vorlage der SUISA für einen neuen Tarif VI einverstanden sei. Sie behielt sich aber vor, anlässlich einer künftigen Tarifvorlage auf in diesem Verfahren geäusserte Meinungen zurückzukommen und betonte
ihre kritische Haltung gegenüber den Mindestvergütungen.
Ebenso verlangte der SVV mit Stellungnahme vom 4. August 1999, der Antrag der SUISA sei gutzuheissen. Allerdings äusserte auch er Bedenken hinsichtlich der Mindestvergütungen. Kritik übte der SVV zudem an der vorgesehenen Regelung des Synchronisationsrechts in den Ziff. 12 — 14 des Tarifs. Er stellte diese Vorbehalte allerdings auf Grund des zufriedenstellen-
den Verhandlungsergebnisses zurück.
Mit der Einabe vom 4. August 1999 verlangte IFPI Video, dem Antrag der SUISA sei unter Streichung der neuen Ziff. 12-14 sowie unter Beibehaltung der bisherigen Ziff. 11 des Tarifs VI stattzugeben, d.h. den Tarif für eine Gültigkeitsdauer von vier Jahren ohne die neu vorge- sehene Regelung bezüglich des Synchronisationsrechts zu genehmigen. Im Übrigen wurde die von der SUISA beantragte Kostenüberwälzung abgelehnt. Auch IFPI Video anerkennt aller- dings, dass es im Rahmen der Verhandlungen gelungen ist, im Tarif VI einen weit gehenden
Konsens zu finden.
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CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF 5. Gestützt auf Art. 15 Abs. 2°i des Preisüberwachungsgesetzes vom 20. Dezember 1985 (PüG)
wurde mit Präsidialverfügung vom 11. August 1999 die Tarifvorlage dem Preisüberwacher
zur Stellungnahme unterbreitet.
In seiner Antwort vom 31. August 1999 hob auch der Preisüberwacher die in etlichen Punkten gefundene Einigung und insbesondere den Umstand hervor, dass mit der Umstellung der Be- rechnungsgrundlage auf den AIP der von ihm anlässlich des letztmaligen Genehmigungsver- fahrens vorgebrachten Kritik an der bisherigen Regelung Rechnung getragen worden ist. Gleichzeitig verzichtete er auf eine Empfehlung zu den Mindestentschädigungen, da diese von der Nutzerseite — wenn auch unpräjudiziell — im Rahmen der Verhandlungen akzeptiert worden seien. Da er die umstrittene Regelung des Synchronisationsrechts als spezifisch urhe- berrechtliche Frage betrachtet, hat er keine grundsätzlichen Einwände gegenüber den bean-
tragten Tarifansätzen angemeldet.
Auf Grund des Umstandes, dass die am Verfahren beteiligten Nutzerverbände dem Genehmi- gungsantrag der SUISA nicht vorbehaltlos zustimmten, wurde die heutige Sitzung einberufen, an der die Parteien nochmals mündlich Stellung nehmen können (Art. 12f. URV). Dabei be- stätigt die SUISA ihren Antrag auf Genehmigung des neuen Tarifs VI für eine Gültigkeits- dauer von vier Jahren und lehnt das Begehren von IFPI Video ab. Den Bedarf nach einer aus- führlicheren Regelung der bisherigen Ziff. 11 des Tarifs begründet sie mit dem neuen Kun- denkreis (insbesondere im Multimediabereich), mit der Ergänzung der Wahrnehmungsverträ- ge mit entsprechenden Bestimmungen hinsichtlich des Synchronisationsrechts sowie mit einer ähnlichen Regelung in anderen Tarifen. Zugleich zieht die SUISA ihren Antrag auf teilweise
Überwälzung der Verfahrenskosten auf IFPI Video zurück.
IFPI Video betont, dass das Synchronisationsrecht zur Vermeidung eines falschen Eindruckes ausserhalb des Tarifs zu regeln sei. Im Übrigen sei die neue Regelung zu detailliert und wenig verständlich. An den gestellten Begehren auf Genehmigung des Tarifs VI unter Beibehaltung der bisherigen Ziff. 11 sowie der Feststellung der Unzuständigkeit der ESchK zur Genehmi-
gung des neuen Tarifs VI, so weit er das Synchronisationsrecht betrifft, wird festgehalten.
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Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI
IFPI Video verlangt somit weiterhin die Streichung der Ziff. 12 bis 14 sowie der Fussnote zu Abschnitt D des vorgelegten Tarifs. Im weiteren wird der anfänglich von der SUISA gestellte Antrag bezüglich Kostenauferlegung auf IFPI Video zurückgewiesen. Der SVV schliesst sich den Ausführungen von IFPI Video an, betont allerdings, dass für ihn das Synchronisations-
recht einen geringeren Stellenwert hat als für IFPI Video.
Der Tarif VI (Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die ans Publikum abgegeben wer- den) hat in der zur Genehmigung vorgeschlagenen Fassung vom 30. Juni 1999 in den drei
Amtssprachen deutsch, französisch und italienisch den folgenden Wortlaut:
Fassung 30.06.1999
Tarif VI
Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die ans Publikum abgegeben werden
Kundenkreis
Dieser Tarif richtet sich an diejenigen, welche Musik auf Tonbild-Träger aufnehmen, bzw. Tonbild-Träger mit Musik herstellen oder herstellen lassen, welche zur Abgabe ans Publikum bestimmt sind.
Abgabe ans Publikum bedeutet Anbieten oder Übertragen zum eigenen privaten Ge- brauch des Empfängers.
Der Tarif richtet sich ferner an diejenigen, die solche Tonbild-Träger in die Schweiz oder in Liechtenstein importieren, wenn für das Inverkehrbringen in diesen Ländern noch keine Zustimmung der Rechtsinhaber an der Musik vorliegt.
Der Tarif richtet sich an Auftraggeber (Produzenten) und Auftragnehmer. Auftraggeber ist, wer das Recht hat, über die Verwendung der Tonbild-Träger zu verfügen. Die SUISA wendet sich in erster Linie an den Auftraggeber.
Auftraggeber, Produzenten, Auftragnehmer und Importeure werden nachstehend ge- meinsam "Kunden” genannt.
Verwendung der Musik
Musik im Sinne dieses Tarifs ist urheberrechtlich geschützte nichttheatralische Musik, mit oder ohne Text, des von der SUISA verwalteten Weitrepertoires.
Dieser Tarif bezieht sich auf das Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die zur Abgabe ans Publikum bestimmt sind, und deren Inverkehrbringen.
Das Vermieten von Tonbild-Trägern wird nicht durch diesen Tarif geregelt.
Die SUISA verfügt nicht über die Rechte anderer Urheber als derjenigen an der Musik und nicht über die verwandten Schutzrechte der Interpreten, Produzenten oder Sen- deunternehmen. Jede Bewilligung der SUISA steht unter dem ausdrücklichen Vorbe- halt, dass alle betroffenen Rechtsinhaber der Herstellung zustimmten.
Erteilen der Bewilligung
Die Bewilligung der SUISA ist im voraus einzuholen.
Die SUISA erteilt die Bewilligung unter dem Vorbehalt, dass die allenfalls erforderliche Zustimmung der Inhaber der Musikurheberrechte erteilt wurde. Sie kann dafür Belege verlangen.
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12 Bei der Verbindung von Musik mit Werken anderer Gattungen (Film, Text, Bilder
etc.) kann die Bewilligung für das sogennannte Synchronisationsrecht in der Regel nur nach Rückfrage beim Rechtsinhaber (Urheber, Verleger) und mit des- sen Zustimmung erteilt werden.
13 Das Gesuch um Bewilligung ist daher frühzeitig, mindestens 6 Wochen vor der
geplanten Herstellung, einzureichen. Die Tonbildträger dürfen vor der ausdrück- lichen Zustimmung der SUISA oder des Rechtsinhabers nicht hergestellt werden.
14 Eine Rückfrage beim Rechtsinhaber ist nicht erforderlich
- wenn alle Musik eigens für den Tonbildträger komponiert wird, oder
- wenn Musik aus Katalogen verwendet wird, welche die Verleger eigens zur Vertonung anbieten (Mood-Music, Library Music, Archiv-Musik)
- wenn die Musik nicht in einen Sinnzusammenhang mit anderen Werken ge- bracht wird, ausser bei Tonbildträgern, bei welchen die Musik ein erforderli- cher und wesentlicher Bestandteil ist, oder wenn der Tonbildträger den Absatz von Ton- und Tonbildträgern konkurrenzieren könnte, oder wenn der Ton- bildträger der Werbung für bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Firmen dient.
D. Vergütung’
L Tonbild-Tràger, die in der Schweiz oder in Liechtenstein ans Publikum abgege- ben werden
a) Berechnungsgrundlage, Prozentsätze
15 Die Vergütung wird in der Form eines Prozentsatzes der folgenden Beträge berechnet:
- des fakturierten Preises (Actual invoiced prize = AIP), wenn der Kunde bei der Abrechnung mit der SUISA seine Verkäufe pro Tonbildträger und pro Abrech-
* Zusätzlich zu der in diesem Tarif geregelten Vergütung sind gegebenenfalls weitere Vergütungen zu leisten:
a) Für das sogennannte Synchronisationsrecht (das Recht zum Verbinden der Musik mit anderen Werken), sofern die Musik in einen Sinnzusammenhang (Musik richtet sich auf den Ablauf der Bilder aus) mit ande- ren Werken gebracht wird;
die zusätzliche Vergütung dafür beträgt, wenn die Rechtsinhaber (Urheber, Verleger) das Synchronisati- onsrecht nicht selber ausüben und keine anderen Weisungen erteilen: - 50% der für die Herstellung des Tonbild-Trägers gemäss Ziff. 15 bzw. Ziff. 22 bezahlten Vergütung.
b) Für das Überspielen von Tonträgern der Mood-Music-Kataloge erteilt die SUISA im Auftrag der Produ- zenten die Zustimmung gegen eine zusätzliche Vergütung von:
- 50% der von der SUISA für Urheberrechte (inkl. Synchronisationsrechte) in Rechnung gestellten Ve- gütung, wenn der Tonbildträger ausschliesslich in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ver- kauft wird
- 100% wenn der Tonbildträger auch im Ausland verkauft wird.
