301.513
Einführungsverordnung zum Bundesgesetz über Voraussetzungen und Verfahren bei Sterilisationen
Vom 11.05.2005 (Stand 01.01.2018)
Der Regierungsrat des Kantons Aargau,
gestützt auf Art. 9 und Art. 10 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Voraussetzungen und Verfahren bei Sterilisationen (Sterilisationsgesetz) vom 17. Dezember 20041 und § 91 Abs. 2bis der Kantonsverfassung vom 25. Juni 1980,
beschliesst:
Art. 1 Gerichtliche Beurteilung
Für die gerichtliche Beurteilung des Entscheides der Erwachsenenschutzbehörde (Art. 9 Sterilisationsgesetz) ist das Obergericht (Zivilgericht) gemäss § 41 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EG ZGB) vom 27. Juni 20172 zuständig.
Art. 2 Meldestelle
Die Berichterstattung über die Sterilisation einer unter umfassender Beistandschaft stehenden oder dauernd urteilsunfähigen Person (Art. 10 Abs. 2 Sterilisationsgesetz) erfolgt an den Kantonsärztlichen Dienst des Departements Gesundheit und Soziales.
Art. 3 Aufhebung bisherigen Rechts
Die Verordnung über die Sterilisation unmündiger und entmündigter Personen vom 7. November 20013 wird aufgehoben.
Art. 4 Publikation und Inkrafttreten
Diese Verordnung ist in der Gesetzessammlung zu publizieren. Sie tritt am 1. Juli 2005 in Kraft.
Aarau, 11. Mai 2005
Regierungsrat Aargau Landammann Huber Staatsschreiber Dr. Grünenfelder
2005 S. 187