RRB Nr. 1216/2020
Programm zu «Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich», Vertrag mit Gesundheitsförderung Schweiz 2021-2024, neue Ausgabe
Rubrum
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 9. Dezember 2020
1216. Programm zu «Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich» (Vertrag mit Gesundheitsförderung Schweiz)
Erwägungen
A. Ausgangslage Im Kanton Zürich wie auch in der übrigen Schweiz sind Übergewicht und psychische Erkrankungen verbreitet. Das Kinder- und Jugendalter ist entscheidend für die Gesundheit in späteren Lebensphasen. Bereits während der Schwangerschaft und im Kleinkindalter finden Prägungen bezüglich Körpergewicht und psychischen Ressourcen statt. Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich soll eine möglichst gesunde Entwicklung ermöglicht werden. Daher unterstützt die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion, der Sicherheitsdirektion und der Volkswirtschaftsdirektion die Fortführung eines themenübergreifenden kantonalen Programms mit Fokus auf ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung sowie Förderung der psychischen Gesundheit. Die kontinuierliche Unterstützung relevanter Angebote und die Entwicklung neuer Angebote bei ausgewiesenem Bedarf ermöglicht es, bisherige günstige Entwicklungen zu stärken, die Praktiken «guter Gesundheit» auch neuen Jahrgängen von Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen sowie günstige Rahmenbedingungen zu fördern. Es ist gesellschaftlich wichtig, Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten zu verringern. So gilt Übergewicht beispielsweise als Risikofaktor für Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Atemwegserkrankungen. Weiter kann die Beeinträchtigung des psychischen Wohlbefindens über längere Phasen psychische Erkrankungen schneller und stärker auftreten lassen. Nicht übertragbare Krankheiten sind neben dem Leid für die Betroffenen und ihr Umfeld auch mit hohen gesellschaftlichen Kosten verbunden. Sie machen gemäss Bundesamt für Gesundheit auf nationaler Ebene einen grossen Teil der Gesundheitskosten aus. Ebenso sind Klinikaufenthalte und Behandlungen bei psychischen Erkrankungen langwierig und kostenintensiv. Die Begleitfolgen psychischer Erkrankungen wie Suizid, Gewaltverhalten, Risikoverhalten und Komorbiditäten mit Suchterkrankungen tragen massgeblich zur Erhöhung der frühzeitigen Sterblichkeitsrate bei und verursachen damit Kosten. Gesundheitsförderliche und präventive Massnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, sportliche Aktivitäten und psychische
Gesundheit sind hinsichtlich des volkswirtschaftlichen Nutzens lohnenswerte Investitionen. Diese Themen haben gerade auch in der Coronakrise einen hohen Stellenwert. Bewegungseinschränkungen sowie Verminderung der sozialen Kontakte sind Faktoren, deren Auswirkungen während und nach einer Pandemie nicht zu unterschätzen sind. Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt die Kantone darin, sich für eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und eine bessere psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen zu engagieren. Sie beteiligt sich mit 50% an der Finanzierung des vorliegenden kantonalen Programms, sofern der Kanton mindestens denselben Betrag beisteuert. Der Beitrag des Kantons zur Unterstützung der Angebote des Programms «Ernährung und Bewegung und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich» wird gestützt auf § 46 des Gesundheitsgesetzes (GesG, LS 810.1) und § 14 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG, LS 852.1) ausgerichtet und stellt eine neue Ausgabe im Sinne von § 37 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (CRG, LS 611) dar. Gemäss § 46 GesG unterstützt der Kanton Massnahmen zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung (Gesundheitsförderung) und der Verhütung, Früherkennung und Früherfassung von Krankheiten (Prävention). Er kann zu diesem Zweck eigene Massnahmen treffen oder Massnahmen Dritter subventionieren. Zudem kann der Kanton gemäss § 14 lit. e KJHG allgemeine Förder- und Präventionsmassnahmen unterstützen oder ergreifen.
B. Programmaufbau Das Programm umfasst zwei Module. Diese verfügen über je eine direktionsübergreifende Steuergruppe, in welche zusätzlich thematisch relevante Fachstellen einsitzen. Jedes Modul umfasst unterschiedliche Projekte, die im jeweiligen Modul gebündelt und koordiniert werden. So lassen sich Synergien nutzen. Beide Programme befassen sich mit nichtübertragbaren Krankheiten bzw. mit Prägungen im Kindesalter und Verhaltensweisen im Jugendalter. An der Finanzierung der beiden Module beteiligen sich auf kantonaler Ebene die Gesundheitsdirektion, die Bildungsdirektion (Amt für Jugend und Berufsberatung, Volksschulamt, Mittel- und Berufsbildungsamt), die Sicherheitsdirektion (Sportamt) und die Volkswirtschaftsdirektion (Koordinationsstelle Veloverkehr).