Für das Überspielen anderer Tonträger bedarf es der Zustimmung der Produzenten gegen eine von ih- nen festgelegte Vergütung von Fall zu Fall. Die SUISA erhebt die Vergütung im Fall der Zustimmung im Auftrag der Produzenten.
Die zusätzlichen Vergütungen betreffend das Synchronisationsrecht und die Überspielrechte sind anwendbar auf alle Auflagen, die der Kunde herstellt.
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b)
nungsperiode mit Stückzahlen und fakturierten Preisen bekannigeben kann ‚und er mit der SUISA einen mehrjährigen Vertrag über die Abrechnung der Vergütung abschliesst. Als AIP gilt der vom Kunden an den Detaillisten effektiv fakturierte Engrospreis. In diesem Preis sind dem Detaillisten gewährte allfälli- ge Rabatte berücksichtigt. Skonti, Boni, Umsatzprämien und ähnliche Vergü- tungen bleiben bei der Ermittlung dieses Preises jedoch unberücksichtigt.
- der Kosten für die Herstellung der Tonbild-Träger, wenn alle Exemplare ohne Entgelt ans Publikum abgegeben werden;
- des Detailverkaufspreises, wenn der Kunde die Tonbild-Träger direkt dem privaten Käufer abgibt, wenn dieser in aller Regel einen vom Kunden festgelegten und emp- fohlenen Preis bezahlt, oder wenn weder ein AIP besteht noch der Kunde auf den Kosten gemäss den beiden vorstehenden Absätzen abrechnet. Detailverkaufspreis ist der Preis, zu welchem der private Käufer den Tonbild-Träger erwirbt.
AIP und Detailverkaufspreis verstehen sich ohne die dem Detailhändler ver- rechnete Warenumsatz-, Mehrwert- oder gleichartige Steuern.
Der Prozentsatz beträgt
4.4% des fakturierten Preises (AIP)
3,3% der Kosten
3,3% des Detailverkaufspreises.
Bei Konzert- und Musikfilmen (Videoclips) betragen die Prozentsätze
7.7% des fakturierten Preises (AIP)
5,8% der Kosten
5,8% des Detailverkaufspreises.
Für Tonbild-Träger, die nur zum Teil geschützte Musik enthalten, senkt sich der Pro- zentsatz im Verhältnis
Abspieldauer der ganze Vorführungsdauer des geschützen Musik : Tonbild-Tragers, ohne Pausen,
wenn der Kunde der SUISA genauen Aufschluss über die im Tonbild-Träger enthalte- ne Musik gibt.
Bei CD - ROM und anderen interaktiv verwendbaren Tonbild-Trägern wird auf das Verhältnis
Speicherplatz der Musik : Speicherplatz des gesamten Trägers oder falls bekannt
Dauer der Musikaufnahme : Dauer der Bildaufnahme
abgestellt, wenn der Kunde der SUISA genauen Aufschluss über die im Tonbild- Träger enthaltene Musik gibt.
Ermässigung
Kunden, die für alle Tonbild-Träger mehrjährige Verträge mit der SUISA abschliessen und welche die Vertragsbedingungen einhalten, erhalten eine Ermässigung von 10% zur Berücksichtigung der Retouren und allfälliger Rabatte.
SUISA, Tarif VI Fassung 30.06.1999
c)
d)
Zusätzlich erhalten die Vertragskunden eine Ermässigung, wenn sie innerhalb von zwei Abrechnungsperioden eine bestimmte Anzahl des gleichen Tonbildträ- gers mit der gleichen Musik abrechnen. Die Ermässigung beträgt
bei mehr als 5‘000 Exemplaren des gleichen Tonbildtràgers 3%,
bei mehr als 10'000 Exemplaren des gleichen Tonbildtràgers 5%,
bei mehr als 15'000 Exemplaren des gleichen Tonbildtràgers 7%,
bei mehr als 20'000 Exemplaren des gleichen Tonbildtràgers 9%,
bei mehr als 25'000 Exemplaren des gleichen Tonbildtràgers 10%.
Mindest-Vergütung
Die Vergütung beträgt mindestens:
für Konzertfilme und Videoclips
62 Rappen pro Tonbild-Träger mit Musik, unabhängig von deren Dauer, e 2.2 Rappen pro Minute Musik und pro Tonbild-Träger, höchstens 62 Rappen pro Tonbild-Träger, wenn der Kunde der SUISA genauen Aufschluss über die im Tonbild-Träger enthaltene Musik gibt,
- für CD - ROM und andere interaktiv verwendbare Tonbild-Träger e 31 Rappen pro Tonbild-Träger mit Musik, unabhängig von deren Dauer, e 2.2 Rappen pro Minute Musik und pro Tonbild-Träger, höchstens 31 Rappen pro Tonbild-Träger, wenn der Kunde der SUISA genauen Aufschluss über die im Tonbild-Träger enthaltene Musik gibt,
- für andere Tonbild-Träger e 31 Rappen pro Tonbild-Träger mit Musik, unabhängig von deren Dauer, e 1.1 Rappen pro Minute Musik und Tonbild-Träger, höchstens 31 Rappen pro Tonbild-Träger, wenn der Kunde der SUISA genauen Aufschluss über die im Tonbild-Träger enthaltene Musik gibt.
Teile von Minuten werden für den ganzen Tonbild-Träger zusammengezählt. Eine angebrochene Zeiteinheit wird zur Gänze in Rechnung gestellt. Die Vergütung be- trägt in allen Fällen mindestens Fr. 40.-- pro Bewilligung.
Für Kunden, die mit der SUISA Verträge schliessen, güt die Mindest-Vergütung von Fr. 40.-- pro Abrechnung (nicht pro Titel).
Steuern
Die in diesem Tarif genannten Vergütungen verstehen sich exklusive einer allfälligen von der SUISA zu entrichtenden Mehrwert- oder gleichartigen Steuer.
Zuschlag im Falle von Rechisverletzungen Alle in diesem Tarif genannten Vergütungen verdoppeln sich, wenn - Musik ohne die erforderliche Bewilligung der SUISA verwendet wird
- ein Kunde unrichtige oder lückenhafte Angaben oder Abrechnungen einreicht, die ihm einen unrechtmässigen Vorteil verschaffen oder hätten verschaffen können.
Die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadenersatzes bleibt vorbe- halten.
SUISA, Tarif VI Fassung 30.06.1999 11
9)
a)
b)
Entstehung des Vergütungsanspruchs
Der Vergütungsanspruch entsteht mit der Herstellung der Tonbild-Träger. Rechnet der Kunde gemäss AIP ab, ist der Lagerausgang zwecks Verkauf massgebend.
Tonbild-Träger, die aus der Schweiz oder aus Liechtenstein ausgeführt werden
Bei Exporten von über 100 gleichen Tonbild-Trägern ins gleiche Land pro Abrechnung, wird der Tarif im Verkaufsland angewendet.
Es gelten die Bestimmungen für Verkäufe im Inland
- bei Exporten von bis zu 100 Exemplaren des gleichen Tonbild-Trägers ins gleiche Land pro Abrechnung, oder
- wenn im Verkaufsland keine Schwestergesellschaft der SUISA tätig ist, oder
- wenn der Tarif im Verkaufsland nicht bekannt oder nicht anwendbar ist.
Wird der Tonbild-Träger in diesen Fällen im Inland nicht verkauft, gilt der anwendbare Preis im Verkaufsland.
Abrechnung Anmeldung der Aufnahmen, Verzeichnisse der Musik
Die Kunden melden der SUISA laufend — bei Verbindung der Musik mit anderen Werken gemäss Ziff. 12 und 13 dieses Tarifs mindestens 6 Wochen vor der ge- planten Herstellung, sonst spätestens 10 Tage vor der Veröffentlichung — die Ton- bild-Träger mit Musik, die sie herstellen wollen, mit
Originaltitel
allfälligen Untertiteln in der Schweiz
Original-Produzent
Ursprungsland
Art des Tonbild-Trägers (Dokumentarfilm, Fernsehfilm, Schulungsfilm etc.)
Format (Videocassetten, CD - ROM, DVD etc.)
Abspieldauer
Titel, Dauer und Urheber/Verleger aller Musiksequenzen.
Wenn ein vorbestehender Film verwendet wird, für den ein sogenanntes Cue-Sheet erstellt wurde, ist es beizulegen.
Produktions- und Verkaufsmeldungen
Die Kunden stellen der SUISA innert 10 Tagen nach der Herstellung eine Abrechnung über alle Tonbild-Träger zu, auf welche sich die Bewilligung der SUISA bezieht.
Kunden, die mit der SUISA mehrjährige Verträge für alle Tonbild-Träger abschliessen, senden ihr vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Abrechnungen über alle herge- steliten oder bei der Abrechnung gemäss AIP verkauften Tonbild-Träger mit Musik. Die Fristen von Ziff. 12, 13 und 30 für notwendige Rückfragen bei der Verbin- dung von Musik mit anderen Werken sind jedoch in jedem Fall einzuhalten.
SUISA, Tarif VI Fassung 30.06.1999 12
Für Tonbild-Träger, die serienmässig hergestellt und erfahrungsgemäss zu einem er- heblichen Teil ins Ausland ausgeführt werden, kann an die Stelle der Abrechnung ein Auszug aus der Lagerbuchhaltung treten, der darüber Aufschluss gibt, wieviele Ton-
bild-Träger mit Musik hergestellt worden sind, wieviele das Hauptlager verlassen ha-
ben und wieviele dorthin zurückkehrten.
Der Kunde überlässt der SUISA von allen Tonbild-Trägern mit Musik auf Verlan- gen unentgeltlich ein Exemplar.
Prüfung der Meldungen und Verletzung der Meldepflicht
Die SUISA kann Belege zur Prüfung der Angaben oder während der Arbeitszeit und nach Voranmeldung Einsicht in die Bücher und Lager des Kunden nehmen.
