742.116

Vollzugsverordnung über die Verlustscheine in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung

vom 11.12.2012 (Stand 01.01.2013)

Der Regierungsrat von Nidwalden,

gestützt auf Art. 64 der Kantonsverfassung, in Ausführung von Art. 105i der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV)1 und Art. 5 Ziff. 6 sowie Art. 9a des Einführungsgesetzes vom 25. Oktober 2006 zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung (Krankenversicherungsgesetz, kKVG)2,

beschliesst:

Art. 1 Aufgaben der Sozialbehörden

Die kommunale Sozialbehörde hat die gemeldete Person zu einem persönlichen Gespräch einzuladen, nachdem sie die Meldung der Ausgleichskasse gemäss Art. 9a Abs. 2 kKVG3 erhalten hat. Sie hat die Ausgleichskasse binnen 30 Tagen schriftlich über die Durchführung des Gesprächs zu informieren.

Art. 2 Einem Verlustschein gleichgesetzte Rechtstitel

Einem Verlustschein im Sinne von Art. 64a Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG)4 sind folgende Rechtstitel gleichgesetzt:

  1. Verfügungen über die Ausrichtung von jährlichen Ergänzungsleistungen zur AHV/IV der Ausgleichskasse Nidwalden;

  2. Pfändungsurkunden nach Art. 115 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG)5 des Betreibungs- und Konkursamtes Nidwalden;

  3. Verfügung über die Einstellung des Konkursverfahrens nach Art. 230 und 230a SchKG6 des Betreibungs- und Konkursamtes Nidwalden.

Art. 4 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2013 in Kraft.

A 2012, 1924