Modul Ernährung und Bewegung (gesundes Körpergewicht) In der Steuergruppe dieses Moduls sind die Gesundheitsdirektion, die Bildungsdirektion und die Sicherheitsdirektion vertreten. Die Leitung liegt bei der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) der Universität Zürich im Auftrag der Gesundheitsdirektion. Mit diesem Modul kann der Kanton Zürich sein langjähriges Engagement im Bereich Ernährung und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen konsolidieren, damit auch künftige Generationen von diesen Massnahmen profitieren. Bei der neusten BMI-Messung (Body-Mass-Index) bei Kindern und Jugendlichen für das Schuljahr 2018/2019 in den Städten Basel, Bern und Zürich zeigt sich im Längsschnittvergleich insgesamt eine Stabilisierung und Verbesserung der Werte bei Übergewicht (alle Schulstufen 17,6% Übergewicht, einschliesslich 4,3% Adipositas). Noch keine signifikanten Verbesserungen zeigen sich bei Jugendlichen der Sekundarstufe I. Übergewichtige Kinder weisen ein wesentlich grösseres Risiko auf, auch im Erwachsenenalter übergewichtig oder gar adipös zu werden als Kinder mit normalem Gewicht. Verschiedene Aspekte des modernen Lebensumfelds begünstigen die Entstehung von Übergewicht und Adipositas bereits in den ersten Lebensjahren. Es ist daher angezeigt, frühzeitig mit Präventionsbemühungen einzusetzen. Gesundheitsförderung im Hinblick auf ein gesundes Körpergewicht kann durch den Fokus auf Kinder und Jugendliche wirksam sowie kostengünstig gestaltet werden. Dabei kann im Sinne der Chancengleichheit gezielt auf Risikogruppen eingegangen werden. Um eine nachhaltige Sensibilisierung für ein gesundes Körpergewicht erreichen zu können, sind Angebote ausgewählt worden, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, evidenzbasiert sind und mit denen sich die Zielgruppen niederschwellig erreichen lassen. Die Angebote werden in bestehende Strukturen verankert und mit anderen Aktivitäten innerhalb und ausserhalb des Kantons koordiniert. Im Vorschulbereich sind neben den Eltern Mütter- und Väterberatungsstellen, Kindertagesstätten, Tagesfamilien und Spielgruppen wichtige Adressaten. Schulkinder werden über Eltern, Schulleitungen, Lehrpersonen und Fachpersonen in der schulergänzenden Betreuung erreicht. Offene Turnhallen oder
Pumptracks sollen in der Freizeit zu Bewegung einladen, die Ernährung soll in der offenen Jugendarbeit Eingang finden und das Fahrradfahren bei Kindern soll gefördert werden.