Die Prüfung kann durch einen unabhängigen Fachmann vorgenommen werden; die Kosten dieses Fachmanns trägt der Kunde, wenn die Prüfung ergibt, dass seine Mel- dungen unvollständig waren, sonst derjenige, der ihn beizuziehen suchte.
Werden die erforderlichen Angaben oder die verlangten Belege auch nach schriftlicher Mahnung nicht innert einer Nachfrist eingereicht oder verweigert der Kunde die Ein- sicht in seine Bücher oder Lager, so kann die SUISA die erforderlichen Angaben schätzen und gestützt darauf die Vergütung berechnen.
Werden Angaben über die verwendete Musik der SUISA auch nach einer schriftlichen Mahnung nicht innert Nachfrist eingereicht, so kann eine zusätzliche Vergütung von
Fr. 40.-- verlangt werden. Die SUISA kann zudem die nötigen Angaben auf Kosten des Kunden beschaffen.
Zahlungen Sofern in der Bewilligung oder in den Verträgen nichts anderes bestimmt wird, sind die Rechnungen der SUISA innert 30 Tagen zahlbar.
Die SUISA kann Akontozahlungen in der Höhe der voraussichtlichen Vergütung und/oder andere Sicherheiten verlangen.
Wenn die vom Kunden geplante Verwendung von Musik nicht stattfinden konnte, er- stattet ihm die SUISA die hiefür entrichtete Vergütung zurück.
Kennzeichnung des Tonbild-Trägers Alle Tonbild-Träger sind in handelsüblicher Form zu kennzeichnen.
Die Etiketten der serienmässig hergestellten Tonbild-Träger enthalten
- das Zeichen +SUISA+; die SUISA stellt hierfür unentgeltlich Cliches zur Verfügung
- den Vermerk ”Urheber- und verwandte Schutzrechte vorbehalten, vor allem für òf- fentliches Vorführen, Senden und Überspielen”.
SUISA, Tarif VI Fassung 30.06.1999 13
Gültigkeitsdauer Dieser Tarif ist vom 1. Januar 2000 bis 31. Dezember 2003 gültig. Bei wesentlicher Änderung der Verhältnisse kann er vorzeitig revidiert werden.
Mit Bezug auf CD - ROM, DVD und andere interaktiv verwendbare Tonbild-Träger kann der Tarif jederzeit vorzeitig revidiert werden.
Version du 30.06.99
SUISA corrigee le 22.07.
Tarif VI
Enregistrement de musique sur supports audiovisuels destines au public
A. Clients concernes
Le présent tarif s'adresse à tous ceux qui enregistrent de la musique sur des supports audiovisuels destinés au public, respectivement qui produisent ou qui font produire des supports audiovisuels contenant de la musique et destinés au public.
Sont considérés comme destinés au public les supports offerts ou transmis pour l'usage privé du destinataire.
Le présent tarif s'adresse en outre à tous ceux qui importent en Suisse ou au Liechtenstein de tels supports audiovisuels dans la mesure où aucune autorisation n'a encore été octroyée par les ayants droit sur la musique pour la mise en circulation de ces supports audiovisuels dans les pays ci-dessus mentionnés.
Le présent tarif s'adresse aux mandants (producteurs) et à ceux qui fabriquent les supports. Est considérée comme mandante toute personne ayant le droit de disposer des supports audiovisuels. SUISA s'adresse en premier lieu au mandant.
Les mandants, les producteurs, les fabricants et les importateurs sont dénommés ci-dessous par le terme générique de "clients".
B. Utilisation de la musique
Est considérée comme musique au sens de ce tarif, la musique non théâtrale protégée par le droit d'auteur, avec où sans texte, appartenant au répertoire mondial géré par SUISA.
Le présent tarif se rapporte à l'enregistrement de musique sur des supports audiovisuels destinés au public ainsi qu'à leur mise en circulation.
La location de supports audiovisuels n'est pas réglée par ce tarif.
SUISA ne dispose pas des droits d'autres auteurs que ceux de la musique ni des droits voisins des interprètes, des producteurs et des organismes de radiodiffusion. Toute autorisation de SUISA est octroyée sous réserve expresse de l'assentiment de tous les ayants droit intéressés.
C. Octroi de l'autorisation
L'autorisation de SUISA doit être demandée au préalable.
SUISA, tarif VI, version du 30 juin 1999
SUISA octroie son autorisation sous réserve de l'assentiment, si nécessaire, des ayants droit sur la musique. Elle peut pour cela demander des justificatifs.
Lorsque la musique est associées à des œuvres d'autres genres (film, texte, images etc), l'autorisation pour le droit de synchronisation ne peut être accordée qu'après demande aux ayants droit (auteurs et éditeurs) et après avoir obtenu leur assentiment.
La demande d'autorisation doit donc être envoyée suffisamment à l'avance, au moins 6 semaines avant la production prévue. Les supports audiovisuels ne doivent pas être produits avant que l'autorisation expresse de SUISA ou de l'ayant droit ait été donnée.
Aucune demande à l'ayant droit n'est nécessaire : - lorsque toute la musique a été composée spécialement pour le support audiovisuel ou
- lorsque la musique utilisée provient de catalogues que les éditeurs proposent spécialement pour la sonorisation (Mood-Music, Library Music, musique d'archives)
- lorsque la musique n'est pas mise en rapport avec les autres œuvres, sauf si elle est un élément indispensable et essentiel du support audiovisuel ou lorsque le support audiovisuel pourrait concurrencer la distribution de phonogrammes et vidéogrammes, ou lorsque le support audiovisuel sert à faire la publicité de certains produits, prestations de service ou sociétés.
D. Redevance™
1. Supports audiovisuels destinés au public en Suisse et au Liechtenstein
i En plus des redevances de ce tarif, il y a le cas échéant d'autres redevances à acquitter:
a)
b)
pour le droit de synchronisation (le droit d ‘associer les œuvres musicales avec des oeuvres d'autres genres), dans la mesure où la musique est mise en rapport avec les autres œuvres (elle est liée au déroulement des images) ;
si le titulaire (auteur, éditeur) n'exerce pas lui-même le droit de synchronisation et n'a pas donné d'autres instructions, la redevance supplémentaire s'élève à
- 50% du montant des redevances payées pour la production du support audiovisuel selon ch. 15 ou 22.
pour la reproduction de phonogrammes, SUISA accorde l'autorisation de reproduire des phonogrammes de catalogues de mood-music, sur mandat des producteurs, moyennant une redevance supplémentaire.
Cette dernière s'élève à
- 50% de la redevance facturée par SUISA pour les droits d'auteur (y compris droit de synchronisation), lorsque le support audiovisuel est vendu exclusivement en Suisse et au Liechtenstein
- 100% lorsque le support audiovisuel est vendu également à l'étranger. La reproduction d'autres phonogrammes est soumise à l'autorisation de leurs producteurs moyennant une
redevance qu'ils fixent eux-mêmes au cas par cas. SUISA perçoit cette redevance sur mandat du producteur si l'autorisation est accordée.
Les redevances supplémentaires pour le droit de synchronisation et le droit de reproduction sont applicables à toutes les éditions et rééditions que le client réalise.
SUISA, tarif VI, version du 30 juin 1999
a) Base de calcul, pourcentages La redevance est calculée sous la forme d'un pourcentage des montants ci-après
- du prix facturé (actual invoiced prize = AIP) lorsque le client, lors du décompte avec SUISA, peut déclarer ses ventes par support audiovisuel et par période de décompte, avec le nombre d'exemplaires et les prix facturés, et qu'il passe un contrat de plusieurs années avec SUISA pour le décompte de la redevance.
L’AIP est le prix de gros effectivement facturé par le client au détaillant. Ce prix tient compte des éventuels rabais accordés au détaillants. Cependant, les escomptes, bonifications, primes sur le chiffre d'affaires et remboursements analogues ne sont pas pris en compte dans le calcul de ce prix
- des frais de production des supports audiovisuels, lorsque tous les exemplaires sont destinés gratuitement au public;
- du prix de vente au détail, lorsque le client remet directement les supports audiovisuels à l'acheteur privé, lorsque celui-ci paie en général un prix fixé et recommandé par le client, ou si ni l'AIP, ni les frais ne peuvent former la base de calcul de la redevance selon les alinéas précédents. Le prix de vente au détail est le prix auquel l'acheteur privé achète le support audiovisuel.
AIP et prix de vente au détail s'entendent sans l'impôt sur le chiffre d'affaires, la taxe sur la valeur ajoutée ou d'autres taxes analogues.
Le pourcentage s'élève à
4,4% du prix facturé (AIP)
3,3% des frais
3,3% du prix de vente au detail
Pour les films de concerts et les films musicaux (vidéoclips), les pourcentages des redevances sont
7,7% du prix facturé (AIP)
5,8% des frais
5,8% du prix de vente au détail
Pour les supports audiovisuels ne contenant que partiellement de la musique protégée, le pourcentage diminue dans la proportion suivante:
durée d'exécution des œuvres protégées : durée totale de projection du support audiovisuel sans pauses
a la condition que le client donne à SUISA des informations précises sur la musique contenue dans le support audiovisuel.
SUISA, tarif VI, version du 30 juin 1999
19 Pour les CD-ROM et les autres supports audiovisuels utilisables en mode interactif, on se base sur le rapport entre
mémoire occupée par la musique : mémoire totale du support ou, s'il est connu
durée de l'enregistrement musical : durée de l'enregistrement-image à la condition que le client donne à SUISA des informations précises sur la musique contenue dans le support audiovisuel.
b) Réduction
20 Les clients qui concluent des contrats de plusieurs années avec SUISA pour tous leurs supports audiovisuels et qui respectent les conditions contractuelles bénéficient d'une réduction de 10% pour la prise en compte des retours et rabais éventuels.
21 De plus, les clients sous contrat bénéficient d'une réduction supplémentaire lorsqu'ils décomptent un certain nombre d’exemplaires du m&me support audiovisuel pendant deux périodes de décompte. La réduction s'élève à - 3% pour plus de 5‘000 exemplaires du même support audiovisuel ,
5% pour plus de 10‘000 exemplaires du méme support audiovisuel ,
7% pour plus de 15‘000 exemplaires du même support audiovisuel ,
9% pour plus de 20‘000 exemplaires du möme support audiovisuel ,
10% pour plus de 25‘000 exemplaires du même support audiovisuel .
c) Redevance minimale
22 La redevance minimale s'élève
- pour les films de concerts et les vidéoclips è à 62 centimes par support audiovisuel avec musique, indépendamment de sa durée e à 2.2 centimes par minute de musique et par support audiovisuel, toutefois au plus à 62 centimes par support audiovisuel, lorsque le client donne des indications exactes à SUISA sur la musique contenue dans le support audiovisuel.
- pour les CD-ROM et les autres supports audiovisuels utilisables en mode interactif e à 31 centimes par support audiovisuel avec musique, indépendamment de sa durée. e à 2.2 centimes par minute de musique et par support audiovisuel, toutefois au plus à 31 centimes par support audiovisuel, lorsque le client donne des indications exactes à SUISA sur la musique contenue dans le support audiovisuel.
- pour les autres supports audiovisuels e à 31 centimes par support audiovisuel avec musique, indépendamment de sa durée. e à 1.1 centimes par minute de musique et par support audiovisuel, toutefois au plus à 31 centimes par support audiovisuel, lorsque le client donne des indications exactes à SUISA sur la musique contenue dans le support audiovisuel.
SUISA, tarif VI, version du 30 juin 1999
Les fractions de minutes sont additionnées pour l'ensemble du support audiovisuel. Une minute commencée compte comme une minute entière. Dans tous les cas la redevance s'élève au moins à Fr. 40.- par autorisation.
Pour les clients qui concluent des contrats avec SUISA la redevance minimale de Fr. 40.- est calculée par décompte (et non par titre).
a) Impôts
Les redevances mentionnées dans le présent tarif s'entendent sans une éventuelle taxe sur la valeur ajoutée ou tout autre impôt similaire que SUISA aurait à payer.
e) Supplément en cas de violations du droit Toutes les redevances mentionnées dans ce tarif sont doublées si - de la musique est utilisée sans l'autorisation préalable de SUISA
- un client communique des données ou des relevés faux ou incomplets qui lui permettent ou auraient pu lui permettre d'en tirer un avantage indu.
Reste réservée la possibilité de faire valoir des dommages-intérêts supérieurs.
f) Naissance du droit à la redevance
Le droit à la redevance naît avec la production des supports audiovisuels. Lorsque le client décompte sur la base de l'AIP, la redevance est due dès le moment où le support quitte le stock du client pour être commercialisé.
Supports audiovisuels exportés de Suisse et du Liechtenstein
Pour les exportations de plus de 100 supports audiovisuels identiques dans un même pays par décompte, on applique le tarif du pays de vente.
Les dispositions relatives aux ventes en Suisse et au Liechtenstein sont applicables
- aux exportations allant jusqu'à 100 exemplaires du même support audiovisuel dans le même pays par décompte ou
- si aucune société-sœur de SUISA n'exerce d'activité dans le pays de vente ou
- si le tarif du pays de vente n'est pas connu ou ne peut être appliqué.
Si dans ces cas le support audiovisuel n'est pas vendu en Suisse et au Liechtenstein, le prix à appliquer est celui du pays de vente.
E. Décompte a) Déclaration des enregistrements, relevés de la musique
Les clients déclarent à SUISA au fur et à mesure - en cas d'association de la musique avec d’autres œuvres selon ch. 12 et 13 au moins six semaines avant la production, sinon au plus
SUISA, tarif VI, version du 30 juin 1999
tard dans les 10 jours qui précèdent la publication — les supports audiovisuels avec musique
qu'ils veulent produire en mentionnant
- le titre original
- les éventuels sous-titres utilisés en Suisse
- le producteur original
- le pays d'origine
- le genre du support audiovisuel (film documentaire, film de télévision, film pédagogique etc.)
- le format (cassette vidéo, CD-ROM, DVD etc.)
- la durée d'exécution
- le titre, la durée et les auteur(s)/éditeur(s) de toutes les séquences de musique
Si un film préexistant pour lequel un cue-sheet a été établi, est utilisé, celui-ci doit être joint. b) Déclarations de production et de vente
Dans les 10 jours qui suivent la production, les clients envoient à SUISA un décompte pour tous les supports audiovisuels pour lesquels l'autorisation de SUISA a été accordée.
Les clients ayant conclu avec SUISA des contrats de plusieurs années pour tous leurs supports audiovisuels lui envoient des décomptes trimestriels, semestriels ou annuels pour tous les supports audiovisuels contenant de la musique qu'ils ont fabriqués, ou vendus en cas de décompte selon l'AIP. Les délais des ch. 12, 13 et 30 pour les demandes de synchronisation avec d'autres œuvres doivent toutefois être respectés.
Pour les supports audiovisuels produits en série et qui selon l'expérience sont pour la plupart exportés à l'étranger, le client peut présenter, en lieu et place du décompte, un extrait de la comptabilité de son stock, duquel il ressort le nombre de supports audiovisuels contenant de la musique produits, le nombre de ceux qui ont quitté l’entrepöt et le nombre de ceux qui ont été retournés.
Le client remet gratuitement sur demande de SUISA un exemplaire de tous les supports audiovisuels contenant de la musique.
c) Examen des déclarations et violation de l'obligation de déclaration
Afin de vérifier les données, SUISA peut exiger des justificatifs ou l’accès à la comptabilité et au stock, pendant les heures de bureau et après s'être annoncée.
L'examen peut être effectué par un tiers indépendant; aux frais du client s’il s'avère que ses déclarations étaient incomplètes, sinon aux frais de celui qui a souhaité l'engagement de l'expert.
Si les données nécessaires ou les justificatifs exigés n’ont toujours pas été communiqués dans un délai supplémentaire imparti par un rappel écrit ou si le client refuse l'accès à sa comptabilité ou à son stock, SUISA peut alors effectuer une estimation des données nécessaires et se baser sur celles-ci pour calculer la redevance.
Si les données concernant la musique utilisée n'ont toujours pas été communiquées à SUISA dans un délai supplémentaire imparti par un rappel écrit, une redevance supplémentaire de
SUISA, tarif VI, version du 30 juin 1999
Fr. 40.- peut être exigée. SUISA peut de plus se procurer les données nécessaires aux frais du client.
F. Paiements
En l'absence d’autres dispositions contenues dans l'autorisation ou dans les contrats, les factures sont payables dans les 30 jours.
SUISA peut exiger des acomptes sur le montant probable de la redevance et/ou d'autres garanties.
Si l'utilisation de la musique prévue par le client ne peut avoir lieu, SUISA rembourse la redevance payée pour celle-ci.
G. Indications sur l'étiquette du support audiovisuel Tous les supports audiovisuels doivent être étiquetés selon l'usage établi dans le commerce.
Les étiquettes des supports audiovisuels fabriqués en série doivent comporter les données suivantes:
- le sigle +SUISA+. A cette fin, SUISA met gratuitement les clichés à disposition.
- la mention "Tous droits d'auteurs et droits voisins réservés, notamment pour la projection publique, l'émission et la duplication".
H. Durée de validité
Le présent tarif est valable du 1°" janvier 2000 au 31 décembre 2003.
Il peut étre révisé avant son échéance en cas de modification profonde des circonstances.
En ce qui concerne le CD-I et d'autres supports audiovisuels utilisables en interactivité, le tarif peut être révisé à tout moment avant son échéance.
Versione del 30.06.99
SUISA
Tariffa VI
Registrazione di musica su supporti audiovisivi destinati al pubblico
A. Sfera di clienti
La presente tariffa concerne tutti coloro che registrano musica su supporti audiovisivi, risp. producono o fanno produrre audiovisivi con musica, destinati al pubblico.
Per destinati al pubblico s’intende offerti o venduti per uso privato dell'acquirente.
La tariffa concerne inoltre tutti gli importatori di questi supporti audiovisivi in Svizzera o nel Liechtenstein, qualora per la messa in circolazione in questi paesi non esista il consenso degli aventi diritto relativamente alla musica.
La tariffa concerne mandanti (produttori) e mandatari. Per mandante s'intende la persona avente il diritto di disporre circa l'utilizzazione dei supporti audiovisivi. La SUISA si rivolge soprattutto ai mandanti.
Mandanti, produttori, mandatari e importatori vengono qui di seguito denominati «clienti».
B. Utilizzazione della musica
Per musica ai sensi di questa tariffa s'intende la musica non teatrale protetta in base al diritto d’autore, con o senza testo, del repertorio mondiale gestito dalla SUISA.
La presente tariffa concerne la registrazione di musica su supporti audiovisivi destinati al pubblico e la loro messa in circolazione.
Il noleggio di supporti audiovisivi non viene disciplinato da questa tariffa. La SUISA non detiene i diritti di altri autori che non siano quelli della musica, e neppure i diritti di protezione affini degli interpreti, dei produttori o delle emittenti. Per ogni autorizza-
zione della SUSIA rimane esplicitamente riservato il consenso da parte di tutti gli aventi diritto coinvolti nella fabbricazione.
C. Concessione dell’autorizzazione
L'autorizzazione della SUISA va richiesta anticipatamente.
SUISA, tariffa VI, versione del 30 giugno 1999
La SUISA concede la sua autorizzazione fermo restando l'ottenimento del consenso even- tualmente necessario dei detentori dei diritti d'autore relativi alla musica. Essa può perciò esigere dei giustificativi.
In caso di abbinamento con opere di altri generi (film, testo, immagini, ecc.), l'autorizzazione per il cosiddetto diritto di sincronizzazione può di regola essere rilascita soltanto con l'espresso consenso dell'avente diritto (autore, editore).