Modul Psychische Gesundheit Die Steuergruppe dieses Moduls umfasst Vertretungen der Gesundheitsdirektion, der Bildungsdirektion, des Verbunds der Stellen für Suchtprävention, der Pädagogischen Hochschule Zürich und der kantonalen Jugendarbeit. Die Koordination liegt bei der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich des EBPI im Auftrag der Gesundheitsdirektion. Mit seinem Bericht «Prävention psychischer Erkrankungen» hat der Kanton Zürich 2012 einen ersten Meilenstein zur Förderung der psychischen Gesundheit gelegt. Er engagiert sich seither auf breiter Ebene für die Stärkung der psychischen Gesundheit seiner Bevölkerung und möchte nun eine weitere Programmphase zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen umsetzen. Psychische Gesundheit ist ein wesentlicher Teil von Gesundheit, bei der das Zusammenspiel von Belastungen und Ressourcen entscheidend ist. Der inhaltliche Fokus des Moduls liegt auf der Stärkung von Ressourcen und der Förderung von Lebenskompetenzen. Die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wird dahingehend unterstützt, dass sie herausfordernde, schwierige und unerwartete Situationen meistern können. Einbezogen werden auch die Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen. Für die Ausgestaltung der Projekte und deren Umsetzung werden verschiedene Fachstellen und bestehende Angebote einbezogen. Für die frühe Kindheit ist auf kantonaler Ebene das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) eine zentrale Anlaufstelle, zusätzlich werden Multiplikatorengruppen wie Hebammen, Mütter- und Väter-Beratende oder der Dachverband für Kitas gezielt eingesetzt. Beim Thema Kinder von psychisch belasteten Eltern arbeitet das Programm mit dem Institut Kinderseele Schweiz zusammen. Um Eltern mit Migrationshintergrund zu erreichen, werden der Fachstelle für interkulturelle Suchtprävention und Gesundheitsförderung und den kantonalen «Femmes-Tische»-Standorten Projekte übertragen. Verschiedene Angebote werden von den regionalen Suchtpräventionsstellen mit Gemeinden, Schulen, Eltern und Fachleuten umgesetzt. Sie verfolgen das Ziel, dass Sucht- und psychische Probleme gar nicht erst entstehen oder möglichst früh erkannt werden. Den direkten Zugang zu den Schulen und Lehrpersonen ermöglichen auch das Volksschulamt, das Mittelschul- und Berufsbildungsamt sowie
die Pädagogische Hochschule Zürich. Die Angebote im ausserschulischen Freizeitbereich werden durch den kantonalen Dachverband der Kinder- und Jugendförderung okaj umgesetzt.
Das Programm ist fachlich mit dem kantonalen Schwerpunktprogramm Suizidprävention, das unter anderem das Thema Jugendsuizidalität behandelt, und mit der nationalen «Wie geht’s Dir?»-Kampagne vernetzt. Diese Kampagne hat zum Ziel, das Reden über psychische Belastungen zu unterstützen und Wege zur Förderung der psychischen Gesundheit aufzuzeigen. Die Kampagne wird wesentlich durch Gesundheitsförderung Schweiz finanziert. Gesamtkoordination Die Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich des EBPI hat im Sommer 2020 mit Unterstützung der Gesundheitsdirektion ein Gesuch um Mitfinanzierung der geplanten, kantonalen Angebote an die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz eingereicht. Mit Schreiben vom 24. September 2020 teilte die Stiftung mit, dass sie die Angebote des Kantons Zürich in den Jahren 2021–2024 mit insgesamt Fr. 1 828 000 unterstützen wird. Die Gesundheitsdirektion wird einen entsprechenden Vertrag mit der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz abschliessen. Der Vertrag wird vorab die gegenseitigen finanziellen Verpflichtungen, aber auch die fachliche Beratung durch die Stiftung, die Meilensteine für die Auszahlungen der Stiftung, die inhaltlichen und organisatorischen Leistungen des Kantons und die Kommunikation nach aussen regeln. Die bisherige Programmorganisation des direktionsübergreifenden Angebotspakets durch die Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich des EBPI hat sich als zweckmässig erwiesen. Daher soll diese Abteilung auch künftig mit der Gesamtkoordination der Angebote, der Vernetzung der kantonalen Angebote untereinander, der Rechnungsführung sowie mit der Berichterstattung an den Kanton und an die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz beauftragt werden. Tabelle 1: Angebote 2021–2024 Modul Ernährung und Bewegung Angebot Inhalt Massnahmenebene Gesundheitsdirektion Koordination und Übergeordnete Koordination und Ver Koordination / Vernetzung netzung, Berichterstattung, Auswertung, Vernetzung Rechnungsführung Öffentlichkeitsarbeit Materialien und Webseite Öffentlichkeitsarbeit ZüMEB – Zürcher Migra Informationsmaterialien für Menschen Intervention tionsprojekt für Ernährung mit Migrationshintergrund und Bewegung Femmes-Tische Gesprächsrunden für Frauen mit Migrations Intervention hintergrund