La domanda d'autorizzazione deve perciò essere fatta tempestivamente, almeno 6 set- timane prima della fabbricazione. I supporti audiovisivi non debbono essere fabbricati prima che la SUISA e l’avente diritto abbiano dato espressamente il consenso.
Il consenso dell’avente diritto non è necessario - quando l’intera musica è stata composta appositamente per il supporto audiovisivo 0
- quando viene utilizzata musica di catalogo messa a disposizione dagli editori (Mood- Music, Library Music, musica d'archivio)
- quando la muscia non viene proposta in un contesto comune ad altre opere, eccetto in caso di supporti audiovisivi nei quali la musica è parte essenziale ed integrante, 0 quando il supporto audiovisivo potrebbe essere competitivo nei confronti della vendita di altri supporti sonori e audiovisivi, o quando il supporto audiovisivo viene utilizzato per scopi pubblicitari per determinati prodotti, servizi o ditte.
D. Indennità’
Supporti audiovisivi destinati al pubblico in Svizzera o nel Liechtenstein
2 Oltre all'indennità disciplinata da questa tariffa, ne sono eventualmente previste altre:
a)
b)
Per il cosiddetto diritto di sincronizzazione (il diritto di abbinare la musica ad altre opere), purché la musica possa essere considerata non estranea al contesto (la musica guida la sequenza di immagini} delle altre opere;
la relativa indennità supplementare ammonta, se gli aventi diritto (autori, editori) non esercitano essi stessi il diritto di sincronizzazione e non rilasciano altre istruzioni:
- al 50% dell'indennità pagata per la fabbricazione del supporto audiovisivo in base alla cifra 15, risp. cifra 22.
Per la registrazione di supporti sonori dei cataloghi Mood-Music, la SUISA rilascia il consenso per incarico dei produttori contro un'indennità supplementare del:
50% dell'indennità fatturata dalla SUISA per diritti d'autore (incl. i diritti di sincronizzazione), se il supporto audiovisivo viene venduto esclusicvamente in Svizzera e le Principato del Liechtenstein
100% se il supporto audiovisivo viene venduto anche all'estero.
Per la registrazione di altri supporti sonori occore il consenso dei produttori contro il pagamento di un'indennità da questi stabilita caso per caso. La SUISA riscuote l'indennità, in caso di consenso, per incarico dei produttori.
Le indennità supplementari concernenti il diritto di sincronizzazione e i diritti di registrazione sono applicabili a tutte le edizioni realizzate dal cliente.
SUISA, tariffa VI, versione del 30 giugno 1999
a) Basi per il calcolo, percentuali L'indennità viene calcolata in valori percentuali dei seguenti importi:
- del prezzo fatturato (Actual invoiced prize = AIP). quando il cliente al momento del con teggio con la SUISA può comunicare le sue vendite per ogni supporto audiovisivo e per ogni periodo di conteggio sulla base di cifre concernenti i pezzi e i prezzi fatturati, e se stipula con la SUISA un contratto pluriennale concernente il conteggio dell'in dennità. Per AIP s'intende il prezzo all'ingrosso effetivamente fatturato al dettagliante dal cliente. In questo prezzo sono inclusi gli eventuali ribassi concessi al dettagliante. Di sconti, buoni, premi sulla cifra d'affari e indennità analoghe, al momento di fissare questo prezzo non si tiene tuttavia conto.
- dei costi della fabbricazione dei supporti audiovisivi, qualora tutti gli esemplari vengano offerti gratuitamente al pubblico;
- del prezzo di vendita al dettaglio, qualora il cliente rilasci i supporti audiovisivi direttamente all'acquirente privato, allorquando questo paga regolarmente un prezzo stabilito e raccomandato dal cliente, oppure quando né esiste un AIP né il cliente conteggia sui costi in base ai precedenti importi. Il prezzo di vendita al dettaglio è il prezzo al quale l'acquirente privato compera il supporto audiovisivo.
AIP e prezzo di vendita al dettaglio s'intendono senza l'imposta sulla merce, l'imposta sul valore aggiunto o imposte analoghe calcolate al dettagliante.
La percentuale è pari al
- 4,4% del prezzo fatturato(AIP)
- 3,3% dei costi
- 3,3% del prezzo di vendita al dettaglio.
Per quanto riguarda i film di concerti e i film musicali (Videoclip), le percentuali sono pari al - 7,7% del prezzo fatturato (AIP)
- 5,8% dei costi
- 5,8% del prezzo di vendita al dettaglio.
Per quanto concerne i supporti audiovisivi contenenti solo in parte musica protetta, la per- ceniuale si riduce nel seguente rapporto:
durata della musica protetta: durata complessiva del supporto audiovisivo, senza pause,
se il cliente fornisce alla SUISA informazioni esatte circa la musica contenuta nel supporto audiovisivo.
SUISA, tariffa VI, versione del 30 giugno 1999
Riguardo a CD-ROM e altri supporti audiovisivi utilizzabili interattivamente, ci si basa sul rap- porto fra
spazio di memorizzazione della musica : spazio di memorizzazione dell’intero supporto audiovisivo
o se noto
durata della registrazione della musica : durata della registrazione dell’imagine se il cliente fornisce alla SUISA informazioni esatte circa la musica contenuta nel sup- porto.
b) Ribasso
Clienti stipulanti per tutti i supporti audiovisivi contratti pluriennali con la SUISA e che si attengono alle condizioni contrattuali, beneficiano di un ribasso pari al 10% a copertura di eventuali restituzioni o vendite a prezzo ridotto.
| clienti stipulanti un contratto beneficiano inoltre di un ribasso, quando entro due periodi
conteggiano un determinato numero del medesimo supporto audiovisivo con la stessa musica. Il ribasso ammonta a
3% per oltre 5‘000 esemplari del medesimo supporto audiovisivo
5% per oltre 10‘000 esemplari del medesimo supporto audiovisivo 7% per oltre 15'000 esemplari del medesimo supporto audiovisivo 9% per oltre 20‘000 esemplari del medesimo supporto audiovisivo
10% per oltre 25'000 esemplari del medesimo supporto audiovisivo.
c) Indennità minima
L'indennità ammonta ad almeno : - per film di concerti e videoclip e 62 centesimi per supporto audiovisivo con musica, indipendentemente dalla durata e 2.2 centesimi per minuto di musica e per supporto audiovisivo, al massimo tutta- via 62 centesimi per supporto audiovisivo, se il cliente fornisce alla SUISA infor- mazioni esatte circa la musica coninuta nel supporto audiovisivo,
- per CD-ROM e altri supporti audiovisivi utilizzabili interattivamente e 31 centesimi per supporto audiovisivo con musica, indipendentemente dalla durata e 2,2 centesimi per minuto di musica e per supporto audiovisivo, al massimo tuttavia 31 centesimi per supporto audiovisivo, se il cliente fornisce alla SUISA informazioni esatte circa la musica contenuta nel supporto audiovisivo,
SUISA, tariffa VI, versione del 30 giugno 1999
Il
- per altri supporti audiovisivi e 31 centesimi per supporto audiovisivo con musica, indipendentemente dalla durata e 1.1 centesimo per minuto di musica e supporto audiovisivo, al massimo tuttavia
31 centesimi per supporto audiovisivo, se il cliente fornisce alla SUISA
informazioni esatte circa la musica contenuta nel supporto audiovisivo.
Parti di minuti vengono addizionati per l’intero supporto audiovisivo. Una frazione di unità di tempo viene fatturata come un intero. L’indennità ammonta in tutti i casi ad almeno Fr. 40.- per autorizzazione.
Per clienti che stipulano un contratto con la SUISA, vige l'indennità minima di Fr. 40.- per conteggio (non per brano).
e) Imposte
Le indennità citate in questa tariffa s'intendono senza un'eventuale imposta sul valore aggiunto o simile che la SUISA deve versare.
f) Supplemento in caso di violazioni della legge Tutte le indennità citate in questa tariffa raddoppiano allorquando - viene utilizzata musica senza la necessaria autorizzazione della SUISA
- un cliente fornisce indicazioni inesatte o incomplete in virtù delle quali si procura, o avrebbe potuto procurarsi, un vantaggio illegale.
Rimane risevata la richiesta di un risarcimento danni eccedente.
g) Obbligo di pagare l'indennità
L’indennità diventa un obbligo a partire dal momento della fabbricazione dei supporti audiovi- sivi. Se il cliente effettua il conteggio in base all’AIP, fa stato l'uscita dal magazzino per scopi di vendita.
Supporti audiovisivi esportati dalla Svizzera o dal Liechtenstein
In caso di esportazioni di oltre 100 supporti audiovisivi uguali nello stesso paese per periodo di conteggio, è applicata la tariffa del paese della vendita.
Valgono le disposizioni vigenti per le vendite nel territorio nazionale
- in caso di esportazioni di fino a 100 esemplari dello stesso supporto audiovisivo nello stesso paese per periodo di conteggio, oppure
- se nel paese della vendita non vi è una società consorella della SUISA, oppure
- quando la tariffa nel paese della vendita non è conosciuta o non è applicabile.
Se il supporto audiovisivo in questi casi non viene venduto nel territorio nazionale, vale il prezzo applicabile nel paese della vendita.
SUISA, tariffa VI, versione del 30 giugno 1999
E. Conteggio a) Notifica delle registrazioni, elenchi della musica
| clienti notificano regolarmente alla SUISA - in caso di abbinamento della musica con altre opere in base alla cifra 12 e 13 di questa tariffa almeno 6 settimane prima della fabbricazione, altrimenti al più tardi 10 giorni prima della pubblicazione — i supporti audiovi- sivi con musica che intendono produrre, forniti di
- titolo originale
- eventuali sottotitoli in Svizzera
- produttore originale
- paese di origine
genere del supporto audiovisivo (documentario, film televisivo, film didattico, ecc.)
formato (videocassetta, CD-ROM, DVD, ecc.)
- durata della registrazione
- titolo, durata e autore/editore di tutte le sequenze musicali.
Quando viene utilizzato un film preesistente, per il quale è stato rilasciato un cosiddetto cue- sheet, questo va allegato.
b) Notifiche di produzioni e di vendite
| clienti inoltrano alla SUISA entro 10 giorni a decorrere da quello della produzione un con- teggio concernente tutti i supporti audiovisivi per cui viene concessa l'autorizzazione della SUISA.
Clienti stipulanti con la SUISA contratti pluriennali per tutti i supporti audiovisivi, le inoltrano conteggi trimestrali, semestrali o annuali relativamente a tutti i supporti audiovisivi con musica prodotti o venduti al momento del conteggio in base all’AIP. Ci si deve comun- que attenere alle scadenze citate alle cifre 12, 13 e 30 per le richieste di autorizza- zione relativa all’abinamento della musica ad altre opere.
Per quanto riguarda supporti audiovisivi prodotti in serie e, in base all'esperienza, esportati prevalentemente all’estero, può sostituire il conteggio un estratto dalla contabilità di magaz- zino che fornisca informazioni circa il numero dei supporti audiovisivi con musica prodotti, il numero di quelli che sono usciti dal magazzino principale e di quelli che vi ritornano.
Il cliente rilascia alla SUISA gratuitamente in visione - se questa lo richiede — un esem- plare di ogni supporto audiovisivo con musica.
c) Verifica delle notifiche e violazione dell'obbligo di notifica La SUISA può richiedere dei giustificativi per scopi di verifica delle indicazioni, o prendere
visione durante l’orario di lavoro, e previo preavviso, dei libri contabili e del magazzino del cliente.
SUISA, tariffa VI, versione del 30 giugno 1999
La verifica può essere effettuata da uno specialista indipendente, i cui costi sono a carico del cliente se in base alla verifica risultano inesattezze nelle sue notifiche, in caso contrario di colui che ne ha richiesto la collaborazione.
Qualora le indicazioni necessarie o i giustificativi richiesti non venissero inoltrati alla SUISA entro il termine fissato neanche dopo sollecito per iscritto, o qualora il cliente rifiuti di far prendere visione dei suoi libri contabili o del suo magazzino alla SUISA, questa può proce- dere ad una stima e calcolare l'indennità in base al risultato.
Qualora le indicazioni circa la musica utilizzata non vengano inoltrate alla SUISA entro il ter- mine stabilito neanche dopo sollecito per iscritto, può essere richiesta un'indennità supple- mentare pari a Fr. 40.- . La SUISA può inoltre procurarsi le indicazioni necessarie addebi- tando i costi al cliente.
F. Pagamento
Purché non pattuito altrimenti nell’autorizzazione o nel contratto, le fatture della SUISA vanno pagate entro 30 giorni.
La SUISA può richiedere acconti per un importo pari all'indennità presumibile e/o altre garanzie.
Qualora l'utilizzazione della musica prevista dal cliente fosse venuta meno, la SUISA rim-
borsa la relativa indennità pagata.
G. Contrassegnazione del supporto audiovisivo
Tutti i supporti audiovisivi vanno muniti dei contrassegni commercialmente in uso.
Sulle etichette dei supporti audiovisivi prodotti in serie figurano
- la sigla +SUISA+ ; la SUISA mette a disposizione gratuitamente i chliché
- il contrassegno «Diritti d'autore e diritti di protezione affini riservati, soprattutto per proiezio- ne, emissione e registrazione pubblica».
H. Periodo di validità
La presente tariffa è valevole dal 7° gennaio 2000 al 31 dicembre 2003.
in caso di cambiamento sostanziale delle circostanze, essa può essere rimaneggiata prima della scadenza.
Relativamente a CD-ROM, DVD e ad altri supporti audiovisivi utilizzabili interattivamente, la tariffa può subire una revisione anticipata qualsiasi momento.
ESchK 28
CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF I. Die Schiedskommission zieht in Erwägung:
1.
Die SUISA hat ihren Antrag auf Genehmigung des neuen Tarifs VI, der ab dem 1. Januar 2000 gelten soll, am 5. Juli 1999 eingereicht. Damit wurde die mit Präsidialverfügung vom 1. Juli 1999 bis zu diesem Datum erstreckte Einreichungsfrist gemäss Art. 9 Abs. 2 URV ge- wahrt. Ebenso haben IFPI Video, der SVV und die sima swiss interactive media association mit ihren Eingaben die bis zum 16. August 1999 gesetzte Frist zur Einreichung der Stellung- nahmen zum Antrag der SUISA eingehalten.
Den Gesuchsunterlagen sowie den anlässlich der Vernehmlassung eingegangenen Stellung- nahmen lässt sich entnehmen, dass die SUISA die Verhandlungen im Sinne von Art. 46 Abs.
2 URG ordnungsgemäss durchgeführt hat.
Die Schiedskommission genehmigt einen ihr vorgelegten Tarif, wenn er in seinem Aufbau und in den einzelnen Bestimmungen angemessen ist (Art. 59 Abs. 1 URG). Bezugnehmend auf die bisherige Praxis der ESchK, die vom Bundesgericht bestätigt worden ist (vgl. Ent- scheide und Gutachten der ESchK, Bd. II, 1981-1990, S. 190) und die auch unter dem neuen URG ihre Gültigkeit hat, sind diese Voraussetzungen als erfüllt anzusehen, wenn die massge-
benden Organisationen der Werknutzer dem Tarif zugestimmt haben.
Im Rahmen der Verhandlungen zum vorliegenden Tarif erklärte sich die SUISA bereit, an Stelle der bisherigen Berechnungsgrundlage für die urheberrechtliche Entschädigung (Publis- hed Price for Dealers / PPD) neu den AIP (Actual Invoiced Price) und damit den effektiven, gegenüber dem Detaillisten in Rechnung gestellten Preis als Berechnungsgrundlage anzuer- kennen (Ziff. 15 des Tarifs). Damit konnten sich die Vertragspartner über die anzuwendende Berechnungsgrundlage einigen, womit sie auch gleichzeitig einer früheren Empfehlung des
Preisüberwachers nachkamen.
Im weiteren geht die SUISA davon aus, dass mit der Umstellung der Berechnungsweise der
Mindestvergütung (Bst. c, Ziff. 22 und 23 des Tarifs) die diesbezüglichen Anforderungen der
ESchK 29 CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF
Schiedskommission (vgl. den Beschluss vom 17.11.1998 betr. den Tarif VI, Ziff. 7b, S. 19£.) erfüllt sind. Zwar stehen der SVV, die IFPI Video sowie die sima den Mindestentschädigun- gen im Tarif VI immer noch kritisch gegenüber. Allerdings wird auf Grund des erreichten Verhandlungsergebnisses von keiner Partei dagegen opponiert; dieses 'Nichtstreitigstellen'
durch die Nutzerverbände erfolgt indessen ohne Präjudiz für die Zukunft.
Da es somit hinsichtlich der in den Ziff. 22 und 23 des Tarifs geregelten Mindestvergütung im vorliegenden Genehmigungsverfahren sowohl von den beteiligten Parteien wie auch von Sei- ten des Preisüberwachers keine Einwände gibt und auch keine entsprechenden Änderungsan- träge gestellt worden sind, braucht sich die Schiedskommission dazu nicht zu äussern. Aber auch in anderen Bereichen (wie Ermässigungen, Mengenrabatt, Abzug der Mehrwertsteuer, Wegfall der Teuerungsklausel, Gültigkeitsdauer des Tarifs) ist es den Tarifpartnern gelungen, eine Einigung zu finden. Dies wird denn auch von IFPI Video in ihrer schriftlichen Eingabe
ausdrücklich anerkannt.
3. Umstritten geblieben ist einzig die in den Ziff. 11 bis 14 des Tarifs sowie hinsichtlich der zu leistenden Vergütung in einer Fussnote zu Bst. D getroffene Regelung des so genannten Syn-
chronisationsrechts:
a) Die SUISA versteht unter dem Synchronisationsrecht das Recht, Musik zur Vertonung ei- nes anderen Werks zu verwenden. Sie geht davon aus, dass sich das Synchronisations- recht als ein vom Vervielfältigungsrecht getrenntes oder mindestens trennbares Recht auf Art. 10 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 Bst. b URG stützt, dessen Verwertung nicht unter die Bundesaufsicht nach Art. 40 URG fällt und der Tarif diesbezüglich auch nicht von der Schiedskommission zu genehmigen ist. Sie weist ebenfalls darauf hin, dass ihr das Syn- chronisationsrecht vom Urheber nur mit dem Vorbehalt der Zustimmung im Einzelfall abgetreten wird und betont, dass durch die Vertonung eines Films oder eines Werbespots das Persönlichkeitsrecht des Urhebers verletzt werden kann und dass sie letztlich den Nutzern nicht mehr Rechte abtreten könne, als sie selber verwalte. Zudem habe sie sich
hinsichtlich der Regelung dieses Rechts mit dem SVV, dem bedeutenden Nutzer und IFPI
ESchK 30 CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF
Video-Mitglied Warner Home Video und nach einer Ergänzung der Fussnote (Bst. a) auch mit der sima geeinigt. Einzig IFPI Video habe sich bezüglich des Synchronisationsrechts
nicht festlegen können.
IFPI Video hat sowohl in ihrer Vernehmlassung wie auch in den mündlichen Äusserungen betont, dass sie das Synchronisationsrecht als solches und die damit verbundene Vergü- tungspflicht anerkenne. Sie weist darauf hin, dass sich die Parteien nicht über das Bestehen eines Synchronisationsrechts streiten, sondern vielmehr über dessen rechtliche und wirt- schaftliche Bedeutung. So wird namentlich ein Nebeneinander von kollektiver und indivi- dueller Verwertung und die damit verbundene Tarifunsicherheit von IFPI Video abgelehnt. Auch wehrt sie sich dagegen doppelt, nämlich einerseits für die erstmalige Verbindung und andererseits für nachfolgende Auswertungen in einem anderen technischen Format für das Synchronisationsrecht zu bezahlen. Dies unabhängig davon, ob man das Synchronisa- tionsrecht als Ausfluss des Urheberpersönlichkeitsrecht oder als Vermögensrecht ansehe. Aus wettbewerbsrechtlicher Sicht rügt IFPI Video, dass die vorgelegte Tariffassung beim Nutzer den Eindruck vermittle, der Tarif sei einschliesslich der Regelung des Synchronisa-
tionsrechts genehmigt worden.