Angebot Inhalt Massnahmenebene PEBS – Präventive Ernährungsberatungen und Bewegungs Intervention/ Ernährungs- und Bewe kurse Policy gungsberatung in der Schwangerschaft bis ein Jahr nach der Geburt Znünibox Anleitung zu gesunder Ernährung und Intervention Bewegung durch Schulzahnpflegeinstruktorinnen, auf allen Schulstufen Ernährung und Bewegung Förderung von ausreichend Bewegung und Intervention im ausserschulischen gesunder Zwischenverpflegung im ausser Bereich schulischen Bereich Midnight Sports Förderung des Sport- und Bewegungs Intervention/ verhaltens von Jugendlichen (Qualitäts Policy sicherung offene Turnhallen) Bewegungsfreundliche Vernetzung und Unterstützung zu strukturel Vernetzung Gemeinde ler Bewegungsförderung in den Gemeinden Sicherheitsdirektion (Sportamt) Sportfreundliche Schulen Labelvergabe an Schulen mit sport- und Policy bewegungsfreundlicher Kultur Sport- und Bewegungs Kursangebot J+S Kindersport Intervention/ förderung in der schul Policy ergänzenden Betreuung Offene Turnhallen Anschubfinanzierung für offene Turnhallen Intervention in Gemeinden Bewegungsfreundliche Angebot von Pumptrack-Anlagen sowie Intervention/ Gemeinde Workshops für Street-Workout-Anlagen Policy Bildungsdirektion (Volksschulamt) Gemeinsam Essen Esskultur in Tagesstrukturen Intervention Purzelbaum Kindergarten Bewegung und ausgewogene Ernährung Intervention/ im Kindergarten Policy fit4future Bewegungs- und Ernährungsprogramm Intervention/ für Primarschulen Policy Gorilla Workshops zu Ernährung und Bewegung Intervention LP 21 / Planungshilfen Unterstützung für Lehrpersonen und Schul Policy leitungen bei der Planung und Umsetzung von lehrplanbasierter Gesundheitsförderung und Prävention im Unterricht
Angebot Inhalt Massnahmenebene Bildungsdirektion (AJB) PEBS – Präventive Ernährungsberatungen und Bewegungs Intervention/ Ernährungs- und Bewe kurse Policy gungsberatung in der Schwangerschaft bis ein Jahr nach der Geburt Menügestaltung und Workshops und Coachinggespräche Intervention/ Bewegungsförderung zu Bewegung und Ernährung Policy in Kitas und bei Tagesfamilien Znünigestaltung und Workshops zu Bewegung und Ernährung Intervention Bewegungsförderung in Spielgruppen Volkswirtschaftsdirektion (Koordinationsstelle Veloverkehr) bike2school Bewegungsförderung von Schulklassen Intervention durch Velofahren défivelo Bewegungsförderung durch Veloparcours Intervention für Jugendliche
Tabelle 2: Angebote 2021–2024 Modul Psychische Gesundheit Angebot Inhalt Massnahmenebene Gesundheitsdirektion Koordination und Übergeordnete Koordination und Ver Koordination / Vernetzung netzung, Berichterstattung, Auswertung, Vernetzung Rechnungsführung Öffentlichkeitsarbeit Materialien, Bewerbung und Webseite Öffentlichkeitsarbeit Elternbildung/ Regionale Elternveranstaltungen Intervention Elternabende Paarlife Training für Eltern zu Umgang mit Stress Intervention und Konflikten in der Beziehung Belastete/benachteiligte Unterstützung von Fachpersonen zum Thema Intervention / Familien sowie von Vernetzungsveranstaltungen Vernetzung Fortbildungen Früh Fortbildungen für Fachpersonen aus Intervention bereich dem Frühbereich ZüMPG – Zürcher Migra Informationsmaterialien für Menschen Intervention tionsprojekt zur Stärkung mit Migrationshintergrund der psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen
Angebot Inhalt Massnahmenebene Femmes-Tische Gesprächsrunden für Frauen mit Migrations Intervention hintergrund Weiterbildungen für Kitas Weiterbildungen für Kita-Mitarbeitende Intervention Spielzeugfreier Kinder Ressourcenförderung im Kindergarten Intervention garten MindMatters Umfassende Programm für Schulen zur Intervention Förderung der psychischen Gesundheit Lebenskompetenz Unterstützung von Lebenskompetenz Intervention trainings für vulnerable trainings für vulnerable Jugendliche Jugendliche Smartcoach Individuelles SMS-Coaching für die Stärkung Intervention der Lebenskompetenzen bei Jugendlichen Psychische Gesundheit Förderung der psychischen Gesundheit Intervention ausserschulischen im ausserschulischen Bereich Bereich Roundabout/Boyzaround Förderung des Selbstbewusstseins Intervention bei Mädchen Angebote für LGBTQ+ Stärkung der psychischen Gesundheit Intervention bei LGBTQ+ Gesundheitsförderung Angebote zu Achtsamkeit, Lehrpersonen Intervention/ an Schulen gesundheit sowie thematische Veranstal Policy tungen Bildungsdirektion (Volksschulamt) Beratung Schulteams Förderung von Rahmenbedingungen Intervention/ zur Stärkung der psychischen Gesundheit Policy bei Mitarbeitenden der Volksschulen Papperla PEP Weiterbildung für Fachpersonen zur Förde Intervention rung von Emotionsregulation und Körpereigenwahrnehmung bei Kindern BodyTalk Workshop für Schulklassen zu Körper Intervention wahrnehmung und Schönheitsidealen Denkwege Umfassende Programm für Schulen zur Intervention/ Förderung der psychischen Gesundheit Policy Bildungsdirektion (Mittelschul- und Berufsbildungsamt) Beratung Schulteams Förderung von Rahmenbedingungen Intervention/ zur Stärkung der psychischen Gesundheit Policy bei Mitarbeitenden der Mittel- und Berufsfachschulen BodyTalk Workshop zu Körperwahrnehmung und Intervention Schönheitsidealen bei Jugendlichen
Angebot Inhalt Massnahmenebene MindMovie Sensibilisierung zu psychischer Gesundheit Intervention bei Jugendlichen mittels Filmclips Herzsprung Programm zu Beziehungskompetenz Intervention und -pflege bei Jugendlichen ready4life Individuelles SMS-Coaching für die Stärkung Intervention der Lebenskompetenzen bei Jugendlichen Bildungsdirektion (AJB) Elternveranstaltungen Elternveranstaltungen für Kitas, Familien Intervention Vorschulbereich zentren und Spielgruppen
C. Finanzierung Für das Angebotspaket 2021–2024 beläuft sich der Aufwand für die vier Jahre auf insgesamt Fr. 1 792 000 für das Modul Ernährung und Bewegung sowie auf Fr. 1 864 000 für das Modul Psychische Gesundheit. In den Gesamtkosten von Fr. 3 656 000 eingeschlossen ist der Personalaufwand für die Programmleitung einschliesslich Koordination, Berichterstattung, Evaluation und Vernetzung der kantonalen Angebote. Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz finanziert mit insgesamt Fr. 1 828 000 beide Module zur Hälfte. Für den Kanton ergibt sich somit ein Gesamtaufwand für die Jahre 2021–2024 von Fr. 1 828 000, davon Fr. 896 000 für das Modul Ernährung und Bewegung und Fr. 932 000 für das Modul psychische Gesundheit. Folgekosten sind nach der vierjährigen Programmlaufzeit nicht zu erwarten, finanzielle Mittel für eine Verlängerung des Programms oder einzelner Projekte müssten erneut vom Regierungsrat bewilligt werden. Für die geplanten Angebote zu Ernährung und Bewegung sowie zu psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich ergeben sich folgende Finanzierungsleistungen:
Tabelle 3: Finanzierung der Angebote 2021–2024 Ernährung und Bewegung nach Direktionen Budgetierte Kosten in Franken 2021 2022 2023 2024 Total 2021–2024 Kanton GFCH Kanton GFCH Kanton GFCH Kanton GFCH Kanton GFCH Gesundheitsdirektion (LG Nr. 6200) 87 000 87 000 87 000 87 000 87 000 87 000 87 000 87 000 348 000 348 000 Sicherheitsdirektion Sportamt (LG Nr. 3910) 80 000 80 000 80 000 80 000 80 000 80 000 80 000 80 000 320 000 320 000 Bildungsdirektion Volksschulamt (LG Nr. 7200) 17 000 17 000 17 000 17 000 17 000 17 000 17 000 17 000 68 000 68 000 Amt für Jugend und Berufsberatung (LG Nr. 7501)
30 000 30 000 30 000 30 000 30 000 30 000 30 000 30 000 120 000 120 000 Volkswirtschaftsdirektion Koordinationsstelle Veloverkehr (LG Nr. 5205) 40 000 10 000 0 10 000 0 10 0000 0 10 000 40 000 40 000 Total 254 000 224 000 214 000 224 000 214 000 224 000 214 000 224 000 896 000 896 000 GFCH: Gesundheitsförderung Schweiz LG: Leistungsgruppe
Tabelle 4: Finanzierung der Angebote 2021–2024 Psychische Gesundheit nach Direktionen Budgetierte Kosten in Franken 2021 2022 2023 2024 Total 2021–2024 Kanton GFCH Kanton GFCH Kanton GFCH Kanton GFCH Kanton GFCH Gesundheitsdirektion (LG Nr. 6200) 183 000* 183 000 183 000* 183 000 183 000* 183 000 183 000* 183 000 732 000* 732 000 Bildungsdirektion Volksschulamt (LG Nr. 7200) 13 000 13 000 13 000 13 000 13 000 13 000 13 000 13 000 52 000 52 000 Mittelschul- und Berufsbildungsamt (LG Nrn. 7301 und 7306 ) 25 000 25 000 25 000 25 000 25 000 25 000 25 000 25 000 100 000 100 000 Amt für Jugend und Berufsberatung (LG Nr. 7501)