Die von der Schiedskommission durchgeführte Vernehmlassung hat gezeigt, dass auch der SVV (vgl. die Stellungnahme vom 4.8.1999) gewisse Bedenken vorgebracht hat hinsicht- lich der Art und Weise wie das Synchronisationsrecht nun im Tarif VI geregelt werden soll. Der SVV befürchtet ebenfalls eine doppelte Lizenzbelastung. Es dürfe nicht vorkom- men, dass der Produzent, der für eine Synchronisation bezahlt habe, bei einer weiteren Auswertung derselben Synchronisation in einem anderen Format noch einmal lizenzieren müsse. Nach seiner Auffassung kann nur das erstmalige Verbinden von Musik und Bild urheberrechtlich relevant und damit bewilligungspflichtig sein. Er macht geltend, dass das Synchronisationsrecht ohnehin nicht Tarifgegenstand sei und somit nicht im vorliegenden Tarif geregelt werden dürfe. Die vorgeschlagene Lösung sei auch problematisch, weil ein
Urheberpersönlichkeitsrecht nicht von einer Verwertungsgesellschaft wahrgenommen
ESchK 31 CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF
werden könne. Der SVV und IFPI Video möchten aus Gründen der Rechtssicherheit bei
der bisher gültigen Regelung der Ziff. 11 des Tarifs bleiben, welche sich bewährt habe.
Gestützt auf diese Ausführungen ist davon auszugehen, dass das Synchronisationsrecht als solches unter den Parteien grundsätzlich nicht bestritten ist. Auch scheint man sich darüber einig zu sein, dass dieses Recht nicht der Bundesaufsicht untersteht und damit auch nicht in die Kognition der Schiedskommission fällt. Unter den Tarifpartnern umstritten geblie- ben ist allerdings die Frage, ob und allenfalls wie das Synchronisationsrecht im Tarif gere-
gelt werden soll.
b) Bisher am eingehendsten hat sich das Bundesamt für geistiges Eigentum (BAGE) in ei- nem Gutachten vom 9. März 1992 mit der Problematik des Synchronisationsrechts - aller- dings noch unter der alten Urheberrechtsgesetzgebung - befasst. Dabei wird ausgeführt, dass der Begriff ‘Synchronisationsrecht’ unterschiedliche Bedeutung haben kann. Einer- seits könne man darunter die Übersetzung eines Films in eine andere Sprache und ande- rerseits auch die Vertonung eines Films, somit die Vereinigung von Bild und Ton durch Festlegung des Tons auf einen Filmstreifen verstehen. Das BAGE weist darauf hin, dass die SUISA beim Synchronisationsrecht, das auch als Bearbeitungsrecht bezeichnet wird, von der zweiten Bedeutung ausgeht, d.h. von der Befugnis, Musikwerke mit Bildern ir-
gendwelcher Art wie Filme, Choreographien, Video-Bildfolgen u.a.m. zu verbinden.
Das Gutachten hält fest, dass das Verbinden eines musikalischen Werkes mit einem audio- visuellen oder choreographischen Werk durch das Aufnehmen der Musik auf einen Ton- bildträger zustande kommt und dieser technische Vorgang der Festlegung auf einen Ton- bildträger per se noch keine Bearbeitung der Musik darstelle und auch keine Änderung vo- raussetze. Betroffen sei vielmehr das Wiedergabe- bzw. Vervielfältigungsrecht, das sich sowohl auf die erste körperliche Festlegung als auch das Herstellen von Werkexemplaren
beziehe.
ESchK CAF CCF
Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI
Es weist auch - entgegen einer wiederholt von der SUISA vertretenen Auffassung (vgl. Ziff. Ad der Eingabe) - darauf hin, dass die Schiedskommission mit dem Beschluss vom 1. September 1986 betreffend den Tarif VN (vgl. unten Bst. c) nicht auf die Unterscheidung zwischen Synchronisationsrecht (Erteilung der Befugnis zur Verbindung der Musik mit ei- nem anderen Werk) und mechanischem Recht (Erteilung der Befugnis, solche Werkver- bindungen auf Tonbildträger aufzunehmen und in Verkehr zu bringen) eingegangen ist. Der im Tarif VN enthaltene Vorbehalt der individuellen Verwertung wird vom BAGE in Bezug auf das alte Verwertungsrecht indessen als problematisch bezeichnet. Gemäss dem Gutachten ist nämlich nach Art. 1 Abs. 1 Bst. b der Vollziehungsverordnung zum Verwer- tungsgesetz vom 7. Februar 1941 (VVerwG; am 1. Juli 1993 aufgehoben) der differenzier- ten Verwertungspraxis, wonach die Lizenz zur Verbindung eines Werks mit Musik indivi- duell und nur diejenige zur Herstellung von Werkexemplaren kollektiv erteilt wird, bei der seinerzeitigen Ausdehnung des Anwendungsbereichs des VerwG auf die mechanischen Rechte keine Beachtung geschenkt worden. Mit Hinweis darauf, dass die Unterstellung der mechanischen Rechte unter das Verwertungsgesetz lediglich den Zweck hatte, die schwei- zerischen Verwertungsgesellschaften im Interesse einheimischer Urheber und Werknutzer von einer Konkurrenzierung durch ausländische Schwestergesellschaften zu schützen und nicht die Absicht bestand, bestehende und bewährte Verwertungsabläufe zum Nachteil der Urheber und Verleger zu verändern, kam das BAGE zum Schluss, dass das in die Handels- und Gewerbefreiheit eingreifende Bewilligungsmonopol für die mechanischen Rechte möglichst restriktiv zu interpretieren ist und das Synchronisationsrecht nicht unter das da- mals geltende Verwertungsgesetz fiel und somit im Rahmen der Privatautonomie vom Ur- heber selbst oder seinen Rechtsnachfolgern frei verwertet werden konnte, ohne dass für die
SUISA in diesem Bereich eine Tarifpflicht bestanden hätte.
Das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) als Nachfolgerin des BAGE als Aufsichtsbehör- de über die Verwertungsgesellschaften hat in einem kürzlichen Verwaltungsstrafverfahren wegen des Verdachts auf Widerhandlungen nach Art. 70 URG (Entscheid in der Verwal- tungsstrafsache vom 26.2.1999 betr. Firma Airborne AG) erneut zur Frage des Synchroni-
sationsrechts Stellung genommen. Das IGE hat in diesem Verfahren zunächst festgestellt,
ESchK 33 CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF
dass das revidierte Urheberrechtsgesetz vom 9. Oktober 1992 die Verwertung der aus- schliesslichen Rechte an musikalischen Werken auf dieselbe Weise der Bundesaufsicht un- terstellt wie das Verwertungsgesetz von 1941 und in der Folge das oben erwähnte Gutach- ten zu dieser Frage bestätigt. Ebenso hat das IGE die Auffassung vertreten, dass auch die Schiedskommission mit ihrem Entscheid vom 10. November 1997 betreffend den Tarif VN zumindest indirekt davon ausgegangen sei, dass die Wahrnehmung des Synchronisa- tionsrechts nicht unter die Bundesaufsicht falle. Anderenfalls wäre nach Auffassung des IGE eine Regelung, die den vertraglichen Rechtsnachfolger des Urhebers in die Verwer-
tungshandlung mit einbezieht, nicht zulässig.
c) Die Schiedskommission selbst hat sich bis anhin noch nie ausdrücklich zur Frage ge- äussert, ob das Synchronisationsrecht unter Bundesaufsicht steht oder nicht. Unter dem al- ten URG wurde indessen mit Entscheid vom 1. September 1986 die subsidiäre Anwen- dung eines Tarifs zugelassen für den Fall, dass die Urheber oder Verleger ihre Rechte nicht selbst wahrnehmen. So stellte die Kommission damals fest, dass unter dem Ge- sichtspunkt der Missbrauchskontrolle gegen eine Regelung, die der individuellen Rechts- wahrnehmung unter Berücksichtigung der Interessen der Rechtsinhaber und der Werknut- zer sowie ihrer gegenseitigen vertraglichen Beziehungen ausdrücklich den Vorrang gibt,
nichts einzuwenden ist (Beschluss vom 1.9.86 betr. den Tarif VN, Ziff. 1/3).
Am 13. Dezember 1994 hat die Schiedskommission anlässlich der Genehmigung des Ta- rifs VI entschieden, dass eine Bestimmung, die verlangt, dass die Nutzer für die Verwen- dung von Musik zu Werbezwecken oder zur Vertonung eines Tonbildträgers neben der Bewilligung der SUISA noch zusätzlich die Zustimmung der Inhaber der Musikrechte ein- holen müssen, nicht in einen Tarif gehört. Dies mit der Begründung, dass ein Tarif, der ei- ne Kumulierung von persönlicher und kollektiver Verwertung zulässt, nicht als angemes- sen im Sinne von Art. 59 URG bezeichnet werden kann. Die Schiedskommission befand, dass eine solche Regelung, sofern sie sich nicht nur auf die persönliche Verwertung durch den Urheber selbst oder seine Erben bezieht, allenfalls den Tatbestand der unerlaubten
Geltendmachung von Rechten gemäss Art. 70 URG erfüllen könnte. Dagegen fand nach
ESchK 34 CAF Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI CCF
Auffassung der Schiedskommission der im Tarif enthaltene Vorbehalt der Zustimmung zur erstmaligen Verbindung der Musik mit anderen Werken und ihrer Verwendung zu Werbe- zwecken seine Rechtfertigung im Urheberpersönlichkeitsrecht und konnte deshalb für den Urheber und seine Erben beibehalten werden, falls dies nicht zu einer Mehrbelastung der
Nutzer führte (Beschluss vom 13.12.94 betr. den Tarif VI, Ziff. 1/3).
Selbst im Genehmigungsbeschluss vom 10. November 1997 betreffend den Tarif VN (Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die nicht ans Publikum abgegeben werden) wurde die Frage, ob das Synchronisationsrecht dem Verwertungsrecht nach Art. 40 Abs. 1 URG unterliegt, nicht abschliessend beantwortet (vgl. Ziff. II/4 des Beschlusses). Die Schiedskommission hat aber in diesem Verfahren, da sich die beteiligten Tarifpartner über die Höhe der zu entrichtenden gesamten Entschädigung verständigen konnten, darauf ver- zichtet, den Vorbehalt der Zustimmung der Rechtsinhaber zu streichen oder ihn auf die Urheber und ihre Erben einzuschränken, was das IGE zur bereits erwähnten Vermutung
(vgl. vorne S. 33 oben) veranlasste.
Da sich im vorliegenden Tarif die Tarifpartner über die Regelung des Synchronisations- rechts nicht einigen konnten, ist eine nähere Überprüfung dieser Frage indessen erforder-
lich:
Wie unter der bis Mitte 1993 geltenden Urheberrechtsgesetzgebung wurde auch im neuen URG der Tatbestand der kollektiven Rechtswahrnehmung nicht generell aufgenommen, sondern nur punktuell die Verwertung und Geltendmachung der in Art. 40 Abs. 1 URG abschliessend aufgezählten vermögensrechtlichen Ansprüche berücksichtigt. Dies führt dazu, dass eine Verwertungsgesellschaft nur für einen Teil ihrer Tätigkeit der Bundesauf- sicht untersteht und ansonsten im Rahmen der Privatautonomie tätig ist (vgl. Govoni,
SIWR IVI, S. 385).
Die Herstellung von Tonträgern oder Tonbildträgern nichttheatralischer Werke der Musik
fällt nach Art. 40 Abs. 1 Bst. a URG unter die Bundesaufsicht und damit - mit Ausnahme
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der persönlichen Verwertung nach Art. 40 Abs. 3 URG durch die Urheber oder deren Er- ben - in den Verwertungsbereich der SUISA (vgl. Bewilligung der SUISA vom 5. Juli 1993 bzw. vom 26. Mai 1998). Das Synchronisationsrecht als selbstständiges Recht neben dem Vervielfältigungsrecht wird allerdings vom URG nicht ausdrücklich geregelt. Mit Hinweis auf Art. 1 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung zum Verwertungsgesetz führt die Botschaft zum URG (BBI 1989 II 554) dazu aus, dass die Verwertung ausschliesslicher Rechte nur im bisherigen Umfang der Bundesaufsicht unterstellt wird. Es seien dies Berei- che, in denen sich die kollektive Rechtswahrnehmung auf Grund von Sachzwängen oder unangefochtener Übung derart durchgesetzt hat, dass die individuelle Verwertung als Al- ternative weder in Betracht fällt noch erwünscht ist. Da gemäss dem erwähnten Gutachten des BAGE davon auszugehen ist, dass das Synchronisationsrecht nach ständiger Praxis im Rahmen der Privatautonomie vom Urheber selbst oder seinem Rechtsnachfolger individu-
ell verwertet wurde, ist anzunehmen, dass dies auch unter dem neuen Recht weiterhin gilt.
Da das Synchronisationsrecht somit nicht unter Bundesaufsicht steht, unterliegt dieses Recht nicht der Genehmigungspflicht und die Schiedskommission hat sich dazu materiell auch nicht zu äussern. Als grundsätzlich individuell wahrnehmbares Recht liegt es an den Rechtsinhabern, die Bedingungen festzulegen, zu denen sie das Synchronisationsrecht ein- räumen; die Entschädigung dieses Rechts ist somit unabhängig vom Vervielfältigungs- recht. Auf Grund dieser Schlussfolgerung muss nicht geprüft werden, ob durch das Syn- chronisationsrecht die Urheber allenfalls in ihrem Urheberpersönlichkeitsrecht verletzt werden. Den Urhebern und Rechtsinhabern ist es auch vorbehalten zu bestimmen, ob sie die diesbezüglichen vermögensrechtlichen Ansprüche persönlich wahrnehmen oder im Rahmen der Vertragsautonomie an eine Verwertungsgesellschaft abtreten wollen. Somit ist in diesem Bereich — auch ohne entsprechende tarifliche Regelung — eine Vermischung
von kollektiver und individueller Verwertung ohnehin nicht auszuschliessen.
Abschliessend bleibt die Frage zu beantworten, ob das Synchronisationsrecht als subsidiär anwendbares Recht im Tarif zu belassen oder allenfalls zu streichen ist. Dabei gelangt die
Schiedskommission zur Auffassung, dass es kaum vermeidbar ist, dass in Tarifen auch
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Bestimmungen enthalten sind, die nicht der Prüfungs- und Genehmigungspflicht der Schiedskommission unterliegen, sondern vielmehr privatrechtlichen Vereinbarungen ent- sprechen. So hat sich beispielsweise mit der Abschaffung der allgemeinen Tarifbestim- mungen, welche für alle SUISA-Tarife Geltung beanspruchten, die Tendenz zu nicht ge- nehmigungspflichtigen Tarifbestandteilen noch verstärkt. Die Schiedskommission hat denn auch schon mehrmals Tarife nur insoweit genehmigt, als sie ihrer Kognition unterla- gen (letztmals mit Beschluss vom 9.12.99 betr. den Tarif PN). Die SUISA lässt sich ge- mäss Ziff. 3 des Wahrnehmungsvertrages (vgl. Gesuchsbeilage 19) von ihren Mitgliedern das Synchronisationsrecht unter gewissen Voraussetzungen abtreten. Die Regelung im Ta- rif gilt somit nur so weit, als der Urheber oder der Rechtsinhaber nichts anderes bestim- men. Letztlich führt die ausdrückliche Erwähnung des Synchronisationsrechts im Tarif zu einer höheren Transparenz und lässt den Nutzer erkennen, dass dieses Recht zusätzlich ab- zugelten ist, was zur Rechtssicherheit in diesem Bereich beiträgt. Mit der Feststellung, dass das Synchronisationsrecht nicht der Bundesaufsicht unterstellt ist, verlieren zudem die von der Schiedskommission im Beschluss vom 13. Dezember 1994 (vgl. S. 33 vorne) ge- äusserten Bedenken hinsichtlich der unerlaubten Geltendmachung von Rechten ihre Be-
deutung.
Zusätzlich hat die SUISA ausdrücklich bestätigt, dass das Synchronisationsrecht als sol- ches nur einmal eingeräumt werden kann. Allerdings bleibt es den Parteien unbenommen, im Rahmen ihrer Vertragsfreiheit für weitere Nutzungsformen besondere vermögensrecht- liche Absprachen zu treffen. Auch hier bringt die Regelung im Tarif dem Nutzer den Vor- teil, dass — so weit das Synchronisationsrecht von der SUISA wahrgenommen wird — die
Vergütungsansprüche in der Fussnote zur Ziff. D des Tarifs festgelegt sind.
4. Die Schiedskommission hat somit keine Einwände gegen die im Tarif VI getroffene Regelung des Synchronisationsrechts (Ziff. 11 — 14 sowie 30 und 32 des Tarifs bzw. Fussnote zu Bst. D). Allerdings bezieht sich die Tarifgenehmigung nicht auf das Synchronisationsrecht. Die dieses Recht betreffenden Bestimmungen sind daher durch grafische Hervorhebung deutlich
zu kennzeichnen und im Genehmigungsvermerk des Tarifs ist darauf hinzuweisen, dass dieser
ESchK 37
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Beschluss vom 13. Dezember 1999 betreffend den Tarif VI
HI.
Teil von der Schiedskommission nicht geprüft worden ist, weil die Verwertung des Synchro-
nisationsrechts nicht unter die Bundesaufsicht fällt.
Gestützt auf diese Rechtsauffassung gab die Schiedskommission den Parteien gemäss Art. 59 Abs. 2 URG i.V.m. Art. 15 URV vor der Beschlusseröffnung noch Gelegenheit zur Stellung- nahme. Seitens der Tarifpartner wurden indessen keine weiteren Anpassungen der Tarifvorla-
ge vorgeschlagen.
Da der Antrag auf Kostenauferlegung auf IFPI Video von der SUISA anlässlich der heutigen Sitzung zurückgezogen wurde, ist er als gegenstandslos zu betrachten. Die Gebühren und Auslagen dieses Verfahrens richten sich somit nach Art. 21a Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a und d URV (in der Fassung vom 25. Oktober 1995) und sind gemäss Art. 21b URV von der SUISA
zu tragen.
Demnach beschliesst die Eidg. Schiedskommission:
Der Tarif VI (Aufnehmen von Musik auf Tonbild-Träger, die ans Publikum abgegeben werden) wird, unter Vorbehalt der folgenden Ziffer, in der Fassung vom 30. Juni 1999 und
einer vorgesehenen Gültigkeitsdauer bis zum 31. Dezember 2003 genehmigt.
So weit der Tarif VI das so genannte Synchronisationsrecht regelt, unterliegt er nicht der Kognition der Schiedskommission. Die SUISA wird verpflichtet, im Genehmigungsver- merk im Tarif darauf hinzuweisen und die nicht genehmigungspflichtigen Textteile beson-
ders zu kennzeichnen.
Der SUISA werden die Verfahrenskosten bestehend aus:
a) einer Spruch- und Schreibgebühr von Fr. 2'000.00 b) sowie dem Ersatz der Auslagen von Fr. 2'597.05 total Fr. 4'597.05 auferlegt.
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4. Schriftliche Mitteilung an:
- die Mitglieder der Spruchkammer
- SUISA, Zürich
- IFPI Video, Zürich
- Schweizerischer Videoverband SVV, Ziirich
sima swiss interactive media association, Kloten
den Preisüberwacher
5. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Schweizerischen
Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden.“
Eidg. Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Die Präsidentin: Der Sekretär:
V. Bräm-Burckhardt A. Stebler
* Art. 74 Abs. 2 URG; Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG sowie Art. 98 Bst. e und Art. 106 Abs. 1 OG.