12 000 12 000 12 000 12 000 12 000 12 000 12 000 12 000 48 000 48 000 Total 233 000 233 000 233 000 233 000 233 000 233 000 233 000 233 000 932 000 932 000 * einschliesslich Kosten im Bereich Suchtprävention, die bereits durch Kanton oder Gemeinden finanziert sind: jährlich Fr. 114 000, insgesamt Fr. 456 000
Sofern Ende 2024 ein Überschuss resultiert, wird dieser vom EBPI entsprechend den bezahlten Anteilen des Kantons und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz vollumfänglich rückvergütet. Unter dem Vorbehalt, dass der Beitrag der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz vertraglich zugesichert wird, kann die Ausgabe gemäss § 38 Abs. 3 CRG als Saldo zwischen Ausgaben und Einnahmen beschlossen werden. Für die kantonalen Angebote der beiden Module werden die Erfolgsrechnungen mehrerer Leistungsgruppen belastet. Für das Modul Ernährung und Bewegung geht der Betrag von Fr. 348 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 6200, Prävention und Gesundheitsförderung, der Betrag von Fr. 320 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 3910, Sportfonds, der Betrag von Fr. 120 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7501, Kinder- und Jugendhilfe, der Betrag von Fr. 68 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7200, Volksschulen, und der Betrag von Fr. 40 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 5205, Amt für Verkehr. Die entsprechenden Beträge sind im Budgetentwurf 2021 und im Konsolidierter Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2021–2024 eingestellt und verteilen sich gemäss den Angaben in Tabelle 3 auf die Planjahre. Für das Modul Psychische Gesundheit geht der Betrag von Fr. 276 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 6200, Prävention und Gesundheitsförderung. Zusätzliche Fr. 456 000 die Leistungsgruppe betreffend werden über Beiträge an die Suchtpräventionsstellen finanziert und sind in den jährlichen Beschlüssen zum Fonds zur Bekämpfung des Alkoholismus ausgewiesen. Mit dem vorliegenden Beschluss werden folglich die restlichen Fr. 276 000 vom Gesamtbetrag der Leistungsgruppe von Fr. 732 000 bewilligt. Der Betrag von Fr. 50 000 geht zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, der Betrag von Fr. 50 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, der Betrag von Fr. 48 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7501, Kinder- und Jugendhilfe, und der Betrag von Fr. 52 000 zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7200, Volksschulen. Die entsprechenden Beträge sind im Budgetentwurf 2021 und im KEF 2021–2024 eingestellt und verteilen sich gemäss den Angaben in Tabelle 4 auf die Planjahre.
Dispositiv
Auf Antrag der Gesundheitsdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für die geplanten Angebote 2021–2024 zu «Ernährung und Bewegung und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich» wird unter dem Vorbehalt, dass die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz einen Beitrag von Fr. 1 828 000 vertraglich zusichert, eine neue Ausgabe von insgesamt Fr. 1 372 000 bewilligt. Davon gehen Fr. 624 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 6200, Prävention und Gesundheitsförderung, Fr. 320 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 3910, Sportfonds, Fr. 168 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7501, Kinder- und Jugendhilfe, Fr. 50 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, Fr. 50 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, Fr. 120 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7200, Volksschulen, und Fr. 40 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 5205, Amt für Verkehr.
II. Die Gesundheitsdirektion wird ermächtigt, den Vertrag mit der Gesundheitsförderung Schweiz betreffend Zusammenarbeit im kantonalen Aktionsprogramm Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich, Module A & C, 2021– 2024 abzuschliessen.
III. Mitteilung an das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention, Hirschengraben 84, 8001 Zürich, sowie an die Sicherheitsdirektion, die Bildungsdirektion, die Volkswirtschaftsdirektion und die Gesundheitsdirektion.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli